Rothenburg ob der Tauber: Lindleinseeweg (W10)

 

Rothenburg WappenDer 10 km lange Rundweg führt den Wanderer von Rothenburg ob der Tauber nach Nordosten zu den beiden Lindleinseen (ein regional bedeutendes Vogelschutzgebiet). Die Schilfflächen und die ausgedehnten Verlandungszonen sind Lebensraum und Rastgebiet vieler Vogelarten. Nach der Durchquerung des ursprünglichen Saubachtals, wendet sich der Weg wieder Richtung Süden nach Rothenburg. Die Highlights der Tour sind die historische Innenstadt von Rothenburg, das wilde Saubachtal und die beiden schön angelegten Lindleinseen. Der Wanderweg verläuft meist auf befestigten Wegen, aber auch auf Wald- und Wiesenpfade. Da der Wanderweg nahe an der Grenze zu Baden-Württemberg liegt, habe ich diese Tour auf dieser Website beschrieben.

Der Großer Lindleinsee liegt in der Nähe von Steinsfeld in Bayern und gehört zur „Vogelfreistätte Großer und Kleiner Lindleinsee“. Als Naturschutzgebiet dient er der dort lebenden Vogelwelt. See-Freunde aus den umliegenden Orten Rothenburg ob der Tauber (etwa 3,5 km vom See entfernt), Neusitz (3,6 km bis zum Ufer) und Adelshofen (etwa 5 km weit weg) finden am Großen Lindleinsee einen naturbelassenen Ort zum entspannen oder die Möglichkeit verschiedene Vogelarten auf einem See-Rundweg zu beobachten. Das Baden und Betreten der Schilfzone ist am See generell verboten. Die nächste größere Stadt, von der aus man den See besuchen kann, ist Rothenburg ob der Tauber. Ganz in der Nähe liegen darüber hinaus noch die Seen Kleiner Lindleinsee (ca. 0,6 km), Karrodsee (ca. 9 km) und Stausee Münster (ca. 12 km).

Der Kleiner Lindleinsee ist ein See in der Nähe von Steinsfeld (Bayern). Der See kann aus den umliegenden Orten Neusitz (3 km Entfernung) und Adelshofen (etwa 4 km weit weg) erreicht werden. Der Kleiner Lindleinsee liegt im Einzugsgebiet von Rothenburg ob der Tauber, das rund 3 km vom See entfernt ist.

Das Saubachtal zwischen Laupertshausen und Äpfingen.

Rothenburg ob der Tauber ist eine mittelfränkische Kleinstadt im Landkreis Ansbach in Bayern, die an der Grenze zu Baden-Württemberg liegt. Mit seiner weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Altstadt ist Rothenburg eine weltbekannte Sehenswürdigkeit mit vielen Baudenkmälern und Kulturgütern. Herausragend an der Altstadt ist, dass sie sehr ursprünglich wirkt, da sie praktisch keine modernistischen Brüche aufweist, von einer begehbaren Stadtbefestigung umgeben und in die weitgehend unverbaute, ursprüngliche Landschaft des Flusstals der Tauber eingebettet ist. Diese Ursprünglichkeit wird seit Jahrzehnten weitestgehend zu erhalten versucht. Zudem ist Rothenburg für mehrere bedeutende Museen bekannt, etwa das Kriminalmuseum, das Reichsstadtmuseum, das Handwerkerhaus und das Weihnachtsmuseum von Käthe Wohlfahrt.

Rothenburg hat ein sehr schönes und dichtes Wanderwegenetz. Dreizehn durchgehend markierte und gepflegte Wanderwege laden ein, zu Fuß die mittelalterliche Stadt und das große Gebiet der ehemaligen Landhege rund um Rothenburg zu erkunden.

Wegstrecke:
Rothenburg - Marktplatz - Weißer Turm - Galgengasse - Würzburger Tor - Stadtgraben - Laiblestraße - Flurbereinigungsgedenkstein - Großer Lindleinsee - Kleiner Lindleinsee - Chausseehaus - Töpferei - Saubachtal - Steinbrücke - Steffeleinsbrunnen - Gattenhofer Weg - Sühnekreuz - Wasserberg - Hundsgraben -Bezoldweg - Kummereck - Zwinger - Galgentor - Galgengasse - Weißer Turm - Marktplatz

Heckengäu: Wiernsheim, Mönsheim und Iptingen

 

Wiernsheim WappenIm Wanderführer „Heckengäu“ aus der Reihe Natur-Heimat-Wandern ist mit Tour 29 eine Wanderung rund um Wiernsheim beschrieben. Die 20 km lange Rundwanderung startet und endet am Marktplatz in Wiernsheim. Die Highlights der Tours sind der steinerne Turm asu dem 13 Jhd. in Mönsheim und der Wanderweg durch das Heutal. Der Wanderweg verläuft auf befestigten Wegen und auf Wiesenwegen.

Wiernsheim ist eine Gemeinde im Enzkreis. Der Ort liegt im Heckengäu auf der sogenannten Platte etwa 150 m oberhalb des Enztales. Zur Gemeinde Wiernsheim gehören die ehemals selbstständigen Teilorte Iptingen, Pinache und Serres. Nach deren Eingemeindung blieben die Namen der ehemals selbständigen Gemeinden als Teilortsnamen erhalten. Die Gründung der ältesten Ortsteile Wiernsheim und Iptingen geht auf die Zeit zwischen 500 und 700 zurück. Urkundlich erwähnt wurden die beiden Orte erstmals im 12. Jhd. Die Ortsteile Pinache und Serres wurden im Jahr 1699 von Glaubensflüchtlingen (Waldenser) gegründet, denen der Herzog von Württemberg nach deren Vertreibung aus dem Piemont im heutigen Norditalien, Land zugewiesen hatte. Mit der Reformation wurde Wiernsheim wie ganz Württemberg evangelisch. Die Gemeinden der protestantischen Waldenser, die 1699 in Pinache und Serres angesiedelt worden sind, sind inzwischen in der Evangelischen Landeskirche aufgegangen. Ende des 18. Jhds führte Johann Georg Rapp von Iptingen aus eine Gemeinde radikaler Pietisten, von denen ein Großteil mit Rapp zusammen Anfang des 19. Jhds nach Nordamerika auswanderte.

Mönsheim ist eine Gemeinde im Enzkreis. Die Gemeinde liegt im Heckengäu, jeweils etwa 15 km von Pforzheim, Mühlacker und Leonberg entfernt. Wahrzeichen von Mönsheim ist der 22 Meter hohe steinerne Turm aus dem 13. Jhd. Der ehemalige Bergfried ist der letzte erhaltene Rest der ehemaligen Diepoldsburg. Die Diepoldsburg wurde während des Dreißigjährigen Krieges 1645 von französischen Truppen niedergebrannt, nur der ehemalige Bergfried blieb stehen. 

Aufgrund der Endung des Ortsnamens auf -ingen dürfte Iptingen als alemannische Gründung aus der Zeit vor 500 n. Chr. angesehen werden. Die früheste urkundliche Erwähnung Iptingens fällt in die Zeit um 1120. König Philipp bestätigte am 4. Februar 1206 die Zurückgabe des von Ulrich von Iptingen zuerst dem Kloster Maulbronn geschenkten, später aber dem Pfalzgrafen von Tübingen verkauften Eigenguts in Iptingen durch den letzteren an das Kloster. Ein herausragendes historisches Bauwerk in Iptingen ist die Wehrkirche, die auf eine alte Burg zurückgeht, die erstmals im Jahr 1194 urkundlich erwähnt wurde. Der heutige Kirchturm ist bis auf den später aufgesetzten Fachwerkteil mit Uhr und Glocken noch die alte Burg. Um 1250 kamen die heute noch erhaltenen Ringscheuern zur Vorratshaltung hinzu.

Wegstrecke:
Wiernsheim - Marktplatz - Wanderweg - Grenzbach - Paulinensee - Mönsheim - Rotweg - Weissacher Weg - Traufweg - Heutal - Iptingen - Kreuzbach - Breiter Weg - Wiernsheim