Wandern im Naturpark Südschwarzwald

SüdschwarzwaldDer Naturpark Südschwarzwald umfasst ein ca. 400.000 Hektar großes Gebiet im äußersten Südwesten Deutschlands. Der Naturpark reicht von Herbolzheim und Triberg im Norden bis nach Waldshut-Tiengen und Lörrach im Süden. Im Westen schließt er die Vorbergzone bis Freiburg und Emmendingen ein, nach Osten dehnt er sich bis Donaueschingen und Bad Dürrheim auf der Baar-Hochebene aus. Der südliche Schwarzwald grenzt sich somit im Norden auf der Linie zwischen Freiburg und Donaueschingen gegenüber dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ab. Das Gebiet des Hochschwarzwaldes und einige Randgebiete sind im Naturpark Südschwarzwald integriert. Im südlichen Schwarzwald liegen einige der größten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs sowie das Europäische Vogelschutzgebiet Südschwarzwald.

Der südliche Schwarzwald bietet unzählige Wanderwege und Pfade durch eine Landschaft mit außergewöhnlicher Vielfalt. Die artenreiche und vielfach seltene Tier- und Pflanzenwelt lässt sich häufig direkt am Wegesrand beobachten. Von den Höhen bieten sich grandiose Aussichten über die Schwarzwaldlandschaft. An klaren Tagen sind am südlichen Horizont die Schweizer Alpen zu erkennen. Im Naturpark Südschwarzwald stehen Wanderern über 8.000 km einheitlich ausgeschilderte Wege zur Verfügung. Die gesamte Schwarzwald-Region beinhaltet ein Wegenetz von 24.000 km.

Folgende Naturdenkmale hat der Naturpark Südschwarzwald zu bieten:

  • Feldberggebiet mit den Talschlüssen Zastler Loch, Napf (Alpiner Pfad) und Feldseekar,
  • Seebachtal mit Feldsee und Titisee,
  • Schluchsee und Windgfällweiher,
  • Belchengebiet mit Nonnenmattweiher,
  • Höllental mit Ravennaschlucht,
  • Wutachschlucht,
  • Albschlucht,
  • Wehraschlucht,
  • Präger Gletscherkessel,
  • Zahlreiche, teils hohe Wasserfälle,
  • Hochmoore wie Hinterzartener Moor, Urseemoor oder Scheibenlechtenmoos

Folgende Wandertouren sind auf dieser Site im Naturpark Südschwarzwald beschrieben:

Streckenwanderung von Feldberg zum Belchen, 26 km
Rundwanderung Hinterzarten, Feldberg, Feldbergsee, 26 km
Menzenschwander Tal, Herzogenhorn, 22 km
Auf dem Schauinsland, 29 km
Von der Saigerhöhe zum Bahnhof Himmelreich, 23 km
Villingen: Premiumweg Waldpfad Groppertal, 11 km (22.3.20)

Folgende Wanderungen sind in 2020 geplant:

Der Kandel-Höhenweg, ausgeschildert mit dem Wegezeichen „roter Rhombus mit einem K auf weißem Grund“, ist ein Weitwanderweg im Schwarzwald mit 5 Etappen und einer Gesamtlänge von insges. 112 km. Namensgeber für diesen Höhenwanderweg ist der Kandel, mit 1.241 m ü.NN. der höchste Berg im Mittleren Schwarzwald.

1. Etappe: Oberkirch – Gengenbach, 26 km
2. Etappe: Gengenbach – Höhenhäuser, 28 km
3. Etappe: Höhenhäuser – Waldkirch, 23 km
4. Etappe: Waldkirch – St. Peter, 18 km
5. Etappe: St. Peter – Freiburg, 20 km

 

Das Markgräfler Wiiwegli (Markgräfler Weinweglein) ist ein etwa 92 km langer Fernwanderweg in fünf Etappen durch das Markgräflerland. Das Wiiwegli bildet neben dem Ortenauer Weinpfad zu Beginn und dem darauf folgenden Breisgauer Weinweg den südlichen Abschluss einer Kette von insgesamt drei Weinwegen durch Südbaden.

1. Etappe: Freiburg – Staufen, 22 km
2. Etappe: Staufen – Müllheim, 19 km
3. Etappe: Müllheim – Blansingen, 20 km
4. Etappe: Blansingen – Weil am Rhein, 21 km

 

Von St. Georgen bis Gaienhofen führt der Schwarzwald – Jura – Bodensee – Weg. Vom Ausgangspunkt St. Georgen führt der Querweg über die Brigachtalhöhen nach Villingen. Durch die Hochmulde der Ostbaar erreicht der Weg den Albtrauf und quert bei Immendingen das Donautal. Aussichtsreich geht es nach Engen und von dort gleichlaufend mit dem Querweg Freiburg-Bodensee über die Vulkankegel der Hegauberge nach Singen. Die Radolfzeller Aach begleitet den Weg, der den Steilrand des Schiener Berges ersteigt und mit weiten Ausblicken auf den Bodensee hinunter nach Gaienhofen führt.

1. Etappe: St. Georgen bis Bad Dürrheim, 23 km
2. Etappe: Bad Dürrheim bis Immendingen, 23 km
3. Etappe: Immendingen bis Engen, 19 km
4. Etappe: Engen bis Singen, 26 km
5. Etappe: Singen bis Gaienhofen, 22 km

 

Auf einer Strecke von 111 km quert der wenig begangene Weitwanderweg Hochrhein-Höhenweg von Basel nach Schaffhausen in 6 Etappen die zum Hochrhein abfallenden Gebirge und Höhenzüge wie Dinkelberg, Hotzenwald und Kleinen Randen:

1. Etappe Basel - Rheinfelden (Degerfelden), 15 km
2. Etappe: Rheinfelden (Beuggen) - Egg, 21 km
3. Etappe: Egg - Albbruck (Dogern), 22 km 
4. Etappe: Waldshut (Dogern) - Küssaburg (Bechersbohl), 16 km
5. Etappe: Küssaburg (Bechtersbohl) - Lottstetten, 21 km 
6. Etappe: Lottstetten - Schaffhausen, 16 km

Die Qualität dieses Fernwanderwegs lässt für Fußwanderer in weiten Teilen zu Wünschen übrig, eher geeignet für eine Mountainbike-Tour.

Schwarzwald Süd: Premiumweg Waldpfad Groppertal

 

SchwarzwaldAlbLogoDie leichte Rundwanderung um das liebliche Tal der oberen Brigach führt zu den schönsten Stellen im Villinger Stadtwald. Die 11 km lange Rundwanderung startet und endet am Wanderparkplatz Tannenhöhe in Villingen. Auf schattigen und idyllischen Waldwegen treffen wir im Villinger Germanswald beim Uhustein auf Spuren des Bergbaus im Groppertal – so heißt hier das Brigachtal unterhalb der Gropperhöfe. Vermutlich wurden zwischen 1803 und 1815 einzelne Stollen in den Granit getrieben um Brauneisenstein abzubauen. Im Tal ist von der Straße her noch das Mundloch eines ehemaligen Bergwerksstollens zugänglich. Eine Aussichtsplattform auf dem bis 20 m hohen Felsen ist ringsum mit einem Geländer gesichert. Geologisch interessant ist auch der Groppertal-Steinbruch, den man als Fenster der Erdgeschichte ansehen kann. In ihm lässt sich der Aufbau des Schwarzwald-Gebirges studieren.

Vom ehem. Gasthof Forelle im Brigachtal führt der Genießerpfad zum Gasthaus Breitbrunnen auf der gegenüberliegenden Hochfläche. Für Familienausflüge ist das Wildgehege Salvest mit Waldrast- und spielplatz besonders attraktiv. Der Wanderweg verläuft meist auf Waldpfaden.

Die Brigach ist ein 40 km langer Fluss im Schwarzwald-Baar-Kreis, der nach einem insgesamt südöstlichen Lauf in Donaueschingen von links mit der längeren und einzugsgebietsreicheren Breg zur Donau zusammenfließt. Im bekannten Spruch: „Brigach und Breg bringen die Donau zuweg“ wird dies auf den Punkt gebracht. Der Name Brigach ist keltischen Ursprungs und bedeutet nach einer Auffassung „helles, lauteres Wasser“. Laut Tafel an der Brigachquelle ist „Der Name … keltischen Ursprungs und bedeutet Bergbach“: Dabei stehe brig- für Berg, Anhöhe und -ach sei die Endung für Fluß, Bach. Ein im Jahre 1898 bei der Quelle entdecktes Relief, das heute im St. Georgener Heimatmuseum aufbewahrt wird, verweist wahrscheinlich auf die Göttin Abnoba, die mit der Jagdgöttin Diana gleichgesetzt wird.

Das Wildgehege Salvest befindet sich zwischen dem Stadtbezirk Villingen und Unterkirnach. Dort gibt es einen großen Parkplatz. Ein kurzer Spaziergang auf einem breiten Waldweg bringt die Besucher zum Damwild. Das Wildgehege ist jederzeit zugänglich und erschließt sich in einem Rundgang. Es kostet keinen Eintritt. Der Kinderspielplatz neben dem Gehege ist ideal für eine Pause oder einfach zum Entspannen. Dort gibt es ein Karussell, eine Lokomotive und ein Wikingerschiff zum Spielen.

Wegstrecke:
Villingen - Wanderparkplatz Tannenhöhe - Am Armbad - Armbad-Brunnen - Steinerne Sau - hölzernen Brunnen - Uhustein - Meleck - Gasthof Forelle - Bahnübergang Schwarzwaldbahn - Breitbrunnen - Langmooswald - Gasthaus Breitbrunnen - Gropperhof - Gropperhöfe - Salvestweg - Wildgehege Salvest - Römerweg - Ganter-Denkmal - Kapf - Brigachtal - Kirnacher Bahnhöfle - Tannenhöhe