Schwarzwald Süd: Unterbränd und Oberbränd (Bräunlingen Marathon)

 

Einmal im Jahr – am zweiten Wochenende im Oktober – findet in Bräunlingen der Schwarzwald Marathon statt. Er ist nach dem Essener Marathon Rund um den Baldeneysee und dem Göltzschtal-Marathon die drittälteste noch durchgeführte Marathonveranstaltung in Deutschland, nach der Anzahl der Veranstaltungen die zweitälteste. Eine Teilstrecke der Marathonstrecke kann auch im Winter gut gelaufen werden. Start- und Ziel der 24 km langen Rundwanderung ist der Parkplatz vor der Brändbachhalle in Unterbränd. Die Highlights der Tour sind der Kirnbergsee (Brändbachtalsperre) und der Ausblick von Oberbränd auf die Schweizer Alpen. Der befstigte Wanderweg war auch im Winter gut zu laufen.

Bräunlingen (Alemannisch Brilinge) ist eine Kleinstadt im Schwarzwald-Baar-Kreis. Sie liegt an der Breg, einem Quellfluss der Donau, und gehört zur Region Schwarzwald-Baar-Heuberg. Die nächste größere Stadt ist Donaueschingen. Die Stadt liegt auf dem Hochplateau der Baar östlich des südlichen Schwarzwalds, wobei die westlichen Teile des Gemeindegebiets dem Schwarzwald zuzuordnen sind und bis 1040 m hoch liegen. Der eigentliche Stadtkern liegt aber in einer Talmulde auf knapp 700 m. Die Breg durchfliesst den Norden der Stadt, der Brändbach den Süden, um sich dann östlich der Stadt mit der Breg zu vereinen.

Zur Stadt Bräunlingen mit den früher selbstständigen Gemeinden Döggingen, Mistelbrunn, Unterbränd und Waldhausen gehören die Stadt Bräunlingen und 16 weitere Dörfer, Höfe und Häuser.
Zur Stadt Bräunlingen in den Grenzen von vor der Gemeindereform der 1970er Jahre gehören die Stadt Bräunlingen, das Dorf Bruggen mit der abgegangenen Wasserburg Bruggen, die Höfe Beim Schachenhof (Schachen), Hölzlehof und Ziegelhof und die Wohnplätze Forsthaus, Kraftwerk und Waldhüterhaus. Zur ehemaligen Gemeinde Döggingen gehören das Dorf Döggingen und die Wohnplätze Guggenmühle und Brand. Zur ehemaligen Gemeinde Mistelbrunn gehören das Dorf Mistelbrunn und das Gehöft Kohlwald. Zur ehemaligen Gemeinde Waldhausen gehören das Dorf Waldhausen, das Gehöft Waldhauserhof und die Wohnplätze Bittelbrunn und Forsthaus. Im Stadtteil Bräunlingen liegt der aufgegangene Burgstall Dellingen und die abgegangenen Ortschaften Briburg, Deckenhofen, Öde Kirche, In Stetten und Habseck. Im Stadtteil Unterbränd liegen der Burgstall Kirnberg und im Stadtteil Waldhausen liegen die abgegangenen Ortschaften Ordenhofen, Stegen und Steingart.

Die Brändbachtalsperre, deren Stausee Kirnbergsee heißt, ist eine kleine Talsperre bei Bräunlingen im südbadischen Teil von Baden-Württemberg. Sie dient der Stromgewinnung, dem Hochwasserschutz und der Naherholung. Der Stausee liegt im Landschaftsschutzgebiet Kirnbergsee, das auch umliegende Flächen umfasst. Gestaut wird der Brändbach im Flussgebiet der Breg. Das Absperrbauwerk ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Beton mit einer Bruchstein-Verkleidung. Sie wurde im Jahr 2000 saniert und als erste Staumauer Deutschlands mit einer Kunststoff-Dichtungsbahn (Geomembran) aus PVC an der Wasserseite abgedichtet. 1955 war die Mauer schon einmal an der Wasserseite mit Beton verstärkt worden.

Wegstrecke:
Unterbränd - Brändbachhalle - Waldhauser Weg - Kirnbergsee - Burgruine Kirnberg - Im Weidfeld - Waldhausen - Ziegelhof - Röthenbach - Schachenhof - Habseckweg - Kirchweg - Lange Planie - Brunnenweg - Oberer Brändbachweg - Oberbränd - Römerweg - Unterbränd - Heidenlochweg

Wandern im Naturpark Südschwarzwald

SüdschwarzwaldDer Naturpark Südschwarzwald umfasst ein ca. 400.000 Hektar großes Gebiet im äußersten Südwesten Deutschlands. Der Naturpark reicht von Herbolzheim und Triberg im Norden bis nach Waldshut-Tiengen und Lörrach im Süden. Im Westen schließt er die Vorbergzone bis Freiburg und Emmendingen ein, nach Osten dehnt er sich bis Donaueschingen und Bad Dürrheim auf der Baar-Hochebene aus. Der südliche Schwarzwald grenzt sich somit im Norden auf der Linie zwischen Freiburg und Donaueschingen gegenüber dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord ab. Das Gebiet des Hochschwarzwaldes und einige Randgebiete sind im Naturpark Südschwarzwald integriert. Im südlichen Schwarzwald liegen einige der größten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs sowie das Europäische Vogelschutzgebiet Südschwarzwald.

Der südliche Schwarzwald bietet unzählige Wanderwege und Pfade durch eine Landschaft mit außergewöhnlicher Vielfalt. Die artenreiche und vielfach seltene Tier- und Pflanzenwelt lässt sich häufig direkt am Wegesrand beobachten. Von den Höhen bieten sich grandiose Aussichten über die Schwarzwaldlandschaft. An klaren Tagen sind am südlichen Horizont die Schweizer Alpen zu erkennen. Im Naturpark Südschwarzwald stehen Wanderern über 8.000 km einheitlich ausgeschilderte Wege zur Verfügung. Die gesamte Schwarzwald-Region beinhaltet ein Wegenetz von 24.000 km.

Folgende Naturdenkmale hat der Naturpark Südschwarzwald zu bieten:

  • Feldberggebiet mit den Talschlüssen Zastler Loch, Napf (Alpiner Pfad) und Feldseekar,
  • Seebachtal mit Feldsee und Titisee,
  • Schluchsee und Windgfällweiher,
  • Belchengebiet mit Nonnenmattweiher,
  • Höllental mit Ravennaschlucht,
  • Wutachschlucht,
  • Albschlucht,
  • Wehraschlucht,
  • Präger Gletscherkessel,
  • Zahlreiche, teils hohe Wasserfälle,
  • Hochmoore wie Hinterzartener Moor, Urseemoor oder Scheibenlechtenmoos

Folgende Wandertouren sind auf dieser Site im Naturpark Südschwarzwald beschrieben:

Streckenwanderung von Feldberg zum Belchen, 26 km
Rundwanderung Hinterzarten, Feldberg, Feldbergsee, 26 km
Menzenschwander Tal, Herzogenhorn, 22 km
SW: Auf dem Schauinsland, 29 km (22.10.16)
SW: Von der Saigerhöhe zum Bahnhof Himmelreich, 23 km (6.4.18)
RW: bei Villingen: Premiumweg Waldpfad Groppertal, 11 km (22.3.20)
RW: Genießerpfad Belchensteig, 14 km (29.5.20)
RW: vom Belchen zum Nonnenmattweiher und zurück, 15 km (30.5.20)
SW: vom Belchen zum Feldberg, 25 km (31.5.20)
RW: Unterbränd und Oberbränd (Bräunlingen Marathon), 24 km (14.2.21)

Folgende Wanderungen sind in 2021 geplant:

Der Kandel-Höhenweg, ausgeschildert mit dem Wegezeichen „roter Rhombus mit einem K auf weißem Grund“, ist ein Weitwanderweg im Schwarzwald mit 5 Etappen und einer Gesamtlänge von insges. 112 km. Namensgeber für diesen Höhenwanderweg ist der Kandel, mit 1.241 m ü.NN. der höchste Berg im Mittleren Schwarzwald.

1. Etappe: Oberkirch – Gengenbach, 26 km
2. Etappe: Gengenbach – Höhenhäuser, 28 km
3. Etappe: Höhenhäuser – Waldkirch, 23 km
4. Etappe: Waldkirch – St. Peter, 18 km
5. Etappe: St. Peter – Freiburg, 20 km

 

Das Markgräfler Wiiwegli (Markgräfler Weinweglein) ist ein etwa 92 km langer Fernwanderweg in fünf Etappen durch das Markgräflerland. Das Wiiwegli bildet neben dem Ortenauer Weinpfad zu Beginn und dem darauf folgenden Breisgauer Weinweg den südlichen Abschluss einer Kette von insgesamt drei Weinwegen durch Südbaden.

1. Etappe: Freiburg – Staufen, 22 km
2. Etappe: Staufen – Müllheim, 19 km
3. Etappe: Müllheim – Blansingen, 20 km
4. Etappe: Blansingen – Weil am Rhein, 21 km

 

Von St. Georgen bis Gaienhofen führt der Schwarzwald – Jura – Bodensee – Weg. Vom Ausgangspunkt St. Georgen führt der Querweg über die Brigachtalhöhen nach Villingen. Durch die Hochmulde der Ostbaar erreicht der Weg den Albtrauf und quert bei Immendingen das Donautal. Aussichtsreich geht es nach Engen und von dort gleichlaufend mit dem Querweg Freiburg-Bodensee über die Vulkankegel der Hegauberge nach Singen. Die Radolfzeller Aach begleitet den Weg, der den Steilrand des Schiener Berges ersteigt und mit weiten Ausblicken auf den Bodensee hinunter nach Gaienhofen führt.

1. Etappe: St. Georgen bis Bad Dürrheim, 23 km
2. Etappe: Bad Dürrheim bis Immendingen, 23 km
3. Etappe: Immendingen bis Engen, 19 km
4. Etappe: Engen bis Singen, 26 km
5. Etappe: Singen bis Gaienhofen, 22 km

 

Auf einer Strecke von 111 km quert der wenig begangene Weitwanderweg Hochrhein-Höhenweg von Basel nach Schaffhausen in 6 Etappen die zum Hochrhein abfallenden Gebirge und Höhenzüge wie Dinkelberg, Hotzenwald und Kleinen Randen:

1. Etappe Basel - Rheinfelden (Degerfelden), 15 km
2. Etappe: Rheinfelden (Beuggen) - Egg, 21 km
3. Etappe: Egg - Albbruck (Dogern), 22 km 
4. Etappe: Waldshut (Dogern) - Küssaburg (Bechersbohl), 16 km
5. Etappe: Küssaburg (Bechtersbohl) - Lottstetten, 21 km 
6. Etappe: Lottstetten - Schaffhausen, 16 km

Die Qualität dieses Fernwanderwegs lässt für Fußwanderer in weiten Teilen zu Wünschen übrig, eher geeignet für eine Mountainbike-Tour.