Wandern auf dem Neckarweg

NeckarwegDer Neckarweg ist ein Fernwanderweg des Schwäbischen Albvereins und des Odenwaldklubs, der an den Lauf des Neckars angelehnt ist und vom Ursprung im Schwenninger Moos bei Villingen-Schwenningen bis zur Mündung in Mannheim verläuft. Das Teilstück zwischen Bad Wimpfen und Heidelberg entspricht dem Neckarsteig. Der Neckarweg kann in 28 Etappen gelaufen werden:

E01: Schwenninger Moos - Deißlingen, bis zu 20 km
E02: Deißlingen - Rottweil, 11 km
E03: Rottweil - Epfendorf, 17 km
E04: Epfendorf - Oberndorf, 10 km
E05: Oberndorf - Sulz am Neckar, 14 km
E06: Sulz am Neckar - Dettingen - Horb, 18 km
E07: Horb - Eyach Bahnhof - Rottenburg, 27 km
E08: Rottenburg - Tübingen, 15 km
E09: Tübingen - Pliezhausen, 15 km
E10: Pliezhausen - Neckartailfingen - Wendlingen, 26 km
E11: Wendlingen - Plochingen - Esslingen, 26 km
E12: Esslingen - Bad Cannstatt, 13 km
E13: Bad Cannstatt - Remseck, 17 km
E14: Remseck - LB-Hoheneck - Pleidelsheim, 23 km
E15: Pleidelsheim - Hessigheim - Lauffen, 23 km
E16: Lauffen - Heilbronn, 15 km
E17: Heilbronn - Neckarsulm, 14 km
E18: Neckarsulm - Bad Wimpfen, 18 km
... Acht Etappen Neckarsteig ...
E27: Heidelberg - Ladenburg, 14 km
E28: Ladenburg - Mannheim - Mündung, 17 km

Ich habe versucht manche Einzeletappen des Neckarweges mit einer Rundwanderung zu verbinden oder die Einzeletappen zu kombinieren.

 

Der Neckar entspringt in 706 m Höhe im Schwenninger Moos bei Villingen-Schwenningen. Nach ca. 360 km Länge mündert er in Mannheim in den Rhein (auf einer Höhe von 95 m). Ab Plochingen ist der Neckar auf ca. 200 km Länge als Bundeswasserstraße ausgebaut und hat mit Stuttgart, Heilbronn und Mannheim drei bedeutende Hafenanlagen. Bei seinem Lauf durch Baden-Württemberg fließen dem Neckar 18 Nebenflüsse von links und rechts zu. Enz, Kocher und Jagst zählen zu den längesten Zuflüssen. Fils, Rems und Murr kommen von rechts. Zaber und Elsenz kommen von links in den Neckar.

Neckarweg Etappe 3: von Rottweil nach Epfendorf

 

NeckarwegDie Neckarweg Etappe 3 verläuft von Rottweil nach Epfendorf. Die Streckenwanderung startet am Bahnhof der ältesten Stadt Baden-Württembergs und führt durch das von Industriekultur geprägte Neckartal. Von seiner natürlichen Seite zeigt sich der Neckar wieder bei der Neckarburg. Die 17 km lange Etappe endet in der Stadtmitte von Epfendorf. Die Highlights der Wanderung sind der Gewerbepark Neckartal mit der Pulverfabrik Rottweil, der Thyssenkrupp Testturm und die Neckarburg. Der Wanderweg verläuft meist auf befestigten Wegen.

Rottweil liegt in Nord- Südrichtung etwa auf halbem Weg zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Bodensee. Die Stadt liegt direkt am Neckar und bildet einen Angelpunkt zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald. Der mittelalterliche Stadtkern von Rottweil wird von den Bewohnern besonders gepflegt. In der Umgebung gibt es in dieser Größenordnung keine weitere Stadt mit einem vergleichbar erhaltenen Stadtbild. Typisch für Rottweil sind die traufständigen Bürgerhäuser mit ihren zahlreichen Erkern. An Sakralbauten prägen das Heilig-Kreuz-Münster, die Kapellenkirche mit dem berühmten Turm, die Predigerkirche und die Lorenzkapelle die Silhouette. 

In Rottweil steht der 246 m hohe Thyssenkrupp Testturm, der weltweit zweithöchste Testturm für Aufzugsanlagen. Die Konstruktion dient dem Test und der Zertifizierung von Hochgeschwindigkeitsaufzügen. Die öffentliche Besucherplattform auf 232 Meter Höhe ist die höchste Besucherplattform Deutschlands. Der Turm wurde von 2014 bis 2017 von der ThyssenKrupp Elevator AG errichtet. Das Design des Turmes stammt von dem Architekten Helmut Jahn.

Die Pulverfabrik Rottweil war ein bedeutendes Unternehmen in Rottweil, das vor allem Patronen für Jagd- und Kriegszwecke herstellte. Das Pulver wurde außerdem im Bergbau eingesetzt. Sie ging 1863 mit der Übernahme durch Max Duttenhofer aus einer Pulvermühle aus dem 15. Jhd. hervor. Auf dem Gelände befinden sich 40 Kulturdenkmäler. Seit 1993 wird das Areal schrittweise umgenutzt und der Komplex vor dem Verfall bewahrt. „1999 wurde die gelungene Umnutzung des ehemaligen Badhauses als Restaurant und Theaterstätte mit dem Denkmalschutzpreis belohnt“. 2008 kam ein weiterer Denkmalschutzpreis hinzu. Das Pumpenhaus der ehem. Pulverfabrik wurde im April 2013 von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg als „Denkmal des Monats“ ausgezeichnet.

Die Neckarburg ist eine abgegangene frühmittelalterliche Höhenburg auf einem 550 m langgestreckten Umlaufberg in der Neckarschleife bei Villingendorf im Stadtgebiet von Rottweil. Sie ist im Besitz des Grafen von Bissingen und Nippenburg und die älteste Burganlage im Landkreis. Das Burgareal liegt innerhalb des Naturschutzgebiets Neckarburg. In den 1980er-Jahren wurde die Ruine grundlegend durch den Stadtjugendring Rottweil saniert. Von der ehem. Burganlage sind noch die Umfassungsmauern erhalten. Unterhalb der Burgruine steht die 1951 erbaute Holzbrücke Neckarburg. Wenige Kilometer nordwestlich überspannt die Neckarburgbrücke der A81 das Neckartal, an deren Nordende die Raststätte Neckarburg einen guten Ausblick über das Tal bietet.

Wegstrecke:
Rottweil - Bahnhof - Villa Duttenhofer - Gewerbepark Neckartal - Brücke (B27) - Holzbrücke - Neckarburg - Hofgut Neckarburg - Neckartalbrücke (A81) - Schlossberg - Holzbrücke - ehem. Bahnhof Talhausen - Rosen-Hütte - Talhausen - Schlichemtal - Epfendorf