Wandern auf dem Neckarweg

NeckarwegDer Neckarweg ist ein Fernwanderweg des Schwäbischen Albvereins und des Odenwaldklubs, der an den Lauf des Neckars angelehnt ist und vom Ursprung im Schwenninger Moos bei Villingen-Schwenningen bis zur Mündung in Mannheim verläuft. Das Teilstück zwischen Bad Wimpfen und Heidelberg entspricht dem Neckarsteig. Der Neckarweg kann in 27 Etappen gelaufen werden:

E01: Schwenninger Moos - Deißlingen, bis zu 20 km
E02: Deißlingen - Rottweil, 11 km
E03: Rottweil - Epfendorf, 17 km
E04: Epfendorf - Oberndorf, 10 km
E05: Oberndorf - Sulz am Neckar - Horb, 32 km
E06: Horb - Eyach Bahnhof - Rottenburg, 27 km
E07: Rottenburg - Tübingen, 15 km
E08: Tübingen - Pliezhausen, 15 km
E09: Pliezhausen - Neckartailfingen, 10 km
E10: Neckartailfingen - Wendlingen, 16 km (30.11.19)
E11: Wendlingen - Plochingen, 10 km (30.11.19)
E12: Plochingen - Esslingen, 16 km (5.12.19)
E13: Esslingen - Bad Cannstatt, 13 km (5.12.19)
E14: Bad Cannstatt - Remseck - LB-Hoheneck - Pleidelsheim, 23 km
E15: Pleidelsheim - Hessigheim - Lauffen, 23 km
E16: Lauffen - Heilbronn, 15 km
E17: Heilbronn - Neckarsulm, 14 km
E18: Neckarsulm - Bad Wimpfen, 18 km
... Acht Etappen Neckarsteig ...
E27: Heidelberg - Ladenburg, 14 km
E28: Ladenburg - Mannheim - Mündung, 17 km

Ich habe versucht manche Einzeletappen des Neckarweges mit einer Rundwanderung zu verbinden oder die Einzeletappen zu kombinieren.

 

Der Neckar entspringt in 706 m Höhe im Schwenninger Moos bei Villingen-Schwenningen. Nach ca. 360 km Länge mündert er in Mannheim in den Rhein (auf einer Höhe von 95 m). Ab Plochingen ist der Neckar auf ca. 200 km Länge als Bundeswasserstraße ausgebaut und hat mit Stuttgart, Heilbronn und Mannheim drei bedeutende Hafenanlagen. Bei seinem Lauf durch Baden-Württemberg fließen dem Neckar 18 Nebenflüsse von links und rechts zu. Enz, Kocher und Jagst zählen zu den längesten Zuflüssen. Fils, Rems und Murr kommen von rechts. Zaber und Elsenz kommen von links in den Neckar.

Neckarweg Etappe 13: von Esslingen nach Bad Cannstatt

 

NeckarwegDie 13. Neckarweg Etappe führt vom Bahnhof in Esslingen zur U-Bahnhaltestelle Antwerpenerstraße in Bad Cannstatt. Die Highlights der 13 km langen Streckenwanderung sind die Grabkapelle auf dem Württemberg und die Petruskirche in Obertürkheim. Der Wanderweg verläuft immer auf befestigten Wegen.

Die Grabkapelle auf dem Württemberg ist ein im Stuttgarter Stadtteil Rotenberg gelegenes Mausoleum. Die Kapelle befindet sich auf dem Gipfel des Württembergs, des äußersten westlichen Ausläufers des Schurwalds über dem Neckartal. Sie wurde für Katharina Pawlowna (1788–1819) errichtet, die zweite Frau König Wilhelms I. von Württemberg (1781–1864). Wilhelm I. und ihre gemeinsame Tochter Marie Friederike Charlotte von Württemberg (1816–1887) sind ebenfalls dort bestattet. Die Grabkapelle wurde nach dem Tod der Königin Katharina erbaut und entstand zwischen 1820 und 1824, nach dem Entwurf des in Italien geborenen Hofbaumeisters Giovanni Salucci, an der Stelle der ruinösen Burg Wirtemberg, Stammburg des Hauses Württemberg. Von dieser befindet sich in der Kirche, als Spolie, der Weihestein der Burgkapelle. Der Stein ist gleichzeitig das früheste urkundliche Zeugnis für das Herrscherhaus Württemberg. Die Grabkapelle diente von 1825 bis 1899 als russisch-orthodoxes Gotteshaus. Auch heute findet jedes Jahr am Pfingstmontag ein russisch-orthodoxer Gottesdienst statt. 

Die Petruskirche in Obertürkheim geht auf eine bereits 1285 erwähnte Wallfahrtskirche zurück. Der Turmsockel des heutigen Kirchengebäudes stammt noch aus der Zeit der Gotik, das Langhaus und die Ausstattung stammen in Teilen aus der Zeit des Barock. Die Petruskirche liegt südlich der oberhalb der Ortsmitte von Stuttgart-Obertürkheim . Sie ist von einem Friedhof umgeben. Während heute die Bebauung unmittelbar bis an die Kirche heranreicht, befand sich die Kirche in den Gewannen Banholz und Mörgelen einst in Alleinlage inmitten der Weinberge. 1946 wurde die Petruskirche unter Denkmalschutz gestellt.

Der Josua-und-Kaleb-Brunnen an der Ecke Rain- und Württembergstraße in Stuttgart-Rotenberg ist ein Kunstwerk von Karl Donndorf. In einer runden Brunnenschale steht eine Säule mit viereckigem Grundriss, die mit den drei Hirschstangen aus dem württembergischen Wappen geschmückt ist. Sie trägt als Brunnenfiguren zwei nackte Knaben, die hintereinander gehend an einer geschulterten Stange eine große Kalebstraube tragen. Unterhalb der Gruppe, auf dem Kapitell, sind Pflanzen- und Tiermotive – etwa eine Eidechse und eine Schnecke – zu sehen. Der Brunnen ist aus gelblichem Kunststein gefertigt und wurde 1927 aufgestellt. Er wurde 1982 saniert und ist etwa von Mai bis September in Betrieb.

Wegstrecke:
Esslingen - Bahnhof - Neckar - Mettingen - Liebfrauenkirche - Friedhof Mettingen - Ailenberg - Obertürkheim - Bahnhof Obertürkheim - Petruskirche - Friedhof Obertürkheim - Häldes - Höchst - Grabkapelle Rotenberg - Rotenberg - Josua-und-Kaleb-Brunnen - Rotenberger Steige - Württembergstraße - Restaurant Wirtemberg - Goldberg - Reuteweg - Fellbach - Bad Cannstatt - U-Bahnhaltestelle Antwerpener Str.