Wandern auf dem Albsteig

hauptwanderwege

AlbsteigLogoDer Albsteig ist eine andere Bezeichnung für den Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (HW1, früher Neckarlinie, ca. 350 km, 15 Tagesetappen). Zusammen mit dem Schwäbische Alb-Südrand-Weg (HW2, früher Donaulinie, ca. 290 km, 13 Tagesetappen) sind die beiden Wege die ältesten Hauptwanderwege der Schwäbischen Alb. Die beiden schönsten Weitwanderwege bilden das Rückgrad aller Wanderwege der Schwäbischen Alb. Sie beginnen in Donauwörth und enden in Tuttlingen. Ein rotes gleichschenkliches Dreieck auf weißem Grund markieren beide Wanderwege. Die Spitze des Dreiecks zeigt immmer in Richtung Tuttlingen. Beide Wege sind seit über 100 Jahren fast unverändert geblieben. Der Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg (Hauptwanderweg 1 = HW 1) ist ca. 60 km länger als der Südrand-Weg (HW 2) und weist erheblich mehr und größere Höhenunterschiede auf. Das Landschaftsbild auf der Neckarlinie ist abwechslungsreicher als auf der ruhigeren Donauseite.

Beide Wege sollten von Ost (Donauwörth) nach Südwest (Tuttlingen) begangen werden. Mit der ansteigenden Meereshöhe steigern sich auch die landschaftlichen Eindrücke. Auf den meisten Strecken finden sich einige Unterkünfte und Gaststätten, die allerdings immer seltener geöffnet haben. Da sich immer wieder die dort enthaltenen Angaben ändern, ist es sehr ratsam sich rechtzeitig vor der Wandertour über Unterkünfte und Gaststätten zu informieren.

AlbsteigHW1Grafik

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Albsteig (HW1/Schwäbische Alb Nordrandweg) schlängelt sich auf gut 350 km zwischen Donauwörth und Tuttlingen entlang des Albtraufs, der Steilflanke am Nordrand der Schwäbischen Alb.

Folgend die Einteilung in 15 Etappen für sportliche Wanderer:

15 Jun 13: Albsteig Etappe 1

 

AlbsteigLogoDie erste Etappe verläuft von Donauwörth nach Harburg und ist (mit Umleitung) ca. 20 km lang. Die Highlights der Tour ist die Stadt Donauwörth, die Kalvarienbergkapelle und das Schloss Harburg. Die Tour beginnt am Bahnhof in Donauwörth wo der Weg in Richtung Stadtmitte über die Müritzbrücke zur Altstadtinsel geht. Nach der Überquerung der (Vor-)Insel Ried geht man durch das Rieder Tor geradeaus zum Büro der Tourist-Information. Bevor der Hauptwanderweg beginnt, sollte man noch durch die malerische Reichsstraße und Heilig-Kreuz-Straße (Verlängerung Reichsstraße) laufen. Neben dem Liebfrauenmünster kommt man auch an der Barocken Kloster- und Wallfahrtskirche Heilig Kreuz vorbei. Zwischen Ochentörl und Tourist-Büro ist ein Schild des Schwäbischen Albvereins erkennbar, welches die beiden Hauptwanderwege (Nord- und Südrandweg) mit Entfernungsangaben beschreibt. An diesem Schild geht die Etappe nun wirklich los. Man wandert durch den Ochsentörl und läuft auf einem Rad- und Wanderweg, der auf einem ehemaligen Bahndamm angelegt ist, aus Donauwörth auf das freie Feld (Ried) hinaus.

Nach dem Stadtteil Felsheim kommt der Wanderer auf asphaltierten Wegen nach Wörnitzstein. Im Wohngebiet Wörnitzstein muss man unbedingt den kleinen Aufstieg (Kreuzweg) zur Kapelle auf dem Kalvarienberg nach oben laufen. Auf dem Hügel wird man von einem wunderschönen Blick auf Wörnitzstein und die Wörnitzbrücke belohnt. Nachdem man Wörnitzstein über die steinerne Wörnitzbrücke durchlaufen hat, kommt eine erste leichte Steigung durch ein Waldstück. Die Etappe verläuft jetzt durch typische Wälder- und Tälerlandschaften. In der Nähe eines Bauernhofes ist die Umleitung des Wegeverlaufs des Albsteigs gut ausgeschildert. Die Umleitung entwickelt sich allerdings viel mehr in einen Umweg; die gefühlten Wanderkilometer verdoppeln sich entlang einer Strecke am Waldrand. Die Erlösung kommt mit einem wunderschönen Blick auf die Harburg, die kostenlos besichtigt werden kann. Innerhalb der Burg kann man Verpflegung aufnehmen, falls der Weg weiter nach Mönchsdeggingen führt. Steckt die Umleitung zu stark in den Knochen empfiehlt sich an der Harburg der Abstieg direkt in Richtung Stadt Harburg oder gleich zum Bahnhof. Der Bahnhof liegt etwas außerhalb der Stadt Harburg an dem Stein- und Zementwerk der Märker Gruppe.

Der weitere Weg nach Mönchsdeggingen ist wenig spektakulär. Er führt auf breiten Wanderwegen über den Bocksberg zur Kreuzung Eisbrunn (Biergarten) direkt zum Kloster in Mönchsdeggingen. Innerhalb des Klosters in der Martinsklause kann der Wanderer sich stärken und günstig übernachten.

Wegstrecke:

Bahnhof Donauwörth – Donauwörth – Liebfrauenmünster – Käthe-Kruse-Puppenmuseum – Felsenhein – Wörnitzstein – Kapelle auf dem Kalvarienberg – Weiler „Obere Reismühle“ – Förderanlage im Steinbruch des Zementwerk Märker – Harburg – Schloss Harburg – Gaststätte Eisbrunn (Biergarten) – Kloster Mönchsdeggingen – Mönchsdeggingen