Wandern auf dem Martinusweg

MartinuswegDer Martinusweg ist ein Pilgerweg, der am 15. April 2011 eröffnet wurde. Er führt in einer Hauptstrecke und vier Nebenstrecken durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der Martinusweg ist an „The Saint Martin of Tours Route“, einem Kulturweg des Europarats, angeschlossen sowie eine Nebenstrecke zur Via Sancti Martini, die vom Geburtsort des Heiligen Martin von Tours im ungarischen Szombathely zu seiner Grablege im französischen Tours führt. Mit etwa 1.200 km gehört der Martinusweg zu den längsten zusammenhängenden Pilger- und Wanderwegen in Deutschland. Der Hauptweg führt von Tannheim nach Schwaigern und ist etwa 535 km lang. Wesentliche Kriterien für die Streckenführung dieses Pilgerwegs sind, innerhalb der Diözese ein Wegstück auf dem europäischen Martinusweg zu ermöglichen, und dabei die Martinskirchen und kirchlichen Einrichtungen, die im Geiste des Hl. Martin tätig sind, mit dieser Pilgeridee zu verknüpfen.

Um Belastungen der Natur zu vermeiden, basiert die Wegführung nach Möglichkeit auf bereits vorhandenen und eingeführten Wegen (z.B. Jakobuswege, Main-Donau-Bodensee-Weg oder Wege des Schwäbischen Albvereins). Damit der Martinusweg aber als eigenständiger Pilgerweg erkennbar ist, ist er mit einem eigenen Wegzeichen ausgeschildert, einem schmalen gelben Kreuz auf dunkelrotem Grund.

Die möglichen Etappen der Hauptstrecke:
01. Etappe: Tannheim - Ochsenhausen, 27 km
02. Etappe: Ochsenhausen - Biberach, 18 km
03a Etappe: Biberach - Schemmerhofen, 12 km
03b Etappe: Schemmerhofen - Burgrieden, 23 km
04. Etappe: Burgrieden - Ulm, 27 km
05a Etappe: Ulm - Erbach, 15 km
05b Etappe: Erbach - Ehingen, 16 km
06a Etappe: Ehingen - Zwiefalten, 32 km
06b Etappe: Ehingen - Zwiefalten, 41 km
07. Etappe: Zwiefalten - Trochtelfingen, 30 km
08. Etappe: Trochtelfingen - Hechingen, 32 km
09. Etappe: Hechingen - Rottenburg, 23 km
10. Etappe: Rottenburg - Herrenberg, 29 km
11. Etappe: Herrenberg - Böblingen, 22 km
12a Etappe: Böblingen - Weil der Stadt, 21 km
12b Etappe: Weil der Stadt - Leonberg, 21 km
12c Etappe: Leonberg - Stuttgart/Schlossplatz, 23 km
12d Etappe: Böblingen - Stuttgart/Schlossplatz, 26 km
13. Etappe: Stuttgart/Schlossplatz - Ludwigsburg, 23 km
14. Etappe: Ludwigsburg - Besigheim, 21 km
15a Etappe: Besigheim - Lauffen am Neckar, 25 km
15b Etappe: Lauffen am Neckar - Heilbronn, 13 km
16. Etappe: Heilbronn - Schwaigern, 15 km

Eine Grafik des Wegverlaufes finden Sie hier.

 

Martinusweg Etappe 14

 

MartinuswegDie 14. Etappe des Martinusweges verläuft von Ludwigsburg nach Besigheim und ist 21 km lang. Die Wandertour startet am Ludwigsburger Barockschloss, verläuft durch den Bietigheimer Forst und endet an der ev. Stadtkirche St. Cyriakus in Besigheim. Die Highlights der Tour sind die Ludwigsburger Schlösser und der Ausblick am Fürstenstand. Der Wanderweg ist meist befestigt und kann zu jeder Jahreszeit gelaufen werden.

Die Martinskirche in Großingersheim ist eine ehemalige Wehrkirche, die lange Zeit von einer hohen Mauer umgeben war. Diese Mauer wurde weitgehend entfernt. Sichtbare Wehrelemente sind im Turm und der ehemaligen Mantelmauer erhalten. Die unteren Turmstockwerke und die Südwand stammen aus dem 12. Jht. Der spätgotische Chor wurde um 1460 errichtet. Im Chor wurden bei einer Renovierung 1961/62 bedeutende Wandmalereien freigelegt, darunter eine monumentale Figurengruppe an der Nordwand, eine Evangelistengruppe im Kreuzgewölbe und ein großes Wandgemälde an der Südwand. Eine Besonderheit ist der in seiner Art einmalige Emporenaufgang aus Maßwerk an der Außenseite der evangelischen Kirche.

Die ev. Stadtkirche St. Cyriakus in Besigheim ist ein gotisches Kirchenbauwerk in Besigheim, dessen ältester Teil, der Chor, auf 1369 datiert ist und das auf ein älteres Vorgängerbauwerk zurückgeht. Die dem Heiligen Cyriakus geweihte Kirche wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut. Das bedeutendste Kunstdenkmal der Kirche ist der geschnitzte Hochaltar aus dem 16. Jht. Besonderes Schmuckstück der Kirche ist der aus Lindenholz geschnitzte Hochaltar im Chor, einer der größten und künstlerisch bedeutendsten Schnitzaltäre dieser Art. Er wurde zwischen 1520 und 1529 aufgestellt und hat eine Höhe von rund 13 m, seine Breite beträgt bei geschlossenen Flügeltüren 4 m, bei geöffneten Türen 7 m. Er zeigt bereits deutliche Stilelemente der Renaissance, wird jedoch insgesamt noch der Spätgotik zugeordnet.

Wegstrecke:
Ludwigsburg - Favorite-Park - Heiligenäcker - Seeschlossallee - Ruithhof - Eglosheim - Schloss Monrepos - Planetenweg - Golfanlage - Wilhelmshof - Brandholz - Groß-Ingersheim - Martinskirche - Bietigheimer Forst - Rodsträßle - Lusthaus - Fürstenkanzel - Husarenhof - Hart Wald - Waldspielplatz - Waldparkplatz Hartwald - Wartturm-Siedlung - Wartturm - Besigheim - Stadtkirche St. Cyriakus - (Bahnhof)