Schwäbische Westalb: Stetten am kalten Markt – Klarahöhle – Nusplingen – Thiergarten

 

Donau-Zollernalb-Weg LogoRund um Stetten am kalten Markt gibt es vier Rundwanderwege. Der schönste Rundwanderweg startet in der Ortsmitte von Stetten a. k. M. und führt ins Donautal nach Thiergarten. Die Highlights der Tour sind die Ausblicke ins Donautal und die Klarahöhle. Der 21 km lange Wanderweg verläuft auf befestigten und unbefestigten Wegen.

Stetten am kalten Markt (Stetten a. k. M.) ist eine Gemeinde und eine Ortschaft im Landkreis Sigmaringen. Überregional ist Stetten mit dem Truppenübungsplatz Heuberg, dem Lager Heuberg und der Alb-Kaserne als Militärstandort bekannt. Die Gesamtgemeinde Stetten am kalten Markt liegt auf einer Höhenlage zwischen 640 und 866 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde gehört zum ehemals badischen Teil des Heubergs und zum Naturpark Obere Donau. Durch den Stettener Ortsteil Storzingen fließt die Schmeie. Insbesondere im soldatischen Milieu trägt der Ort wegen seines berüchtigten Wetters den Spitznamen Stetten am kalten Arsch.

Die Kirche St. Mauritius in Stetten ziert eine der gewaltigsten barocken Altarschöpfungen der Region. Die heutige Pfarrkirche wurde am 9. Nov. 1631 eingeweiht. Als ihr Bauherr gilt Joachim der Jüngere, Freiherr zu Hausen und Stetten, der 1624 mit dem Bau begonnen hatte. Das Deckengebälk, das auf den Außenwänden auf Mauerschwellen aufliegt, stammt aus der Erbauungszeit um 1630. Die Turmfundamente der heutigen Kirche waren Chorraum einer Vorgängerkirche. Auch diese wurde durch die Herren von Hausen gefördert, ein Wappenschild der Herren von Hausen mit der Jahreszahl „1486“ lässt dies vermuten. Das Deckengebälk des alten Kirchenschiffs aus dem Jahr 1630 war im Auflagebereich zu 80 Prozent durch Hausschwamm geschädigt und musste 2010 ausgetauscht werden. Die Kirche mit barockem Glockenstuhl weist Treppen mit mittelalterlichen Keilstufen auf.

Die Garnison in Stetten besteht aus dem Lager Heuberg, der Alb-Kaserne und dem Truppenübungsplatz Heuberg. Stetten ist mit rund 2200 stationierten Soldaten einer der größten Bundeswehr-Standorte in Süddeutschland. Nach Angabe der Stadtverwaltung sind jährlich zusätzlich zu der Stamm-Garnison etwa 1300 Soldaten in Stetten gemeldet. Der Truppenübungsplatz wurde in den Jahren nach 1910 eingerichtet. Von 1945 bis 1959 stand er unter der Verwaltung der französischen Streitkräfte (FFA). Nach der Übernahme durch die Bundeswehr blieb jedoch ein Teil des Areals bis 1997 für die FFA reserviert.

Thiergarten liegt im Tal der Oberen Donau, rund 10 km westlich von Sigmaringen. Westlich von Thiergarten befindet sich zwischen Falkenstein und Mittelberg, als Umlaufberg, der frühere Donauverlauf – das „Buttenloch“ auf 670 m ü. NN – an dessen Ostteil im Anschluss an das Ortsende sich ein offen gelassener Steinbruch aus dem 19. Jh. befindet. Dieser wurde später durch die „Karlsruhe Steinwerke“ und in der Nachfolge durch die Firma „Schotterteufel“ betrieben. In den Nachkriegsjahren arbeiteten hier italienische Gastarbeiter.

Die Ortschaft Gutenstein liegt 604 Meter über Normalnull am Talhang einer Donauschleife zwischen Sigmaringen und Beuron, inmitten des Naturparks Obere Donau und des Durchbruchs der jungen Donau durch die südwestlichen Ausläufer der Schwäbischen Alb, am Rande des Heubergs. Gutenstein ist in den südlich der Donau gelegenen Kernort und die am nördlichen Ufer gelegene Siedlung Furtäcker gegliedert. Gutenstein ist umrahmt von voreiszeitlichen Felsen, denen anzusehen ist, wie die Natur die Durchbruchstäler des Flusses durch den Weißjura schaffte und wie einst alles von einem Jurameer umspült war, in dem sich Kalkriffe bildeten.

Wegstrecke:
Stetten am kalten Markt - Pfarrkirche St. Mauritius - Oberer Brühl - Am langen Rain - Katzenbühl - Oberers Kuttertal - Unteres Kuttertal - Unterkohltal - Klarahöhle - Ohler Felsen - Schauenburg - Falkensteinhöhle - Ruine Falkenstein - Steinbruch Thiergarten - Thiergarten - Donau - Gutenstein - Schloß Gutenstein - Hofstättle - Kreuzfelsen - Burghalde - Rabenfelsen - Hardthof - Beilenberg - Finstertäle - Sauäcker - Steinbühl - St. Martin / Dreikönig-Kapelle - Auf dem Berg (Berghäuser) - Stetten am kalten Markt - Schlossgarten

Wandern auf der Schwäbischen Westalb

Im Westteil der Schwäbischen Alb gibt es noch das Ursprüngliche: Von den über 100 noch erhaltenen Ruinen und Burgen stehen hier die meisten, so etwa die Burg Hohenzollern. Der preußische König mit Wurzeln im Schwäbischen ließ zwischen 1850 und 1867 den Stammsitz seiner mittelalterlichen Vorfahren wieder aufbauen. Ganz in der Nähe gelegen sind Haigerloch und Sigmaringen mit weiteren Prachtschlössern, die sich ehemals in preußischem Besitz befanden.

Im Westen geht bei Schwenningen die Schwäbische Alb allmählich in den Schwarzwald über, im Süden bildet die natürliche Grenze zu Oberschwaben die Donau. Die Oberschwäbische Barockstraße, die hier verläuft, macht auch einen Abstecher zum Münster Zwiefalten im Landkreis Reutlingen.

Die Donau als zweitlängster Fluss Europas mit Mündung im Schwarzen Meer weist hier zwei Besonderheiten auf: Bei Tuttlingen versickert sie und tritt kurz danach wieder zu Tag, bei Beuron bahnt sie sich ihren Weg durch ein schmales Tal mit steil abfallenden Klippen, genannt „Donaudurchbruch“. In der Nähe befindet sich auch eine der anschaulichsten keltischen Dokumentationsstätten Deutschlands: Die Heuneburg mit ihren Grabhügeln, dem Lehrpfad, Freilichtmuseum und archäologischer Ausstellung in Herbertingen-Hundersingen.

Doch die Schwäbische Alb hat noch mehr zu bieten: Städte wie Rottweil mit seiner Fasnet, Balingen mit dem Zollernschloss, Tübingen mit der romantischen Altstadt und Riesenangebot an Kultur, aber auch mittelalterliche Kleinstädte und Dörfer abseits vom großen Trubel. Ursprüngliche Landschaft mit Wacholderheiden und ausgedehnten Nutzflächen für die Landwirtschaft prägen das Bild.

Naturpark Obere Donau:

Der Naturpark Obere Donau liegt im Süden Baden-Württembergs und umfasst große Teile der Landkreise Tuttlingen, Sigmaringen, Zollernalb und Biberach. Das Schutzgebiet umfasst 1496 Quadratkilometer entlang der Donau und ihrer Nebenflüsse Bära und Lauchert zwischen Tuttlingen und Herbertingen. Es wird vom gleichnamigen eingetragenen Verein mit Sitz in Beuron verwaltet, wo der beeindruckendste Teil des Donaudurchbruchs durch die Schwäbische Alb erwandert werden kann.

Hohenzollernweg:

Der 225 km lange  Hohenzollernweg kann in 11 Etappen gelaufen werden.

Wandergenuss am Früchtetrauf:

Im Herzen Baden-Württembergs gelegen, ist der Landkreis Tübingen Teil der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaft Mitteleuropas, dem Schwäbischen Streuobstparadies. Auf den Premiumwegen am „Früchtetrauf“ kann die landschaftliche Vielfalt des Paradieses hautnah erlebt werden. Auf meist schmalen Pfaden und naturbelassenen Wegen, führen die Wander- und Spazierwanderwege durch artenreiche Streuobstlandschaften und Weinberge.

RW: Früchtetrauf Mössinger Dreifürstensteig, 13 km (07.10.18)
RW: Früchtetrauf Firstwaldrunde, 10 km
RW: Früchtetrauf Schönbuchspitzrunde, 8 km
Weitere Wandertouren in der Region Schwäbische Westalb:
RW: Durch zwei Täler bei Sigmaringen, 24 km (29.12.17)
RW: Balingen: Lochenstein-Hörnle- / Schafberg- / Roßwanger-Rundweg, 18 km (12.4.20)
RW: Hegaualb bei Tuttlingen: Alpenpanorama auf dem Witthoh, 13 km, (29.3.20)
RW: Hegaualb bei Tuttlingen: Honbergrunde „Zeitlos“, 13 km (29.3.20)
RW: Salmendinger Kapelle und Dreifürstenstein, 17 km (28.11.20)
RW: Haigerloch und Grosselfingen, 33 km (29.11.20)
RW: Owingen, Gruol, Heiligenzimmern, 30 km (6.2.21)
RW: Durch den "Schwäbischen Grand Canyon", 30 km (23.4.22)
RW: Oberes Donautal: Beuron – Knopfmacherfelsen – Wildenstein – Beuron, 26 km (3.7.22)
RW: Rundwanderung Lochen – Plettenberg bei Balingen, 13 km (6.5.23)
RW: Lochen – Plettenberg – Hörnle, 23 km (29.5.23)
RW: Zehn Tausender auf einen Streich, 27 km (4.6.23)
RW: Salmendinger Kapelle, Melchingen und Erpfingen, 21 km (18.12.23)
RW: Torfelsenweg in Meßstetten, 18 km (30.3.24)
RW: Stetten am kalten Markt – Klarahöhle – Nusplingen – Thiergarten, 21 km (27.4.24)
Nahe der Schwäbischen Westalb:
RW: Rottenburg und die Weilerburg, 12 km
RW: Rottenburg und die Heuberger Warte, 13 km
RW: Bierlingen, Starzeltal und Wachendorfer Schloss, 23 km (25.4.21)
SW: Palmbühl-Pilgerweg von Balingen nach Rottweil, 28 km (17.12.23)