Stuttgart: Brunnentour 2021

 

StuttgartWappenEinmal jährlich mache ich die Klassiker-Wandertour in Stuttgart: die Brunnentour. Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg ist eine Stadt der Brunnen. Stuttgart besitzt nach Budapest das größte Mineralwasser-aufkommen in Europa. 22 Millionen Liter sprudeln täglich aus verschiedenen Quellen und gelangen zum Teil auch in die Brunnen. Ein sichtbares Zeichen dieses natürlichen Reichtums stellen die weit über 250 Brunnen im Stadtgebiet dar. Die 7 km lange Wanderung durch die Stuttgarter Innenstadt startet und endet am Hauptbahnhof in Stuttgart. Der Wanderweg verläuft immer auf befestigten Wegen/Straßen.

Stuttgart-Mitte ist der innerste Stadtbezirk der Landeshauptstadt Stuttgart und liegt zwischen den Bezirken Stuttgart-Nord, -West, -Ost und -Süd. Der Stadtbezirk Stuttgart-Mitte liegt auf dem Grund des Stuttgarter Talkessels, dessen Rand durch die vier angrenzenden Bezirke in Hanglage gebildet wird. Mittelpunkt des Bezirks und der gesamten Landeshauptstadt ist die Königstraße, eine der längsten Fußgängerzonen Europas, entlang der die meisten namhaften Kaufhäuser und Geschäfte vertreten sind.

Repräsentatives Zentrum ist in der Mitte der Königstraße der Schloßplatz mit dem städtischen Kunstmuseum, dem Königsbau und dem Neuen Schloss. In direkter Nachbarschaft liegt der Schillerplatz mit dem Alten Schloss (Württembergisches Landesmuseum) und der Stiftskirche. Ein weiteres Zentrum, das frühere Zentrum der alten Stadt, ist der Marktplatz mit dem Rathaus.

Der Hans-im-Glück-Brunnen ist ein nach der gleichnamigen Märchenfigur benannter Brunnen in Stuttgart-Mitte. Der von Josef Zeitler zum Abschluss der Sanierung der Stuttgarter Altstadt geschaffene Brunnen in der Geißstraße wurde am 12. Mai 1909 eingeweiht. Er zeigt einen Bauernburschen mit Hut, Hemd, kurzer Jacke, Hose und Stiefeln, zwischen dessen Beinen ein vergoldetes Schwein steht. Zeitler gestaltete die Figur laut eigener Aussage nach einem Bauernburschen von den Fildern, dem er im Schlachthaus begegnet war.

Bauernbursche und Schwein stehen auf einem glockenförmigen Postament, an dem sich auch sechs kleine Enten befinden. Das Schwein und die Enten dienen als Wasserspeier, von denen das Wasser in eine runde, auf drei Beinen ruhende Brunnenschale fließt. Auf ihrem Rand erhebt sich ein schmiedeeisernes, reich mit Pflanzenformen verziertes Gitter. In ihm befinden sich sechs vergoldete Medaillons, die Szenen des Märchens Hans im Glück zeigen. Darüber befindet sich ein schmiedeeiserner Baldachin, dessen Spitze von einem vierblättrigen, vergoldeten Kleeblatt gekrönt wird.

Unterhalt und Betrieb des Hans-im-Glück-Brunnens werden von der Stadt Stuttgart, der Stiftung Stuttgarter Brünnele und sogenannten Brunnen-Paten finanziert. Er ist normalerweise von Mitte Mai bis Mitte September in Betrieb.

Wegstrecke:
Stuttgart - Hauptbahnhof - Lautenschlagerstraße - Börsenplatz - Börse Stuttgart - Renitenztheater - Hospitalkirche - Hospitalbrunnen - Büchsenstraße - Victoria-Brünnele - Pflasterbrunnen - Königsstraße - Fasnachtsbrunnen - Calwer Straße - Paulaner am alten Postplatz - Rotebühlplatz - Tagblattturm - Wasserspiel Hirschbuckel - Neue Brücke - Königsstraße - Stiftskirche - Sparkassenbrunnen - Pyramidenbrunnen - Schillerplatz - Schiller-Denkmal - Schloßkirche - Markthalle - Marktplatz - Martkbrunnen - Rathaus - Hegel-Haus - Torturm-Brunnen - Wilhelmsplatz - Sigmundbrunnen - Mädchen mit Taube Brunnen - Leonardskirche - Nachtwächterbrunnen - Pfarrstraße - Katharinenkirche - Marie-Juchacz-Platz - Schellenturm - Weberstraße - Charlottenplatz - Akademiegarten - Neues Schloss - Landtag - Eckensee - Staatstheater - Schillerdenkmal - Allegorie der Freude - Schlossgarten - Schlossplatz - Schlossplatzbrunnen - Königsstraße - Domkirche St. Eberhard - Pusteblumenbrunnen - Aquamodil - Pelikanbrunnen - Wasserfall am Schlossgartenhotel - Hauptbahnhof

Mittlere Schwäbische Alb: Lautertalrunde bei Donzdorf

 

MittlereSchwAlbDie Lautertalrunde bietet mit einer Gesamtlänge von über 26 km und insgesamt 726 m Höhenmetern eine anspruchsvolle Wanderung rund um das Lautertal und führt teils auf naturbelassenen und idyllischen Wegen auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb, durch ausgedehnte Laubwälder, vorbei an Streuobstwiesen, Heideflächen und malerisch gelegenen Stauseen. Die Wanderung startet und endet in der Dorfmitte von Donzdorf. Die Highlights der Tour sind das Schloss Donzdorf und die Aussichtspunkte Rötelstein und Messelstein. Der Wanderweg verläuft auf befestigten Wegen und Pfades.

Donzdorf liegt Tal der Donzdorfer Lauter, in einem Seitental des Filstals, auf 334 bis 749 Meter Höhe (höchste Erhebung: Messelstein), etwa 12 km von der Kreisstadt Göppingen entfernt. Das Stadtgebiet erstreckt sich vom Rehgebirge im östlichen Albvorland bis auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb im Süden.

Das Schloss Donzdorf mitten in der Stadt Donzdorf wurde 1568 im Auftrag Hans von Rechbergs zu Hohenrechberg zu Illeraichen-Scharfenberg erbaut. Der dreigeschossige Renaissance-Bau mit vier achteckigen Türmen wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrmals umgebaut. 1764 bis 1765 entstand südlich des Schlosses der Schlossgarten als barocke Gartenanlage. Anfang des 19. Jhs wurde dieser in seine heutige Gestalt als englischer Landschaftsgarten umgewandelt. In dem von einer Mauer umgebenen Park befindet sich vor dem Schlossteich eine Sonnenuhr. 1987 verkaufte Graf von Rechberg und Rothenlöwen das Schloss an die Stadt Donzdorf. Der Schlossgarten ist seit 1992 der Öffentlichkeit zugänglich. Seit Mai 1995 fungiert das Schloss als Verwaltungszentrum der Stadt Donzdorf. Im Erdgeschoss befindet sich das von einem Architekten aus Venedig im venezianischen Stil entworfene Schlossrestaurant mit einem historischen Gewölbesaal.

Der Messelberg ist ein 750 m hoher Berg der Schwäbischen Alb östlich von Donzdorf. Seine markante Form prägt und beherrscht die Umgebung. An der höchsten Stelle des Messelbergs springt eine zu Fuß leicht erreichbare Felsklippe in nordwestlicher Richtung aus dem bewaldeten Steilhang heraus, der Messelstein. Aus dessen exponierter Lage kann man bei klarer Sicht bis zum 130 km entfernten Schwarzwald blicken. Hier befindet sich eine kleine Burganlage sowie eine vorgeschichtliche Fundstelle, die als Kultplatz interpretiert wurde. Auf der Hochebene des Messelberges, 1,7 km südöstlich des Messelsteins, liegt der Flugplatz Donzdorf. Er wird von der Fliegergruppe Donzdorf betrieben. Westlich davon, direkt am Albtrauf, liegt ein Startplatz für Drachen- und Gleitschirmflieger.  

Die Burg Ramsberg steht auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Reichenbach unter Rechberg, die seit 1974 zu Donzdorf im Landkreis Göppingen gehört. Die Spornburg liegt samt Hofgut auf einem Höhenzug, einem der beiden südlich vorgelagerten Bergsporne des Rehgebirges. Auf dem anderen (westlichen) Ausläufer liegt die Burg Staufeneck. Ramsberg wurde etwa um 1200 erbaut. 1225 war sie vermutlich im Besitz des Ritters Ulrich von Plochingen, einem Verwandten von Ulrich II. und Konrad, genannt der Mönch von Rechberg.

Wegstrecke:
Donzdorf - St. Martinus - Schloßgarten - Simonsbach - Waldschenke - Im Missel - Unterweckerstell - St. Georg - Vogelhofsteig - Oberweckerstell - Oase der Ruhe - Rötelsteinweg - Rötelstein - Friedenskapelle - Messelberg - Messelstein - Langholz - Kapellenweg - Nenningen - Lauter - St. Martinus - Kirchstraße - Landgasthof Heldenberg - Heldenberg - Sommerhalde - Winzingen - Schloss Winzingen - St. Sebastian und Rochus - Feldhöfle - Reichenbach unter Rechberg - Gestüt Schloss Ramsberg - Golfclub Hohenstaufen - Lauter - Donzdorf - Freibad