Taubertal: Gamburg – Urphar – Wertheim – Bronnbach – Gamburg

 

TaubertalLogoDer zentrale Ausgangspunkt für Ausflüge im Lieblichen Taubertal ist der  Bahnhof Gamburg in Werbach. Die deutschen Mittelgebirge Spessart und Odenwald treffen hier aufeinander. Start und Ende der 28 km langen Rundwanderung ist die Schlupfe-Scheune in Gamburg nahe der Tauber. Die Highlights der Tour sind Burg Wertheim und das Kloster in Bronnbach. Der erste Teil des Weges von Gamburg nach Wertheim verläuft eher auf unbefestigten Wegen, der Rückweg auf befestigten Wegen.

Gamburg (im taubergründischen Dialekt Gammri) ist ein Ortsteil der Gemeinde Werbach im Main-Tauber-Kreis. Gamburg liegt im untersten engen Talabschnitt der Tauber, an einer ehemaligen Furt des Flusses und der Einmündung des Maisenbachs in die Tauber, landschaftlich zum Tauberland gehörig mit dem Übergang der Muschelkalkböden zu den Buntsandstein-Sedimenten. Politisch liegt Gamburg im Grenzland von Baden-Württemberg zu Bayern.

Die Gamburg ob der Tauber, heute offiziell Burg und Burgpark Gamburg, auch Burg Gamburg genannt, ist eine im 12. Jh. erbaute Gipfelburg in Gamburg, einem Ortsteil der Gemeinde Werbach. Die Höhenburganlag liegt direkt über Gamburg auf dem 242,5 m hohen Schlossberg oberhalb der Tauber. Der historische Begriff Oberes Schloss entstand zur Unterscheidung der von 1568/77 bis 1806/07 getrennten Herrschaft des Unteren Schlosses Gamburg. Die Burg befindet sich seit 1546 in Privateigentum und wird bewohnt.

Wertheim ist die nördlichste Stadt Baden-Württembergs, direkt an der Grenze zu Bayern, etwa 70 km südöstlich von Frankfurt am Main und 30 km westlich von Würzburg. Sie liegt in Tauberfranken und ist die zweitgrößte Stadt des Main-Tauber-Kreises und ein Mittelzentrum in der Region Heilbronn-Franken für die umliegenden Gemeinden. 

Die Kernstadt von Wertheim oberhalb der Taubermündung besteht bis heute aus mittelalterlichen Gassen und zahlreichen denkmalgeschützten Fachwerkhäusern und weiteren Kunst- und Baudenkmälern. Zentrum ist ein zur Kirche und Burg ansteigender Marktplatz. Die evangelische Stiftskirche ist die Hauptkirche der Stadt. Sehenswert sind auch der Engelsbrunnen und die spätgotische Kilianskapelle von 1472 mit dem „Wertheimer Affen“ als Allegorie der Eitelkeit. Die frühere Umfassung der Altstadt durch die Stadtmauer ist noch gut sichtbar, besonders deutlich an den Schenkelmauern, die zur Burg hinaufführen.

Die Burg Wertheim, hoch über der Altstadt Tauber und Main beherrschend gelegen, ist das Wahrzeichen der Stadt. Hinter einem Halsgraben nach Osten von einer hohen Mantelmauer gesichert steht von der Oberburg noch der Bergfried. Vom Palas neben einem Treppenturm und dem alten Wohnbau ist nur noch eine dreiteilige Fenstergruppe aus der Stauferzeit erhalten. Darunter steht die Ruine der Vorburg, die zur Wohnburg ausgebaut wurde. Der Archivbau über dem Torhaus stammt noch aus der Barockzeit. Bis ins 17. Jh. wurde der Grafensitz immer weiter ausgebaut. Durch eine Pulverexplosion wurden 1619 Teile der Burg und im Dreißigjährigen Krieg 1634 weitere Teile zerstört, die nicht wieder aufgerichtet wurden.

Das Kloster Bronnbach, ist eine 1151 gegründete ehemalige Zisterzienser-Abtei, die 326. des Ordens. Der Gebäudekomplex – im unteren Taubertal gelegen – befindet sich heute auf dem Gebiet der Stadt Wertheim im Weiler Bronnbach auf der Gemarkung der Ortschaft Reicholzheim. Das Kloster der Zisterzienser ging aus der nicht mehr lokalisierbaren Burg Bronnbach hervor. Seit 1986 ist das ehemalige Kloster Eigentum des Main-Tauber-Kreises. Heute sind verschiedene Institutionen in den Klostergebäuden untergebracht, seit 2000 auch eine Ordensniederlassung der Kongregation der Missionare von der Heiligen Familie.

Der heilige Bernhard von Clairvaux zeigte während seines Aufenthalts in Wertheim auf seiner Pilgerreise eines Tages nach einer Wildnis des Taubertals und sprach: „Auch dort wird ein Kloster meines Ordens gegründet werden.“ Noch zu seinen Lebzeiten ging diese Weissagung des berühmten Abtes in Erfüllung, weil einige fränkische Edelleute beschlossen hatten, ein Zisterzienserkloster zu stiften. Als sie hierfür im stillen Taubertal einen geeigneten Platz suchten, erhoben sich plötzlich aus jener Gegend drei weiße Lerchen, ihr Morgenlied zwitschernd. Die Stifter erblickten hierin einen Fingerzeig Gottes und bauten an der so bezeichneten Stelle die Abtei Bronnbach. In das Wappen derselben wurde eine der Lerchen aufgenommen. Sie ruht auf den Händen des Jesuskindes, das auf dem Schoß seiner Mutter sitzt.

Wegstrecke:
Gamburg - Schlupfe-Scheune - Tauber - Sühnekreuz - Vierzehn-Heiligen-Kapelle - alter Steinbruch - Neuberg - Klosterhöhe - Urphar - Jakobskirche - Wertheim - Tauberbrücke - Burg Wertheim - Oberer Haag - Borkenrain - Reicholzheim - Edelberg - Bronnbacher Josefsberg - Kloster Bronnbach - Klosterkirche Maria Himmelfahrt - Wasserkraftwerk Bronnbach - Bauernwaldhütte - Neuberg - Hahnenbürglein - Vierzehn-Heiligen-Kapelle - Gamburg

Wandern im Taubertal

TaubertalDurch das „Liebliche Taubertal“ sind 30 Rundwandertouren durch malerische Landschaften und romantische Plätze ausgewiesen. Zwei Touren führen in die Nachbarregionen Hohenlohe und Odenwald.

Neben den Rundwanderwegen gibt es auch noch den Panoramaweg Taubertal als Streckenwanderung, welcher seit 2012 als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgewiesen ist. Der Panoramawanderweg Taubertal, der von Rothenburg o.d.Tauber bis Freudenberg am Main führt, ist in fünf Etappen unterteilt und führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Taubertals. Die Etappen sind zwischen 21 und 31 Kilometer lang. Die Wanderungen gehen durch das Tal der Mühlen, zu Schlössern, Wald und Wein, zu Madonnen und Terrassen im Buntsandstein bis zu den malerischen Burgruinen, die den Main säumen.

Eine weitere Streckenwanderung ist der Jakobsweg Odenwald-Main-Taubertal. Er schließt in Miltenberg am Main an den Jakobspilgerweg von Colmar über Aschaffenburg an und führt auf 170 km durch das „Liebliche Taubertal“ mit seinen Wäldern, Streuobstwiesen und Weinbergen, bis er vor den Toren Rothenburgs auf den Fränkisch-Schwäbischen Jakobspilgerweg trifft. Die einzelnen Tagestouren umfassen zwischen 15 und 27 km und führen zum Großteil auf dem Panoramawanderweg Taubertal und den bekannten Wanderwegen, wie dem Europäischen Fernwanderweg E8, dem Mainwanderweg sowie dem Main-Donau-Weg.

Die 30 Rundwanderwege sind von Nord nach Süd sortiert:
LT1 - Zu den Heunesteinen, 14 km (11.10.20)
LT2 - Qualitätsweg Romantisches Wildbachtal, 17 km (11.10.20)
Wanderung Nr. 3 - Wein und Glaube
Wanderung Nr. 4 - Schönert
Wanderung Nr. 5 - Ins Erfatal
Wanderung Nr. 6 - Wasser.Wein.Weite
Wanderung Nr. 7 - Muschelkalk und Orchideen
Wanderung Nr. 8 - Ins Welzbachtal
Wanderung Nr. 9 - Über das hohe Bild zur Schutzengelkapelle
Wanderung Nr. 10 - Diestelhäuser Bierwanderweg
Wanderung Nr. 11 - Zum Doppeloktogon
Wanderung Nr. 12 - Bildstöcke und Wegkreuze
Wanderung Nr. 13 - Kloster, Kirchen, Fachwerk
Wanderung Nr. 14 - Südlicher Kapellenrundwanderweg
Wanderung Nr. 15 - Durch den Bürgerwald ins Wolfental
Wanderung Nr. 16 - Durchs Ursbachtal
Wanderung Nr. 17 - Kur und Wein
Wanderung Nr. 18 - Rund um den Tauberberg
Wanderung Nr. 19 - Grünkern und Streuobstwiesen
Wanderung Nr. 20 - Herbsthäuser Bierwanderweg
Wanderung Nr. 21 - Zum Jagsttalblick
Wanderung Nr. 22 - Edelobst und Wein
Wanderung Nr. 23 - Renaissance und Steinriegel
Wanderung Nr. 24 - Vorbach
Wanderung Nr. 25 - Sonnenuhren und Brücken
Wanderung Nr. 26 - Zur St. Kunigunde
Wanderung Nr. 27 - Hasennestle und keltisches Oppidum
Wanderung Nr. 28 - Tilman Riemenschneider und Münsterseen
Wanderung Nr. 29 - Geschichte pur
Wanderung Nr. 30 - Keltische Wurzeln
Der Panoramaweg Taubertal in fünf Etappen:
1. Etappe Rothenburg o.d.T. - Creglingen
2. Etappe Creglingen - Bad Mergentheim
3. Etappe Bad Mergentheim - Tauberbischofsheim
4. Etappe Tauberbischofsheim - Wertheim
5. Etappe Wertheim - Freudenberg
Die Etappen des Jakobsweg:
1. Etappe Miltenberg - Boxtal
2. Etappe Boxtal - Wertheim
3. Etappe Wertheim - Gamburg
4. Etappe Gamburg - Tauberbischofsheim
5. Etappe Tauberbischofsheim - Lauda
6. Etappe Lauda - Markelsheim
7. Etappe Markelsheim - Niederstetten
8. Etappe Niederstetten - Creglingen
9. Etappe Creglingen - Rothenburg o.d.T.
Wandertouren im Wanderführer „Lieblingstouren“ von Dieter Buck:

Rundwanderung: Lieblingstour Nr. 2: Vom Park zur Ruine, 10 km (19.4.14)

Weitere Wandertouren im Lieblichen Taubertal:
Rundwanderung: Tauberschwarzweg bei Lauda-Königshofen, 16 km (29.3.18)
Rundwanderung: Gamburg – Urphar – Wertheim – Bronnbach – Gamburg, 28 km (3.7.21)