Wandern im Taubertal

TaubertalDurch das „Liebliche Taubertal“ sind 30 Rundwandertouren durch malerische Landschaften und romantische Plätze ausgewiesen. Zwei Touren führen in die Nachbarregionen Hohenlohe und Odenwald.

Neben den Rundwanderwegen gibt es auch noch den Panoramaweg Taubertal als Streckenwanderung, welcher seit 2012 als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgewiesen ist. Der Panoramawanderweg Taubertal, der von Rothenburg o.d.Tauber bis Freudenberg am Main führt, ist in fünf Etappen unterteilt und führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Taubertals. Die Etappen sind zwischen 21 und 31 Kilometer lang. Die Wanderungen gehen durch das Tal der Mühlen, zu Schlössern, Wald und Wein, zu Madonnen und Terrassen im Buntsandstein bis zu den malerischen Burgruinen, die den Main säumen.

Eine weitere Streckenwanderung ist der Jakobsweg Odenwald-Main-Taubertal. Er schließt in Miltenberg am Main an den Jakobspilgerweg von Colmar über Aschaffenburg an und führt auf 170 km durch das „Liebliche Taubertal“ mit seinen Wäldern, Streuobstwiesen und Weinbergen, bis er vor den Toren Rothenburgs auf den Fränkisch-Schwäbischen Jakobspilgerweg trifft. Die einzelnen Tagestouren umfassen zwischen 15 und 27 km und führen zum Großteil auf dem Panoramawanderweg Taubertal und den bekannten Wanderwegen, wie dem Europäischen Fernwanderweg E8, dem Mainwanderweg sowie dem Main-Donau-Weg.

Die 30 Rundwanderwege sind von Nord nach Süd sortiert:
Wanderung Nr. 1 - Zu den Heunesteinen
Wanderung Nr. 2 - Qualitätsweg Romantisches Wildbachtal
Wanderung Nr. 3 - Wein und Glaube
Wanderung Nr. 4 - Schönert
Wanderung Nr. 5 - Ins Erfatal
Wanderung Nr. 6 - Wasser.Wein.Weite
Wanderung Nr. 7 - Muschelkalk und Orchideen
Wanderung Nr. 8 - Ins Welzbachtal
Wanderung Nr. 9 - Über das hohe Bild zur Schutzengelkapelle
Wanderung Nr. 10 - Diestelhäuser Bierwanderweg
Wanderung Nr. 11 - Zum Doppeloktogon
Wanderung Nr. 12 - Bildstöcke und Wegkreuze
Wanderung Nr. 13 - Kloster, Kirchen, Fachwerk
Wanderung Nr. 14 - Südlicher Kapellenrundwanderweg
Wanderung Nr. 15 - Durch den Bürgerwald ins Wolfental
Wanderung Nr. 16 - Durchs Ursbachtal
Wanderung Nr. 17 - Kur und Wein
Wanderung Nr. 18 - Rund um den Tauberberg
Wanderung Nr. 19 - Grünkern und Streuobstwiesen
Wanderung Nr. 20 - Herbsthäuser Bierwanderweg
Wanderung Nr. 21 - Zum Jagsttalblick
Wanderung Nr. 22 - Edelobst und Wein
Wanderung Nr. 23 - Renaissance und Steinriegel
Wanderung Nr. 24 - Vorbach
Wanderung Nr. 25 - Sonnenuhren und Brücken
Wanderung Nr. 26 - Zur St. Kunigunde
Wanderung Nr. 27 - Hasennestle und keltisches Oppidum
Wanderung Nr. 28 - Tilman Riemenschneider und Münsterseen
Wanderung Nr. 29 - Geschichte pur
Wanderung Nr. 30 - Keltische Wurzeln
Der Panoramaweg Taubertal in fünf Etappen:
1. Etappe Rothenburg o.d.T. - Creglingen
2. Etappe Creglingen - Bad Mergentheim
3. Etappe Bad Mergentheim - Tauberbischofsheim
4. Etappe Tauberbischofsheim - Wertheim
5. Etappe Wertheim - Freudenberg
Die Etappen des Jakobsweg:
1. Etappe Miltenberg - Boxtal
2. Etappe Boxtal - Wertheim
3. Etappe Wertheim - Gamburg
4. Etappe Gamburg - Tauberbischofsheim
5. Etappe Tauberbischofsheim - Lauda
6. Etappe Lauda - Markelsheim
7. Etappe Markelsheim - Niederstetten
8. Etappe Niederstetten - Creglingen
9. Etappe Creglingen - Rothenburg o.d.T.
Wandertouren im Wanderführer „Lieblingstouren“ von Dieter Buck:

Rundwanderung Lieblingstour Nr. 2: Vom Park zur Ruine, 10 km

Weitere Wandertouren im Lieblichen Taubertal:

Rundwanderung Tauberschwarzweg bei Lauda-Königshofen

Liebliches Taubertal: LT 9 Über das hohe Bild zur Schutzengelkapelle

 

TaubertalLogoDie Rundwanderung „LT 9 Über das hohe Bild zur Schutzengelkapelle“ verläuft nahe Königheim (nicht Königsheim) bei Tauberbischofsheim. Der abwechslungsreiche Wanderweg durch Weinberge, Feldlagen mit herrlichen Aussichten und ausgedehnten Wäldern ist 15 km lang. Start- und Ziel der Rundwanderung ist der Kirchplatz in Königheim. Der Wanderweg verläuft meist auf befestigten Wegen.

Das „Hohe Bild“ steht an der alten Pilgerstrecke zum Wallfahrtsort Walldürn und besteht aus einem Bildstock, einem Feldkreuz und einer mächtigen Eiche.

Gissigheim wurde vermutlich bereits im 6. Jhd. als fränkische Siedlung gegründet, worauf die Namensendung „heim“ schließen lässt. Im Jahre 1013 wurde das Dorf erstmals urkundlich als „Gissinkein“ in einem Grundbuch des Klosters Amorbach, einem Benediktinerkloster, erwähnt. Am 1. Januar 1972 wurde Gissigheim in die Gemeinde Königheim eingegliedert.

Die Schutzengelkapelle ist eine im Jahre 1712 erbaute barocke Kapelle in Gissigheim im Main-Tauber-Kreis. Sie gehört zur Seelsorgeeinheit Königheim im Dekanat Tauberbischofsheim. Die Kapelle wurde im Jahre 1712 durch das Gissigheimer Adelsgeschlecht von Bettendorf als herrschaftliche Gruft erbaut. Der Sohn des Erbauers widmete die Kapelle aus Dankbarkeit für seine Befreiung aus türkischer Gefangenschaft den heiligen Schutzengeln. Das Wappen der Bettendorfs ist heute noch auf dem barocken Altar zu sehen. Ein großes Weihnachtsbild in der Kapelle stammt aus der alten Pfarrkirche. Es wurde 1683 von Johann Paul Codomann gemalt. Die Schutzengelkapelle gehört zur Seelsorgeeinheit Königheim, die dem Dekanat Tauberbischofsheim des Erzbistums Freiburg zugeordnet ist. Die Schutzengelkapelle in Gissigheim verfügt über eine historische Glocke aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Glocke hängt in einem Holzbockstuhl in einem hölzernen Dachreiter. Die Glocke verfügt über keinen Uhrenschlag.

Der Brehmbach ist ein über 18 km langer Bach, der bei Tauberbischofsheim von links und Westen in die untere Tauber mündet. Das Bestimmungswort des Gewässernamens geht auf das althochdeutsche Wort „breme“ zurück, das Brombeere bedeutet. Der Bachname hat – wie das Grundwort Bach selbst und seine vielen anderen Zusammensetzungen – in der Mundart des durchlaufenen taubergründischen Dialektgebiets das weibliche Geschlecht.

Wegstrecke:
Königheim - Kirchplatz - Kachelberg - Blick ins Brehmbachtal - Hemmental - Hansenberg - Gissigheim - Schutzengelkapelle - Brehmbach - Willentalgraben - Eichenhölzle - Weikerstetten - Hohes Bild - Kirchberg - Königheim - Pfarrkirche St. Martin