Abendliche Stadtwanderung in Bietigheim-Bissingen

 

Bietigheim WappenAn einem Tag mit viel Regenwetter ergab sich abends noch ein zweistündiges Zeitfenster für eine 10 km lange Runde an meinem Wohnort. Die Rundwanderung startet und endet am Viadukt in Bietigheim-Bissingen. Die Highlights der Tour sind die Bietigheimer Innenstadt und der Weg auf Bietigheim zu – mit Sonnenuntergang im Hintergrund. Der Wanderweg verläuft auf befestigten Wegen.

Bietigheim-Bissingen an der Enz ist Große Kreisstadt, die etwa 20 km nördlich von Stuttgart und 20 km südlich von Heilbronn liegt. Sie ist mit über 43.000 Einwohnern nach Ludwigsburg die zweitgrößte Stadt im Landkreis Ludwigsburg.

Der Bietigheimer Eisenbahnviadukt, das Wahrzeichen der Stadt, wurde zwischen April 1851 und Oktober 1853 von Karl Etzel zusammen mit A. Beckh im Stil eines römischen Aquäduktes errichtet. Über den Viadukt verläuft die Westbahn Bietigheim–Bruchsal. Neben dem Bahnhof Bietigheim-Bissingen steht das rund 70 Meter hohe Sky-Hochhaus.

Das Rathaus der Stadt Bietigheim (bis Ende 1974), bzw. der vereinigten Stadt Bietigheim-Bissingen (seit 1975) wurde 1507 erbaut. Seit dem 18. Jh. ist es auf der Vorderseite mit einer Kunstuhr ausgestattet, die über eine astronomische Anzeige über der bürgerlichen Uhr verfügt, mit deren Scheibe die aktuelle Mondphase angezeigt werden kann. Das 1546 erbaute Bietigheimer Schloss wurde im Zeitraum von 2000 bis 2002 komplett renoviert. Es beherbergt heute neben der Musik- und Volkshochschule auch diverse Veranstaltungsräume und eine Gaststätte.

Insgesamt wird die Altstadt durch eine Vielzahl an Fachwerkhäusern geprägt. Neben dem bereits erwähnten Hornmoldhaus sind die Lateinschule (erbaut 1476) und das Physikat (erbaut 1568) hervorzuheben. Durch Bietigheim-Bissingen führt die Deutsche Fachwerkstraße, die von der Elbe bis an den Bodensee reicht.

Als württembergisches Amtsschloss diente das ab 1506 errichtete Bietigheimer Schloss. Der Bau war eine Folge der Erhebung Bietigheims zur württembergischen Amtsstadt. 1542 erfolgte der Ausbau in der heute vorhandenen Größe. Nach einem Brand im Jahre 1707 wurde das Schloss in den folgenden fünf Jahren wiedererrichtet. In der Zeit vom 19. Jh. bis zur Jahrtausendwende befand sich das Finanzamt im Schloss. Nach der vier Jahre dauernden Sanierung (2000–2003) dient es heute als Kulturhaus.

Das einzige bis heute erhaltene von ehemals vier Stadttoren ist das Untere Tor, das gegen Ende des 14. Jhs erbaut wurde. Es handelte sich, wie beim Pulverturm, ursprünglich um eine offene Schalenturm-Konstruktion, die aber um 1500 durch eine Fachwerkwand geschlossen wurde. Im 16. Jh. wurde eine Dachlaterne mit Glöckchen installiert, um den Bewohnern der Stadt den allabendlichen Torschluss verkünden zu können. Die heute vorhandenen seitlichen Fußgängertore ersetzen seit Beginn der 1930er Jahre die ehemaligen Schießscharten. Die Inschrift auf der äußeren Seite des Tores lautet: „Hie gut Wirtemberg allweg“.

Metterzimmern liegt etwa 10 km nordwestlich der Kreisstadt Ludwigsburg über einem Südhang links der Metter, die aus dem Stromberg kommt und in Bietigheim in die Enz mündet. Nachbargemeinden waren Löchgau im Norden und im Uhrzeigersinn Besigheim, Bietigheim, Bissingen, Untermberg, Groß- und Kleinsachsenheim. Das Dorf befindet sich in Spornlage auf einer fruchtbaren, teils lößbedeckten Hochterrasse, die im Süden von der Metter und im Norden und Osten vom hier in die Metter mündenden Altenbach begrenzt wird. Das teils bewaldete Altenbachtal ist Naturschutzgebiet. Am Südhang zur Metter prägen noch Weinberge das Landschaftsbild, ansonsten Äcker, Streuobstwiesen und Sozialbrachen.

Das älteste noch erhaltene Gebäude ist der Klosterhof aus dem Jahre 1599. Sehenswert ist auch das Haus am Gallbrunnen, ein 1983 restauriertes Bauernhaus aus dem beginnenden 17. Jh. Das Rathaus von 1809 verlor durch die 1930 erfolgte Eingemeindung seine Funktion. Die Jugendstil-Kirche St. Michael wurde 1906 eingeweiht.

Wegstrecke:
Bietigheim - Im Aurain - Enz-Viadukt - Alte Enzbrücke - Hauptstraße - Rathaus - Hexenwegle - Turm der grauen Pferde - Lug - Abendberg - Lettengrubenweg - Krummerweg - Talweg - Löchgauer Tal - Grill- und Spielplatz - Metternzimmern - Panoramaweg - Bietigheim - Kreuzäcker - Ellental - EgeTrans Arena - Fischerpfad - Wobachstraße - Viadukt

Stadtwanderung Bietigheim-Bissingen

 

Bietigheim WappenBietigheim-Bissingen liegt im mittleren Neckartal zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und Heilbronn, unweit der Einmündung der Enz in den Neckar. Diese 13 km lange Rundwanderung führt durch alle Bietigheimer Stadtteile (Bissingen, Metternzimmer, Untermberg). Die Highlights der Wanderung sind die Ruine Altsachsenheim, der Panoramaweg und die Bietigheimer Innenstadt. Der Wanderweg verläuft ausschließlich auf befestigten Wegen. Die Tour könnte auch mit dem Fahrrad gefahren werden.

In das, von sanften Hügeln, Wäldern und Weinbergen geprägte Umland fügt sich die über Jahrhunderte gewachsene historische Innenstadt Bietigheims mit ihrem überwiegend mittelalterlichen Gepräge ein. Von besonderem Interesse ist das 1507 erbaute Rathaus, das Stadtmuseum Hornmoldhaus (welches mit seinen prächtigen Innenmalereien und dem herrlichen Zierfachwerk zu den bedeutendsten Renaissancegebäuden Süddeutschlands zählt) und die Lateinschule, die zusammen ein stadtbildprägendes Ensemble darstellen. Der Wanderweg führt u.a. zum Neuen Schloss, der Stadtkirche, der Kelter und dem Unteren Tor, dem einzigen noch erhaltenen Zugang der früheren Stadt. Über die teilweise begehbare Stadtmauer, die gleichzeitig einen herrlichen Blick auf das 1853 erbaute Enzviadukt eröffnet, erreicht man den Japangarten.

In der historischen Innenstadt Bietigheims, aber auch in den anderen Stadtteilen, gehören Skulpturen zum vertrauten Stadtbild. Werke bedeutender Bildhauer mit den Namen „Schwätzweiber, Flößer, Ku(h)riosum, Turm der grauen Pferde“ machen neugierig.

Ca. 26.500 Arbeitsplätze in Klein-, Mittel- und Großbetrieben sind die Grundlage für die Wirtschaftskraft der Stadt. Die Stadt besitzt, auch dank der überdurchschnittlich ausgeprägten Infrastruktur, einen hohen Wohn- und Freizeitwert.

Altsachsenheim ist die Ruine einer Höhenburg auf der Gemarkung der Stadt Sachsenheim. Die Ruine der Burganlage liegt an der Hangkante der Hochebene über dem Ort Untermberg. Die Südwand der Kernburg steht exakt auf der Markungsgrenze von Großsachsenheim und Untermberg, was auf einen Zuerwerb Untermberger Winzer nach der Aufgabe der Burg schließen lässt. Westlich der Burg führt ein steiler Hohlweg vom Burgweiler Egartenhof in einer „Klinge“ nach Untermberg hinunter. Die Lage über dem Enztal ermöglichte es den Burgherren, Zölle von Flößern und Fuhrleuten zu erheben. Das auf ursprünglich Remminger Markung errichtete Untermberg gehörte bis 1953 zur Stadt Großsachsenheim, wurde dann aber in die Gemeinde Bissingen an der Enz eingegliedert und kam mit dieser im Rahmen der Gemeindereform 1975 zur heutigen Stadt Bietigheim-Bissingen. Die Burgruine Altsachsenheim wurde somit von Untermberg getrennt, blieb also bei Großsachsenheim, das im Rahmen der Gemeindereform in der heutigen Stadt Sachsenheim aufging. 

Wegstrecke:
Bietigheim - Bahnhof - Langwiesenweg - Rommelmühle - Bissingen - Rathaus Bissingen - Kilianskirche - Jahnstraße - Flößerstraße - Untermberg - Egartenhof - Burgruine Altsachsenheim - Panoramaweg - Mühlsteige - Metter - Metterzimmern - Altenbach - Bietigheim - Innenstadt - Rathaus - Hexengässle - Alte Enzbrücke - Bürgergarten - Wobachstraße - Bahnhof