Wandern im Naturpark Stromberg-Heuchelberg

NaturparkStrombergDer 1980 gegründete Naturpark Stromberg-Heuchelberg ist ca. 330 km² groß und Teil der Landkreise Ludwigsburg, Heilbronn, Karlsruhe und Enzkreis, wobei der Landkreis Ludwigsburg den größten Anteil hat. Der eher kleine Naturpark (einer von sechs Naturparks in BW) ist geprägt durch die beiden Höhenzüge Stromberg und Heuchelberg. Geologisch gehört der Naturpark zum Keuperbergland und besteht demzufolge aus Keuperschichten, die aus Löss- und Muschelkalkböden herausragen. Der Keuperboden speichert Wärme, so dass die südlichen Hänge des Strombergs gut für den Anbau württembergischer Weine geeignet sind.

Oft wird das Erscheinungsbild der Landschaft im Naturpark mit einer Hand verglichen. Schaut man sich das Landschaftsbild aus der Luft an, so kann man tatsächlich erkennen, wie sich die verschiedenen Höhenzüge fingerförmig von Ost nach West erstrecken. Der Name des Naturparks verleitet dazu im Stromberg und Heuchelberg die höchsten Erhebungen des Gebiets zu vermuten, und sie für die Taufpaten des Naturparks zu halten. Nun, die Taufpaten waren beide „Berge“ zweifelsohne, aber auf einer Karte sucht man vergebens nach einem Gipfel mit gleichem Namen. Stattdessen ist mit 477 m der Baiselsberg die höchste Erhebung.

Übersichtskarte über die Naturparks in BW:

StrombergHeuchelbergÜbersicht

 

 

 

 

 

Durch den Naturpark führen zahlreiche Wanderwege:

  • Eppinger Linienweg: die bekannteste Wanderung durch den Naturpark, 40 km
  • Waldenserweg: kulturhistorischer Wanderweg der die Geschichte der Waldenser und Hugenotten beschreibt, 25 km
  • Baiselsberg/ Hamberger See: Zwei Seen, eine Klosterruine und die Besteigung des Baiselsberg sind die Höhepunkte dieser Wanderung, 13 km
  • Freudental/ Michaelsberg: Diese Wanderung führt vorbei an steinernen Zeugen königlich württembergischer Vergangenheit hin zum Michaelsberg, 15 km
  • Freudental/ Wolfstein: Diese abwechslungsreiche Wanderung führt durch Wald und Weinberge vorbei an einer Vielzahl verschiedener Denkmäler, 14 km
  • Heiligenbergsee/ Füllmbenbacher Hof: Die am Heiligenbergsee startendende Wanderung führt zu Mammutbäumen und einem Bannwald, 14 km
  • Schützingen/ Füllmenbacher Hof: Spannende botanische Wanderung, die zu den Blühplätzen einer Vielzahl unterschiedlicher Orchideenarten führt, 13 km
  • Seewaldseen/ Eselsburg: Bei den Seewaldseen startende Wanderung über den Hamberger See zur Eselsburg, 15 km
  • Spielberg/ Michaelsberg: Eine Panoramawanderung mit vielen Ausblicken in das Kirbachtal und das Zabergäu, 13 km
  • Spielberg/ Ruine Blankenhorn: Höhepunkte dieser Wanderung sind die Ruine Blankenhorn und die historische Weinlandschaft bei Ochsenberg, 12 km
  • Schlierkopf/ Katzenbachstausee: Diese Wanderung führt vom Schlierkopf zum Katzenbachstausee durch den Bannwald Sommerberg, 17 km
  • Schützingen/ Gündelbach: Wanderung vom malerischen Weindorf Schützingen über einsame Waldpfade nach Gündelbach, 16 km
  • Ochsenbach/ Weißer Steinbruch: Die Wanderung führt von Ochsenbach durch das Kirbachtal zum Weißen Steinbruch, 14 km
  • Diefenbach/ Füllmenbacher Hof: Wunderschöne Wanderung durch Streuobstwiesen zum orchideenreichen Naturschutzgebiet Füllmenbacher Hofberg, 10 km
  • Diefenbach/ Sternenfels: Vorbei an Skulpturen, Geologischen Fenstern und Mammutbäumen zum Sternenfelser Schlossbergturm, 12 km
  • Horrheim/ Gündelbach: Rundwanderung über Hambacher See, 16 km

Vom Schwäbischen Albverein gibt es in der Reihe Natur-Heimat-Wandern ein Buch zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg. In diesem Buch (4. Auflage) sind ausführlich 50 Rundwanderungen und 10 Streckenwanderungen quer durch den Naturpark beschrieben.

Hier eine Auswahl von Rundwandertouren im Naturpark:
Rundtour 36, um Mühlacker, 21 km
Rundtour 7b, um Bönnigheim und den Michaelsberg, 21 km
Rundtour 48, um Schwaigern, 19 km
Rundtour 50, um Bad Wimpfen, 22 km
Rundtour 16, um Brackenheim, 28 km
Weitere Rundwanderungen sind im Wanderführer „Lieblingstouren“ von Dieter Buck beschrieben:
Rundwanderung Lieblingstour Nr. 12: Die Stute des Königs, 15 km
Rundwanderung Lieblingstour Nr. 8: Burg Neipperg, 9 km
Im Rother Wanderführer „Kraichgau“ aus dem Jahre 2016 sind 50 erlebnisreiche Rundwanderungen aufgeführt, u.a.
Rundtour 02, von Rauenberg nach Östringen, 28 km
Rundtour 03, von Sinsheim durchs Ilvesbachtal, 18 km
Rundtour 04, rund um Neckarbischofsheim, 15 km
Rundtour 07, Schlösserrunde um Gemmingen, 22 km
Rundtour 09, von Odenheim zur St. Michaelskapelle, Tiefenbach, 17 km
Rundtour 10, von Mingolsheim nach Unteröwisheim, 27 km
Rundtour 11, von Münzesheim nach Menzingen, 19 km
Rundtour 13, von Heidelsheim zur Michaelskapelle, 24 km
Rundtour 14, vom Fischerheim Grötzingen nach Weingarten, 13 km
Rundtour 15, von Bretten nach Nußbaum, 20 km
Rundtour 17, von Knittlingen nach Maulbronn, 17 km
Rundtour 19, von Maulbronn zum Eichelberg, 20 km
Rundtour 20, von Lienzingen nach Illingen, 12 km
Rundtour 21, von Zaisersweiher ins Streitenbachtal, 14 km
Rundtour 23, rund um den Stausee Ehmetsklinge, 9 km
Rundtour 24, vom Mühlbacher See nach Kürnbach, 14 km
Rundtour 38, an der großen Enzschleife, 9 km
Rundtour 39, rund um Hochdorf, Keltenspuren, 12 km
Rundtour 40, von Enzweihingen nach Unterriexingen, 17 km
Rundtour 41, von Unterriexingen nach Markgröningen, 14 km
Rundtour 42, von Großsachsenheim nach Unterriexingen, 17 km
Rundtour 44, von Großingersheim auf den Kreuzberg, 18 km
Rundtour 46, von Nordheim nach Lauffen, 14 km
Rundtour 49, von Bad Wimpfen zur Burg Guttenberg, 21 km
Rundtour 50, von Neckarmühlbach nach Neckarzimmern, 17 km
Weitere Wandertouren im Kraichgau:
Pfinztal: Pfinztaler Dreihäuserweg, 21 km (12.11.16)
Berghausen: Rund um Pfinztal, 21 km (06.11.16) 
Oberderdingen: OD1 Amthof, 16 km (23.05.19)
Eppingen: Große Runde um den Ottilienberg, 15 km (5.7.19)
Im Outdoorportal „Outdooractive.com“ sind folgende Wandertouren im Kraichgau und im Naturpark Stromberg-Heuchelberg beschrieben:
RW: Enzschleifentour: Schwierigkeit: mittel, 17 km

RW: Kirbachtal-Runde, 16 km

SW: Sachsenheimer Weg: Schwierigkeit: mittel, 26 km

Bietigheim-Bissinger Rundwanderweg Nr. 1, 7 km

Bietigheim-Bissinger Rundwanderweg Nr. 2, 20 km
3B-Land-Wanderung: Von den Enztalflößern zu den Glemsmüllern: 19 km
Großer Rundwanderweg um die Kirschen- und Weinorte Unteröwisheim und Oberöwisheim an der Badischen Weinstraße im Kraichgau "Hohlwege und Bärlauch": Schwierigkeit: mittel, Strecke: 18 km

Über Bäche und durch Obstbaumalleen: Schwierigkeit: mittel, Strecke: 16,4 km

Neckar, Wein und Felsengärten: Schwierigkeit: mittel, Strecke, 15 km

ÖkoRegio Tour Kraichgau: Schwierigkeit: schwer, Strecke, 68 km

Panorama Rundwanderweg: Schwierigkeit: leichte Strecke, 10 km

Durch König Friedrichs Jagdrevier - Bönnigheim: Schwierigkeit: mittel, Strecke, 15 km

Unterwegs in der Brunnenregion: Schwierigkeit: mittel, Strecke, 19 km

Rundwanderweg Östringen: Schwierigkeit: mittel, 16 km

Auf und ab durchs Rebenmeer: Schwierigkeit: mittel, Strecke, 18 km

Milchsäules-Rundweg: Schwierigkeit: leicht, Strecke, 12 km

Rundweg Bretten Süd: Schwierigkeit: mittel, Strecke, 15 km

Historien- und Weinwanderweg, 17 km

Vaihinger Rundweg: Schwierigkeit leicht, 12 km

Hammelsgraben-Tour: leicht, 12 km

See- und Wald-Rundweg: mittel, 11 km

Permanenter IVV-Wanderweg - Weinwanderweg Unteröwisheim, 7 bzw. 12 km Strecke: mittel

Hainbachtalweg leicht, 10 km

Von Hüffenhardt die Krebsbachtalbahn entlang nach Neckarbischofsheim: mittel, 13 km

In den Kraichgau nach Zaisenhausen und Menzingen (Main-Stromberg-Weg): mittel, 14 km

Riedberg-Rundweg, 11 km

Rundwanderung entlang von Streuobstwiesen und Reben auf den Michaelsberg: mittel, 14 km

Panoramaweg Katzbachtal, 20 km

Weinpfad Kraichgau: mittel, 64 km

Rundwanderung Östlicher Stromberg: Freudental - Pfeiferhütte - Hohenhaslach - Freudental: Wald: 11 km

Wälder, Weiher, Weinplateau in Oberderdingen: 12 km

Ochsenberg Tour: 10 km

Schlossberg-Tour: 15 km

Derdinger Horn-Tour: 16 km

KR6 Kleine Hügeltour mit Bahnanschluss: 14 km

 

Kraichgau: Große Rund um den Ottilienberg (EP1)

 

Kraichgau LogoAuf dieser Tour durch den Eppinger Wald genießen Sie herrliche Ausblicke und können spannende Sehenswürdigkeiten wie die 7 Brüder, den Grenzsteinpfad und vieles mehr entdecken. Die 15 km lange Rundwanderung startet und endet am Wanderparkplatz in der Waldstraße nahe dem Kraichgau Stadion. Die Highlights der Tour sind die Himmelsleiter an den Eppinger Linien und die Ottilienbergkapelle. Der Wanderweg verläuft auf befestigten Wegen und Waldpfaden.

Die Eppinger Linien waren eine befestigte Verteidigungslinie, die von Weißenstein bei Pforzheim über Mühlacker, Sternenfels, Eppingen bis nach Neckargemünd reichte. Sie hatte eine Gesamtlänge von 86 km. Der französische König Ludwig XIV. („Sonnenkönig“) erhob Anspruch auf das Erbe der Liselotte von der Pfalz (Elisabeth Charlotte). Diese war mit dem Herzog Philipp von Orléans, dem Bruder des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV., verheiratet. Aus diesem Konflikt entstand der pfälzische Erbfolgekrieg. Die Eppinger Linien wurden in den Jahren 1695 bis 1697 unter dem Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden, auch „Türkenlouis“ genannt, in Fronarbeit errichtet, um französische Raubzüge im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) zu unterbinden. Ludwig Wilhelm von Baden erkannte die geografischen Vorteile und die Notwendigkeit einer „Landesdefensionslinie“. Die Lage der Eppinger Linien hatte den Vorteil, dass man das Gebiet auch gegen stärkere Gegner halten konnte.

Der Ottilienberg ist ein Berg bei Eppingen im Landkreis Heilbronn. Auf dem Berg, der schon in der Vorzeit kultisch genutzt worden sein soll, wurde im 15. Jhd. eine Wallfahrtskapelle errichtet. Im 17. Jhd. hat man den vorzeitlichen Ringwall um die Bergkuppe zu einer Festungsanlage ausgebaut. Die historischen Gebäude wurden im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, die Kapelle wurde danach in veränderter Form wiederaufgebaut und war Denkmal des Monats im September 2015. In einem in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstandenen Neubaukomplex westlich der historischen Gebäude befindet sich auf dem Berg außerdem die zentrale Aus- und Weiterbildungsstätte des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD).

1473 wurde von den Geschwistern Hans und Metz von Gemmingen auf dem Berg eine der heiligen Ottilie geweihte Wallfahrtskapelle gestiftet, die auf der vom Ringwall umgebenen Kuppe des Berges auf älteren Fundamenten unbekannten Ursprungs errichtet wurde. Eine erhaltene Bauinschrift nennt neben dem Baujahr auch einen Meister Jacob als Baumeister. Die Kapelle wurde vom Wilhelmitenkloster Marienthal betreut, das bereits einigen Besitz im nahen Ort Mühlbach hatte. An der Südseite der Kapelle wurde ein Friedhof angelegt. Im Zuge der Reformation verkauften die Wilhelmiten ihren Klosterbesitz in Mühlbach am 3. Juli 1546 an die Stadt Eppingen, die dadurch auch in den Besitz der Kapelle kam. Das Langhaus der Kapelle wurde vermutlich im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Turm(stumpf) und Chor blieben erhalten, ebenso ein durch das Fehlen des eigentlichen Langhauses nun westlich des Chors isoliert stehender Langhausrest mit dem früheren Portal, den man zum landwirtschaftlichen Nebengebäude umgebaut hat. Der Wirtschaftshof diente unterdessen seit dem frühen 17. Jhd. als Jägerhaus, wovon sich die volkstümliche Bezeichnung Jägersberg für den Berg abgeleitet hat.

Wegstrecke:
Eppingen - Wanderparkplatz in der Waldstraße - Kraichgau Stadion - Eppinger Linien - Himmelsleiter - Baumannshütte - Kraichgaublick - St. Ottilienbergkapelle - Altgartacher Weg - Grenzstein - Lattwaldweg - Kopfrainhütte - Schlettichweg - Schlettich - Jägersee - Wanderparkplatz