Wandern auf Glaubenswegen

GlaubenswegeLogoIm Stauferland wird das Wandern auf religiösen Spuren immer beliebter. Die Glaubenswege haben eine Gesamtlänge von 94 km und verheißen Ruhe in der Natur, Bewegung und Besinnung. Auf insgesamt sieben Etappen- und 25 Rundwanderwegen erschließt sich dem Wanderer eine der reizvollsten Landschaften Baden-Württembergs, die Region Drei-Kaiser-Berge/Kaltes Feld/Albuch, mit einer reichen kirchlichen Tradition und Geschichte, sichtbar in einer Vielzahl von Kirchen und Klöstern, religiösen und spirituellen Orten sowie religiösen Sagen und Erzählungen. Ob in einer Mehrtageswanderung oder in kleinen Etappen, ein Marsch auf den Glaubenswegen rund um die Drei Kaiserberge, das Kalte Feld und den Sagenhaften Albuch ist eine ganz besondere Erfahrung.

Die Wanderwege wurden offiziell im Frühjahr 2004 an die Öffentlichkeit übergeben. Seither erfreuen sich die Routen, auch weil sie sehr gut ausgeschildert und beschrieben sind, größter Beliebtheit. Interessante Informationen über Kirchen, Kapellen, Feldkreuze über Sagen und sonstige Geschichten werden dem Wanderer auf der Strecke mittels Objekttafeln vermittelt.

Der Schöpfungsweg ist ein in 7 Etappen gegliederter Rundwanderweg. Die Etappen sind nach den jeweiligen Werken Gottes in der Schöpfungsgeschichte benannt.

a) Zeitweg: der Tag und die Nacht, 12 km
Die erste Etappe des großen Rundwanderweges führt uns von Waldstetten nach Bargau durch herrliche Natur, vorbei an Kirchen, Kapellen und Wegkreuzen mit ihren Geschichten.

b) Himmelsweg: Himmel und Erde 1 und 2, 30 km
Die zweite Etappe des großen Rundwanderweges führt uns von Böbingen, über Bargau und Heubach nach Lauterburg durch herrliche Natur, vorbei an Kirchen, Kapellen und Wegkreuzen und zur Burgruine Rosenstein mit ihren sagenumwobenen Geschichten.
Streckenlänge ca. 14,5 Kilometer Gehzeit ca. 3,5 Stunden

c) Erdenweg: Land und Meer – die Pflanzen, 14 km
Die dritte Etappe des großen Rundwanderweges führt uns vom Wanderparkplatz Löchle in Lauterburg über Bartholomä, der Kitzinger Ebene und dem Wallfahrtsberg Bernhardus an den Etappenendpunkt Furtlepass durch herrliche Natur, vorbei an Kirchen, Kapellen und Wegkreuzen mit ihren Geschichten.

d) Gestirneweg: Sonne am Tag – Mond und Sterne für die Nacht, 15 km
Die vierte Etappe des großen Rundwanderweges führt uns vom Parkplatz Furtlepass unterhalb des Hornbergs mit dem Segelfluggelände entlang eines reizvollen Halbhöhenweges oberhalb der Lauter und dem Egental sowie durch den Schwäbisch Gmünder Ortsteil Degenfeld nach Lauterstein mit seinen Teilorten, von dort durch das sagenumwobene Christental nach Waldstetten-Wißgoldingen durch herrliche Natur, vorbei an Kirchen, Kapellen und Wegkreuzen mit ihren Geschichten.

e) Lebensweg: Leben in Luft und im Meer, Vögel und Wassertiere, 10 km
Die fünfte Etappe des großen Rundwanderweges führt uns vom Wanderparkplatz in Wißgoldingen unterhalb des Stuifens entlang nach Rechberg. Von Rechberg aus nach Ottenbach durch herrliche Natur, vorbei an Kirchen, Kapellen und Wegkreuzen mit ihren sagenumwobenen Geschichten.

f) Krönung der Schöpfung: Schaffung Menschen/ Tiere auf der Erde, 17 km
Die sechste Etappe des großen Rundwanderweges führt uns von Ottenbach zurück nach Rechberg. Von Rechberg aus wandern wir über den Pfefferweg zurück nach Waldstetten und haben damit den Schöpfungskreis geschlossen. Wir genießen nochmals herrliche Natur, schöne Aussichten und bewegende Zeugnisse der Volksfrömmigkeit.

g) Ruhe finden auf den Spuren der Staufer: Von Hohenstaufen nach Faurndau, 14 km

Hier eine Übersichtskarte der Schöpfungswege:

Schoepfungswege

Die 7 Streckenwanderungen werden ergänzt durch 31 Rundwanderwege:

01 Schwäbisch Gmünd, 02 St. Salvator, 03 LebensWeg, 04 Waldstetten, 05 Waldstetten, 06 Weilerstoffel, 07 Bettringen, 08 Weiler in den Bergen, 09 Bargau, 10 Heubach, 11 Lautern, 12 Bartolomä, 13 Degenfeld, 14 Lauterstein, 15 Lauterstein, 16 Wißgoldingen, 17 Wißgoldingen, 18 Ottenbach, 19 Ottenbach, 20 Ottenbach, 21 Göppingen, 22 Ottenbach, 23 Ottenbach, 24 Rechberg, 25 Straßdorf, 26 Essingen, 27 Böbingen, 28 Böbingen, 29 Böbingen, 30 Böbingen, 31 Mögglingen

Diakonie-Pilgerweg

Diakonie Pilgerweg LogoDer Diakonie-Pilgerweg führt durch herrliche Landschaften, idyllische Täler und bunte Städte. In 22 Etappen auf rund 460 Kilometern geht es von Schwäbisch Hall bis nach Wilhelmsdorf. Der größte Teil der Strecke ist auch mit Rollstühlen oder Kinderwägen begehbar. Der Diakonie-Pilgerweg kann ich folgenden Etappen gelaufen werden:

E01: Schwäbisch Hall - Großerlach, 27 km
E02: Großerlach - Wüstenrot - Löwenstein, 16 km
E03: Löwenstein - Oppenweiler, 24 km
E04: Oppenweiler - Backnang - Unterweissach - Winnenden, 18 km
E05: Winnenden - Weinstadt - Kernen im Remstal, 21 km 
E06: Kernen im Remstal - Esslingen, 11 km
E07: Esslingen - Nürtingen, 20 km
E08: Nürtingen - Stuttgart, 29 km
E09: Stuttgart - Ludwigsburg, 30 km
E10: Ludwigsburg - Korntal - Leonberg, 23 km
E11: Leonberg - Aidlingen, 24 km
E12: Aidlingen - Herrenberg, 15 km
E13: Herrenberg - Tübingen, 27 km
E14: Tübingen - Reutlingen, 26 km
E15: Reutlingen - Dettingen a.d.E., 23 km
E16: Dettingen - Bad Urach - Gomadingen, 25 km
E17: Gomadingen - Buttenhausen, 9 km
E18: Buttenhausen - Gammertingen, 34 km
E19: Gammertingen - Altheim, 32 km
E20: Altheim - Bad Saulgau, 23 km
E21: Bad Saulgau - Altshausen - Wilhelmsdorf, 28 km
E22: Rundweg Wilhelmsdorf, 21 km

Der Pilgerweg wurde von ehemaligen Mitarbeitenden der Diakonie, die heute im Ruhestand sind, entwickelt. Sie sind den ganzen Weg abgelaufen, haben die Route entwickelt und haben für diese Idee die Diakonie Württemberg gewonnen.

Remstal: Glaubenswege 18-22 bei Ottenbach

 

GlaubenswegeLogoEine interessante 19 km lange Rundwanderung über sanfte bis steile Anstiege und entlang von Höhenzügen, welche schöne Ausblicke auf das Ottenbachtal zulassen. Die gewählte Streckenführung verdeutlicht anschaulich, warum das Ottenbacher Tal als Allgäu des Landkreises Göppingen bezeichnet wird. Sanfte Hügel, weite Weideplätze und diese bestückt mit 45 Einzelgehöfte machen den Reiz dieser wunderschönen Ecke im Anstieg zur Schwäbischen Alb aus. Diese Rundwanderung vereinigt die Glaubenswege 18 bis 22. Die Highlights der Tour sind der Hohenstaufen und die Aublicke von Aasrücken. Der Wanderweg verläuft fast immer auf befestigten Wegen.

Der Hohenstaufen ist ein 684 m hoher, der Schwäbischen Alb vorgelagerter Zeugenberg bei Göppingen. Sein Kegel erhebt sich weithin sichtbar und ist ein markantes Element der Landschaftssilhouette um Göppingen. Neben dem Stuifen und dem Rechberg ist der Hohenstaufen der westlichste der nahe beieinander stehenden Drei Kaiserberge zwischen dem Remstal im Norden und dem Lauter- und dem Filstal im Süden. Der Namensbestandteil staufen entspricht der alten Bezeichnung Stauf für einen spitzen, kegelförmigen Berg (abgeleitet von dem westgermanischen Adjektiv *staupa- mit der Bedeutung „steil“).

Auf dem Berg liegt die Ruine der Stammburg des Adelsgeschlechts der Staufer, die ehem. Burg Hohenstaufen. Eine Tafel auf dem Gipfel erläutert das Panorama. Seit dem 1. Juni 2002 steht auf dem Berg zur Erinnerung an die Stauferzeit eine Stauferstele. Es gibt dort außerdem ein kleines Ausflugsrestaurant. Der Gipfel ist nur zu Fuß zu erreichen, am kürzesten vom gleichnamigen Göppinger Ortsteil Hohenstaufen aus. Am Südwestabhang befindet sich die sogenannte Spielburg, eine abgerutschte Kalkstein-Felsgruppe des anstehenden Weißjura-Gesteins.

Der Ausblick vom Aasrücken belohnt für die Mühen des Aufstiegs – einer der schönsten Aussichtspunkte der Schwäbischen Alb. Den Hohenstaufen und den Rechberg im Blick, erklimmt man den Aasrücken. Dieser erscheint wie eine natürliche Brücke zwischen diesen Kaiserbergen und bietet atemberaubende Ausblicke auf die Schwäbische Alb und über Schwäbisch Gmünd hinweg nach Norden. Ebenso gestattet die Wegeführung interessante Einblicke in das Ottenbacher Tal.

Wegstrecke:
Ottenbach - Hauptstr. - Braunweg - Feldkreuz im Gewann Birkenfeld - Sonntalhof - Feldkreuz Fladenhof - Fladenhof - Ottenbacher Str. - Hohenstaufen - ev. Kirche - Burgruine Hohenstaufen - Staufer-Denkmal - Hütte des Schwäbischen Albvereins - Aasrücken - Strudelhof - Lindenhöfe - Saurenhof - Märchengarten - Bärenhöfle - Birkhäusle - Schurrenhof - Rotwildgehege - Haldenhof - Peterlingshöfe - Grotte - Ottenbach