Wandern in der Region Hohenlohe

Die Region Hohenlohe liegt geografisch im Nordosten von Baden-Württemberg, kann allerdings bis ins bayerische Mittel- und Unterfranken hinüberreichen. Unter Hohenlohe wird heute die fränkischsprachige Gegend rings um die Flüsse Jagst, Kocher und Tauber verstanden, die mit dem Hohenlohekreis, dem östlich daran anschließenden Landkreis Schwäbisch Hall sowie dem südlichen Teil des Main-Tauber-Kreises nahezu deckungsgleich ist.

Hohenlohe ist ein „Land der Burgen und Schlösser“ und ist ein ideales Wanderparadies. Durch die Topografie, die Flusstäler an Kocher, Jagst und Ohrn und ihre Seitentäler, der Hohenloher Ebene und den Höhenzügen des Schwäbischen-Fränkischen Waldes kann sich der Wanderer unterschiedlichsten Touren aussuchen.

Besonders schön sind 20 Rundwanderungen in der Region Hohenlohe:
Tour 01: Pfad der Stille Dörzbach
Tour 02: Pfad der Stille Mulfingen
Tour 02e: Pfad der Stille Mulfingen Ergänzungstour
Tour 03: Pfad der Stille Krautheim
Tour 04: Pfad der Stille Schöntal
Tour 05: Durch Kupfer- und Kochertal (Forchtenberg)
Tour 06: Wir sind die Distelfinken (Niedernhall)
Tour 07: Von der Höhe zum Kochertal (Ingelfingen)
Tour 08: Von den Ganerben nach Schloss Stetten (Künzelsau)
Tour 09: Zwischen zwei Flüssen (Kocher und Jagst)
Tour 10: Wo die Römer den Limes bauten (Zweiflingen)
Tour 11: Wo Keltern standen und Wein floss (Öhringen/Pfedelbach)
Tour 12: Weinberge im Herzen Hohenlohes (Neuenstein)
Tour 13: Fürstliche Wälder (Waldenburg)
Tour 14: Ein Gipsapostel und ein lachender Philosoph (Kupferzell)
Tour 15: Viehweiden und viel Natur (Pfedelbach)
Tour 16: Eintauchen in den Wald (Bretzfeld/Wüstenrot)
Tour 17: Durch die schwäbische Toskana (Obersulm)
Tour 18: Himmlische Aussichten (Bretzfeld)
Tour 19: Pfad der Stille Langenburg
Tour 20: Die Hohenloher Runde
Tour 21: Ellwanger Ringweg, 10 km
Die Hohenloher Runde kann in 6 Etappen gelaufen werden:
Öhringen (Bahnhof) – Kloster Schöntal, 23 km. Auf dem Limeswanderweg vom Bahnhof Öhringen nach Norden, vorbei an Westernbach nach Pfahlbach, weiter nach Sindringen ins Kochertal und von dort über die Kocher-Jagst-Ebene ins Jagsttal nach Jagsthausen. Auf dem Jagsttalradweg, der Jagst entlang, zum Kloster Schöntal. 

Kloster Schöntal – Dörzbach, 26 km. Von Kloster Schöntal aus folgt der Weg jagsttalaufwärts dem Kulturwanderweg, vorbei an Bieringen – Westernhausen – Winzenhofen – Marlach – Gommersdorf - Krautheim-Berg - Klepsau, nach Dörzbach

Dörzbach – Langenburg, 31 km. Kulturwanderweg über Dörzbach – Hohebach – Ailringen – Mulfingen - Jagstmühle - Heimhausen - Berndshofen – Buchenbach – Eberbach – Unterregenbach – Oberregenbach, nach Langenburg

Langenburg – Waldenburg, 29 km. Von Langenburg ins Jagsttal hinab auf dem Wanderweg mit dem roten Kreuz nach Tierberg (Schloss) – Winterberg – Sommerberg – Weilersbach nach Steinkirchen und weiter über Rüblingen und Feßbach nach Eschental. Von Eschental führt der Weg auf den Radweg „Buckelestour“ und auf diesem weiter nach Westernach, auf unbezeichnetem Weg nach Löcherholz und von dort auf dem Radweg nach Beltersrot. Auf markiertem Wanderweg geht’s über Ziegelhütte hinauf nach Waldenburg.

Waldenburg – Löwenstein, 35 km. Von Waldenburg aus dem HW 8 folgend, kurz vor Obersteinbach auf den Blau-Strich-Weg, durch Obersteinbach und am Waldrand auf den Weg mit blauem Kreuz wechselnd, nach Untersteinbach. Dem roten Punkt folgend, auf den Limesweg dann auf dem HW 8 weiter nach Brettach, hinauf nach Maienfels, zum „Steinknickle“, nach Neuhütten. Von Neuhütten, auf dem HW 8, über Hasenhof, Stollenhof, Hirrweiler, vorbei an der Klinik Löwenstein in den Ort Löwenstein. 

Löwenstein – Öhringen, 33 km. Auf dem Weinwanderweg nach Hößlinsülz, entlang der B 39 zum Breitenauer See, am Ufer entlang auf dem Weinwanderweg weiter nach Eschenau. Ab hier dem Wanderweg mit dem blauen Strich folgend nach Dimbach, unter der BAB hindurch auf der Landesstraße nach rechts und dann auf den Radweg nach Siebeneich, von dort weiter nach Bitzfeld. Von Bitzfeld auf dem Blau-Punkt-Weg nach Verrenberg und dann dem Weinwanderweg folgend durch die Weinberge des Lindelberg, nach ca.160 km zurück an den Ausgangspunkt der Hohenloher Runde, nach Öhringen.
Weitere Wanderungen im Kreis Hohenlohe finden Sie im Wanderführer „Lieblingstouren“ von Dieter Buck:

Rundwandertour: Lieblingstour Nr. 3, Eberstadter Tropfsteinhöhle, 9 km

Weitere Links:
http://www.outdooractive.com/de/hohenlohe/wandern/wandern-in-der-region-hohenlohe/1441554/

http://www.wanderkompass.de/Baden-Wurttemberg/jagststeig.html

http://www.wandersüden.de/Presse/Geheimtipp_-_Wandern_im_Hohenloher_Land

http://www.wandermagazin.de/page.asp?pageID=10&land=bw&region=351#results

http://www.kocher-jagst-trail.de/content.php?cont_id=1&src=1&la=de

 

 

Hohenloher Runde: vom Kloster Schöntal nach Dörzbach

 

HohenloheLogoEine nördliche Teiletappe der Hohenloher Runde verläuft vom Kloster Schöntal nach Dörzbach und ist 26 km lang. Ich bin samstags mit der Buslinie 11 von der Haltestelle Kloster Schöntal nach Dörzbach gefahren und von dort zurückgelaufen. Die Höhepunkte der Streckenwanderung sind die Burg Krautheim, der Blick in das Jagsttal und das Kloster Schöntal. Der Wanderweg verläuft meist auf gut befestigten Wegen.

Die Burg Krautheim wurde 1213 von Wolfrad I. von Krautheim auf einem Bergsporn über Krautheim errichtet. Heute sind von der weitläufigen Anlage noch der Bergfried, Mantelmauer, Teile des Palas sowie eine hochgotische Kapelle mit herrschaftlicher Empore erhalten. Nach wechselnden Herrschaften befindet sich die Anlage heute im Besitz des Landes Baden-Württemberg. Das höchste Bauwerk der Burg und weithin sichtbar ist der 30 m hohe Bergfried, der einen Durchmesser von acht Metern aufweist. Über die vom Palas herüberführende Holzbrücke und eine im Turm folgende Treppenanlage kann man auf die Aussichtsplattform gelangen, die einen guten Blick ins Jagsttal bietet.

Die Jagst ist ein Mittelgebirgsfluss im Norden von Baden-Württemberg. Neben dem Kocher und der Enz zählt sie zu den drei größten Nebenflüssen des Neckars. Nach der Länge nimmt die Jagst unter ihnen mit 190 km auf dem namentlichen Lauf den ersten Rang ein. Das Tal der Jagst, das insbesondere am Mittellauf einen ausgesprochen ländlichen Charakter hat, gilt als landschaftlich reizvoll. Nivellierende Maßnahmen wie Gewässerausbau, Begradigungen oder Flurbereinigungen haben das Landschaftsbild an der mittleren und unteren Jagst weniger stark verändert, als es oft in Flusslandschaften von Flüssen vergleichbarer Größe zu beobachten ist. Die Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Biotoptypen sowie der relativ geringe Anteil von Siedlungs- und Verkehrsflächen und das damit verbundene hohe Entwicklungspotential verleihen der Jagst und ihrem Tal aus naturschutzfachlicher Sicht erhöhte Bedeutung. Klein- und Kleinststädte, die ein weitgehend mittelalterliches bis frühneuzeitliches Stadtbild bewahrt haben, prägen das Jagsttal ebenso wie zahlreiche Burgen und Schlösser auf den Bergspornen über dem Tal sowie die abschnittsweise recht häufigen Mühlen, die den Fluss säumen.

Das Kloster Schöntal an der Jagst ist eine ehemalige Zisterzienserabtei aus dem 12. Jhd. mit einer kunstvollen Barockkirche. Die Klosteranlage bildet mit den umliegenden Wohnhäusern den Ortsteil Kloster Schöntal der Gemeinde Schöntal. Zur Anlage gehören neben der Barockkirche mit ihrer reichen Ausstattung und dem ebenso prunkvollen Konventsgebäude zahlreiche Wirtschaftsgebäude, Torhäuser, der „Mohrenbrunnen“, ein großer Klostergarten sowie ein Friedhof mit barocker Friedhofskapelle und Mesnerhaus auf dem neben dem Kloster liegenden Kreuzberg.

Wegstrecke:
Kloster Schöntal - Jagst Badeplatz Kloster Schöntal - Eschenau - Schlüsselberg - Bieringen - Ebersklinge - Ziegelhütte - Osterberg - Westernhausen - Kuhnengraben - Gereutwiesen - Kuhnengraben - Winzenhofen - Marlaeher Wald - Marlach - Butzberg - Gommersdorf - Krautheim - Burg Krautheim - Burgmuseum Krautheim - Rosenberg - Beckental - Heiligenberg - Klepsau - Altenberg - Dörzbach