Mössingen: Früchtetrauf Dreifürstenstein

 

Dreifürstenstein LogoDurch idyllische Streuobstwiesen führt der gut 13 km lange Premiumweg hinauf zum sagenumwobenen Aussichtspunkt „Dreifürstenstein“, mit seinen grandiosen Weitblicken (z.B. Hohenzollern). Weiter geht es auf dem Albsteig (HW1) zu einem der bedeutendsten Geotope Deutschlands – dem Mössinger Bergrutsch. Danach hinab, um unterhalb der ehemaligen Burg Andeck den Farrenberg zu umrunden. Durch typische Buchenmischwälder wandert man weiter zum Panoramaweg „Streuobst“ und begleitet von herrlichen Aussichten zur Freizeitanlage Olgahöhe. Wie alle Premiumwanderwege ist der Dreifürstensteig perfekt beschildert. Im Jahre 2014 wurde der Dreifürstensteig von der Zeitschrift Wandermagazin zu Deutschlands zweitschönstem Wanderweg gewählt.

Als Dreifürstenstein wird ein markanter, 854 m hoher Bergvorsprung an der Nordwestseite der Schwäbischen Alb bezeichnet, der nach drei Seiten steil abfällt und bis 1806 tatsächlich ein Dreiländereck war. Der sich am Albtrauf befindliche Grenzstein markierte die Grenze der fürstlichen Territorien von Fürstenberg, Hohenzollern und Württemberg. Bis heute bildet der Vorsprung einen wichtigen Grenzpunkt: Zwei Landkreise (Tübingen und Zollernalbkreis) und drei Städte (Mössingen mit Stadtteil Belsen, Burladingen mit Stadtteil Salmendingen und Hechingen mit Stadtteil Beuren) grenzen hier aneinander.

Vom Dreifürstenstein hat man eine sehr gute Aussicht von Jungingen im Tal der Starzel (das so genannte Killertal) im Süden bis nach Mössingen im Steinlachtal im Norden. Im Umfeld des Grenzsteines gibt es eine Blockhütte, eine Orientierungstafel, eine Grillstelle mit Sitzbänken und eine Informationstafel. Bereits im Jahr 1892 wurde eine Schutzhütte errichtet, die jedoch im Ersten Weltkrieg zerstört wurde. Die Anlagen werden vom Schwäbischen Albverein betreut.

Bergrutsch am Hirschkopf ist ein Naturschutzgebiet im Gebiet der Stadt Mössingen im Landkreis Tübingen. Mit Verordnung vom 16. März 1988 hat das Regierungspräsidium Tübingen das Gebiet am Albtrauf unter Naturschutz gestellt. Am 12. April 1983 erfolgte am Hirschkopf in einer Nord-Süd-Ausdehnung von rund 1000 Metern ein Bergrutsch. Die Geologen sprachen damals von einem Jahrhundertereignis. Das Naturschutzgebiet liegt rund zwei Kilometer westlich des Ortsteils Talheim der Stadt Mössingen. 

Starke Niederschläge im Frühjahr 1983 besonders in den Tagen vor dem Rutsch, waren die primär auslösenden Faktoren. Erdbebentätigkeiten wurden vor und während der Rutschbewegung keine aufgezeichnet und scheiden somit als primär auslösende Faktoren aus. Das Regenwasser versickerte auf der Hangleiste durch die starke Zerklüftung des Weißjura mit Spalten und Rissen und ihren zusätzlich wasserdurchlässigen Schichten bis zum 30 m mächtigen Ornatenton. Dieser quoll bei den immens eindringenden Wassermassen auf und verwandelte sich in eine schmierige Schicht. Infolge der Zunahme des Eigengewichts der Hangleiste fand diese auf dem aufgeweichten Untergrund keinen Halt mehr. Der vor der Hangleiste lagernde Hangschutt, altes Rutschungsmaterial früherer Bergstürze, brach ebenso talwärts aus, so dass der ganze Hang in Bewegung kam. Der Wald driftete unterhalb der Hangleiste Richtung Tal.

Der Panoramaweg Streuobst am Nordhang des Farrenbergs ist von jeher ein beliebter Mössinger Spazierweg mit prächtigem Fernblick. Er führt mitten durch die einmalige Streuobstlandschaft, die sich als 40.000 Bäume starker Gürtel um Mössingen schmiegt. Das örtliche Netzwerk Streuobst konzipierte und installierte im Frühjahr 2010 an diesem Weg sechs Schautafeln, die die Bedeutung, aber auch die Bedürfnisse dieses Natur- und Kulturraums im Kontext mit der ortsgeschichtlichen Entwicklung Mössingens erläutern.

Wegstrecke:
Mössingen - Parkplatz Olgahöhe - Aussicht Olgahöhe - Karlshöhe - Glindwasenweg - Parkplatz Buch - Dreifürstenstein - Hirschkopf - Bergrutsch - Holderbach - Farrenberg - Untere Andeck - Aussicht Talheim - Parkplatz Andeck - Ziegelrutschweg - Parkplatz Linden - Aussicht Mössingen - Panoramaweg Streuobst - Bleiche - Parkplatz Olgahöhe

 

Wandern auf der Schwäbischen Westalb

Im Westteil der Schwäbischen Alb gibt es noch das Ursprüngliche: Von den über 100 noch erhaltenen Ruinen und Burgen stehen hier die meisten, so etwa die Burg Hohenzollern. Der preußische König mit Wurzeln im Schwäbischen ließ zwischen 1850 und 1867 den Stammsitz seiner mittelalterlichen Vorfahren wieder aufbauen. Ganz in der Nähe gelegen sind Haigerloch und Sigmaringen mit weiteren Prachtschlössern, die sich ehemals in preußischem Besitz befanden.

Im Westen geht bei Schwenningen die Schwäbische Alb allmählich in den Schwarzwald über, im Süden bildet die natürliche Grenze zu Oberschwaben die Donau. Die Oberschwäbische Barockstraße, die hier verläuft, macht auch einen Abstecher zum Münster Zwiefalten im Landkreis Reutlingen.

Die Donau als zweitlängster Fluss Europas mit Mündung im Schwarzen Meer weist hier zwei Besonderheiten auf: Bei Tuttlingen versickert sie und tritt kurz danach wieder zu Tag, bei Beuron bahnt sie sich ihren Weg durch ein schmales Tal mit steil abfallenden Klippen, genannt „Donaudurchbruch“. In der Nähe befindet sich auch eine der anschaulichsten keltischen Dokumentationsstätten Deutschlands: Die Heuneburg mit ihren Grabhügeln, dem Lehrpfad, Freilichtmuseum und archäologischer Ausstellung in Herbertingen-Hundersingen.

Doch die Schwäbische Alb hat noch mehr zu bieten: Städte wie Rottweil mit seiner Fasnet, Balingen mit dem Zollernschloss, Tübingen mit der romantischen Altstadt und Riesenangebot an Kultur, aber auch mittelalterliche Kleinstädte und Dörfer abseits vom großen Trubel. Ursprüngliche Landschaft mit Wacholderheiden und ausgedehnten Nutzflächen für die Landwirtschaft prägen das Bild.

Fünf Donauwellen:

Die DonauWelle steht für Bewegung, für das sichtbare Auf und Ab der Landschaft im Donaubergland. Und sie steht unbestritten für besonderen Genuss. Fünf Wandertouren zwischen 10 und 16 Kilometern führen durch den „schwäbischen Grand Canyon“ mit schönen Talblicken, markanten Felsen und großen Höhen. Hier die fünf DonauWellen-Wandertouren:

DonauWelle Donaufelsen-Tour, 16 km
DonauWelle Eichfelsen-Panorama, 12 km
DonauWelle Kraftstein-Runde, 11 km
DonauWelle Donauversinkung, 13 km
DonauWelle Klippeneck-Steig, 10 km
Hohenzollernweg:

Zwischen Neckar und Donau, zwischen Hechingen und Sigmaringen, zwischen dem Kleinen Heuberg und der Albhochfläche warten insgesamt elf Etappen auf Wanderfreaks und Naturliebhaber. Auf durchschnittlich 20 km führen sie durch reizvolle Landstriche, die abwechslungsreicher nicht sein könnten: Naturparadiese wie die Wacholderheiden, der schroffe Albtrauf und seine Berge mit den berauschenden Fernsichten, Badeseen und romantischen Flussauen, die weißen Felsenriesen im Donautal, ein Barfußpfad, aber auch Burgen, Schlösser und Ruinen, altehrwürdige Innenstädte und historische Gebäude gehören zum Programm, wenn man dem Hohenzollernwanderweg folgt und auf den Spuren deutscher Kaiser und Könige wandelt. Der Hohenzollernweg kann in 11 Etappen gelaufen werden:

01. Etappe: von Glatt nach Haigerloch, 20 km (05.10.18)
02. Etappe: von Haigerloch nach Hechingen-Stein, 16 km
03. Etappe: von Hechingen-Stein nach Killer, 19 km
04. Etappe: von Killer nach Gammertingen, 24 km
05. Etappe: von Gammertingen nach Sigmaringen, 28 km
06. Etappe: von Sigmaringen nach Thiergarten, 18 km
07. Etappe: von Thiergarten nach Beuron, 18 km
08. Etappe: von Beuron nach Meßstetten, 18 km
09. Etappe: von Meßstetten nach Schömberg, 23 km
10. Etappe: von Schömberg nach Rosenfeld, 14 km
11. Etappe: von Rosenfeld nach Glatt, 25 km

Gesamtlänge: ca. 225 km

Wandergenuss am Früchtetrauf:

Im Herzen Baden-Württembergs gelegen, ist der Landkreis Tübingen Teil der größten zusammenhängenden Streuobstlandschaft Mitteleuropas, dem Schwäbischen Streuobstparadies. Auf den Premiumwegen am „Früchtetrauf“ kann die landschaftliche Vielfalt des Paradieses hautnah erlebt werden. Auf meist schmalen Pfaden und naturbelassenen Wegen, führen die Wander- und Spazierwanderwege durch artenreiche Streuobstlandschaften und Weinberge.

RW: Früchtetrauf Mössinger Dreifürstensteig, 13 km (07.10.18)
RW: Früchtetrauf Firstwaldrunde, 10 km
RW: Früchtetrauf Schönbuchspitzrunde, 8 km
Weitere Wandertouren in der Region Schwäbische Westalb:

RW: Durch zwei Täler bei Sigmaringen, 24 km

Nahe der Schwäbischen Westalb:
RW: Rottenburg und die Weilerburg, 12 km
RW: Rottenburg und die Heuberger Warte, 13 km