Mittlere Schwäbische Alb: Zwiefalten, Rechtenstein und Lautertal

 

MittlereSchwAlbEine eigengeplante Rundwanderung verläuft rund um Zwiefalten durch Rechtenstein und das Lautertal. Start und Ziel der 24 km langen Wandertour ist das Zwiefaltener Münster. Die Highlights der Tour sind das Zwiefaltener Münster, Burg Rechtenstein und der Ausblick vom Hochberg. Der Wanderweg verläuft fast immer auf befestigten Wegen.

Zwiefalten ist eine Gemeinde im Landkreis Reutlingen etwa auf halber Strecke zwischen Stuttgart und dem Bodensee. Sie ist bekannt durch die ehemalige Abtei Zwiefalten (heute das Zentrum für Psychiatrie), deren Klosterkirche eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Oberschwäbischen Barockstraße ist. Der Name des Ortes leitet sich von seiner Lage in den Tälern der Zwiefalter Aach und der Kessel-Aach her. Zwiefalten ist mit ca. 45 % seiner Gemarkung ein Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Rechtenstein liegt an der Donau zwischen Riedlingen und Munderkingen. Der Ort ist Teil der Schwäbischen Alb, deren Geologie anhand diverser Felsformationen im Ortsbild allgegenwärtig ist. Die Braunsel fließt hier in die Donau. Rechtenstein blieb nach der Reformation römisch-katholisch. Die barocke Pfarrkirche St. Georg wurde 1744 geweiht. 

Die Burg Rechtenstein wird als Sitz der Familie vom Stain erstmals 1331 urkundlich erwähnt, als Berthold vom Stain die Burg bewohnt und sich zur Abgrenzung von anderen Stainschen Linien den Beinamen vom Rechtenstein zulegt. Die Familie vom Stain selbst wird gesichert erstmals 922 erwähnt. Am 12. August 1410 verkauft Wolf vom Stain einen Teil des Ortes, der sich inzwischen um die Burg gebildet hatte, an Württemberg. 1557 erwirbt Bernhard vom Stain sämtliche Anteile an Burg und Dorf zurück, so dass der gesamte Ort wieder Familienbesitz ist. 1739 starb die Rechtensteiner Linie der Familie vom Stain aus. 1806 fiel der Ort endgültig an Württemberg. 1817 wird die Burg mit Ausnahme des Burgturms abgerissen.

Wegstrecke:
Zwiefalten - Zwiefaltener Münster - Prälatenweg - Kalvarienberg - Unterwilzingen - Sankt-Georgs-Kapelle - Lautertal - Laufenmühle - Bismarkstein - Hochberg - Froschäckerweg - Talheimer Weg - Rechtenstein - Burg Rechtenstein - Sankt Georg - Donau - Hochwartfelsen - Josephs-Kapelle - Emeringen - Baach - Zwiefalten

Kraichgau: von Kronau über St. Leon-Rot nach Reillingen

 

Kraichgau LogoEine Rundwanderung durch den Lußhardter Wald zur Wasserskiseilbahn im St. Leoner See. Diese Wanderung führt auf ebenen (Wald-)wegen durch den ausgedehnten, von kleinen Bächen durchflossenen Lußhardter Wald zum großen St.Leoner See. Start und Ziel der 25 km langen Rundwanderung ist die Schillerstraße in Kronau. Die Highlights der Tour sind der Golfplatz St. Leon-Rot und die Seen. Der Wanderweg verläuft auf befestigten Wegen.

St. Leon-Rot ist eine Gemeinde im Süden des Rhein-Neckar-Kreises in der Nähe von Heidelberg und Speyer. St. Leon-Rot liegt in der Kraichbach-niederung, dem Oberrheingraben zugehörig, rund 18 km südlich von Heidelberg. Lockerer Sandboden sowie Feuchtigkeit und Frühjahrswärme begünstigen den Anbau von Spargel und Tabak, Sonderkulturpflanzen, die während des Wachstums eine Luftwärme von 20–25 Grad Celsius und eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit benötigen. Auf den fruchtbaren Lössfeldern der Ebene ist von Frühjahr bis Herbst Erntezeit. Feldgemüse wie Salat und Karotten sowie verschiedene Beeren- und Obstsorten werden eingebracht, um von der Großmarkthalle Heidelberg-Handschuhsheim vermarktet zu werden.

Für den Bau des Autobahnknotens „Walldorfer Kreuz“ sowie den Bau der Autobahn A6 baute man Kies ab. Es entstanden drei Seen. Einer hat eine Fläche von 10 ha und eine Tiefe bis zu 27 m. Er wird als Badeweiher genutzt. Man kann mit Wohnwagen oder Wohnmobil campen, es gibt Campinghäuser und Schlafhütten. Vorhanden sind auch private Wasserskianlagen, eine Grillhütte, ein Bolzplatz und eine Beachvolleyball-Anlage; auch Tauchen ist möglich. Neben dem Badesee gibt es zwei weitere Seen mit zusammen 16 Hektar Fläche. Hier kann man Surfen und Segeln sowie auch Angeln.

Der Golf Club St. Leon-Rot in St. Leon-Rot ist einer von etwa 750 Golfclubs in Deutschland. Er wurde 1997 durch den Unternehmer Dietmar Hopp gegründet und war mehrmaliger Austragungsort der Golf-EM Deutsche Bank Players Championship of Europe. Außerdem befindet sich hier ein offizielles Leistungszentrum des Deutschen Golfverbands.

Reilingen liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen der Schwetzinger Hardt im Norden und der Unteren Lußhardt im Süden. Durch das Gemeindegebiet fließt der Kraichbach. Reilingen liegt an der Badischen Spargelstraße und der Bertha Benz Memorial Route, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen.

Nach Abschluss der Kiesförderung wurde 1989 rings um den Reilinger See ein Naturlehrpfad errichtet. Auf dem Rundweg geben Schautafeln einen Überblick über die im Ökosystem See lebenden Tier und Pflanzenarten, vermitteln die örtlichen Gegebenheiten und bringen den Erholungssuchenden die Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieses Bereiches näher. Schließlich weist der Reilinger See eine einmalige Besonderheit auf. Hier wurden beim Kiesabbau im Jahre 1978 Schädelfragmente des Reilinger Menschen („homo erectus reilingensis“), einer Spätform des „homo erectus“ gefunden, der ein Alter von 250.000 bis 300.000 Jahre aufweist.

Wegstrecke:
Kronau - Schillerstraße - Lußhardtwald - Kieswerk - A5 - Sankt Leon - St. Leo der Große - Vogelwaldsee - St. Leoner See - Kisselwiesen - Reillingen - Sankt Wendelin - Lußhardtwald - A5 - Lußhardtsee - Bruchhöfe - Kronau