Nahe Pforzheim: Gemarkungsweg Stein

 

Ein Versuch alte Gemarkungsgrenzen nicht ganz in Vergessenheit geraden zu lassen. Start und Ende der 25 km langen Rundwanderung war bei mir die ev. Kirche in Eisingen. Die Tour beinhaltet eigentlich keine besonderen Highlights. Der Wanderweg verläuft auf befestigten Wegen.

Eisingen ist eine Gemeinde im westlichen Enzkreis nördlich von Pforzheim. Eisingen liegt an der Bertha Benz Memorial Route von Mannheim nach Pforzheim. Das Neue und das Alte Eisinger Loch sind zwei Einsturzdolinen nordöstlich von Eisingen, in der Nähe von Göbrichen. Das gesamte Gebiet ist eine Karst-Hochfläche, in dem es immer wieder zu Dolinenbildung kommt. Das Alte Eisinger Loch nutzten bereits die Römer als Steinbruch zum Bau der in unmittelbarer Umgebung gelegenen Heerstraße. Das Neue Eisinger Loch entstand 1966 und kann von einer Plattform aus besichtigt werden.

Die Gemeinde Kämpfelbach besteht aus den beiden ehemaligen Gemeinden Bilfingen und Ersingen. Der ehemalige Ersinger Ort „Sperlingshof, Kinderheim“ gehört heute zu Remchingen. Außerdem liegen im Gebiet von Ersingen die Wüstungen Bohningen, Weilerle und Kloster.

Königsbach-Stein liegt etwa 12 km nordwestlich der Kreisstadt Pforzheim und etwa 20 km östlich von Karlsruhe zwischen Kraichgau und Nordschwarzwald in 177 bis 330 Metern Höhe. Die Gemeinde Königsbach-Stein besteht aus den beiden ehemaligen Gemeinden Stein und Königsbach. Zur ehemaligen Gemeinde Stein gehört das Dorf Stein und das Gehöft Heimbronner Hof, kurz Heimbronn. Zur ehemaligen Gemeinde Königsbach gehören das Dorf Königsbach, der Johannesthaler Hof sowie der Weiler Trais.

Im Ortsteil Stein wurde 1984 anlässlich der zehnjährigen Patenschaft der Gemeinde Königsbach-Stein über die Gemeinde Batsch-Brestowatz die Batsch-Brestowatzer-Heimatstube eröffnet. Mittlerweile befindet sich das Heimatmuseum Batsch-Brestowatz im Weinbrenner-Haus. In den renovierten Räumlichkeiten sind zahlreiche Trachten, Werke Batsch-Brestowatzer Kunstmaler (u. a. Sebastian Leicht, Paul Lepold, Matthias Vogl und Schwester Antonia Moullion), Bücher, Dokumente, ein Original-Fluchtwagen und diverse Gerätschaften aus dem Alltag der Donauschwaben zu sehen.

Wegstrecke:
Eisingen - Kirchsteige - Friedhof - Herrschaftswiesen - Stelze - Klammweg - Neuer Weg - Gengenbach - Grenzweg - Bilfingen - Bilfinger Straße - Kämpfelbach - Europäischer Hof - Stein - Eichbusch - Steinerhölzle - Aushubweg - Frontalgraben - Feldschlag - Lohteichweg - Hungerquelle - Waldwiesen - Am Damenknie - Grenzweg - Eulenloch - Heimbronner Hof - Birkig - Alter Gaben - Gütersberg - Hitzisgrund - Mehlwald - Reut Weingert - Kohlloch - Glöcklich - Allmendäckerle - Eisingen - ev. Kirche Eisingen

Mühlhausener Wacholderheide und Schwenninger Moos

 

Auf dieser aussichtsreichen Rundwanderung erkundet der Wanderer zahlreiche Naturschönheiten der Baden-Württembergischen Doppelstadt Villingen-Schwenningen. Start und Ende der 19 km langen Rundwanderung ist der Bahnhof in Schwenningen. Die Highlights dieser Tour sind die Mühlhausener Halde, der Türnleberg und das Schwenningen Moos. Der Wanderweg verläuft auf befestigten Wegen.

Der Türnleberg ist ein Berg mit einer Höhe von 793 m ü. NN beim Villingen-Schwenninger Stadtteil Mühlhausen. Der Türnleberg liegt auf der ehemaligen Landesgrenze zwischen Baden und Württemberg, in der Nähe des Burgrains (765 m ü. NN) von Hochemmingen. Unterhalb des Türnlebergs ist ein Grabhügel eines keltischen Burgherrn. Auf dem Türnleberg befanden sich eine keltische Siedlung und eine mittelalterliche Burg, von denen kaum noch etwas zu sehen ist.

Das Naturschutzgebiet Mühlhauser Halde liegt auf dem Gebiet der Stadt Villingen-Schwenningen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Es handelt sich um ein „vom Menschen geprägtes, reich strukturiertes Gebiet mit Wacholderheiden, Magerrasen, Feldgehölzen, Baumgruppen, Quellaustritten mit kleinen Kalkflachmooren, Fettwiesen, bachbegleitenden Hochstaudenfluren und Gehölzen sowie Flachwasserteichen – ein Lebensraum für eine Vielzahl seltener und geschützter Tier- und Pflanzenarten“.

Das Schwenninger Moorgebiet ist drei Quadratkilometer groß, befindet sich 705 m ü. NHN und ist Naturschutzgebiet. Durch das Moor verläuft die Europäische Wasserscheide, die die Zuläufe von Rhein und Donau trennt: Im Moor ist der Ursprung des 362 km langen Neckars, der bei Mannheim in den Rhein mündet. Eine Kalkmergel-Quelle innerhalb des Moores könnte am ehesten als Neckarursprung bezeichnet werden, liegt aber in einem geschützten Gebiet und ist daher für Besucher nicht zu sehen. Außerdem ist das Moor Quellgebiet des Talbachs, der bei Marbach, einem Stadtbezirk Villingen-Schwenningens, in die Brigach, einen der beiden Quellflüsse der Donau, mündet.

Um das Kerngebiet des Schwenninger Mooses führt ein Wanderweg durch Fichten- und Birkenwald, von dem aus man teilweise auf die freie Moorfläche sehen kann. Über einen kurzen Steg kann man die sich regenerierende Vegetation des Moors aus der Nähe ansehen, ohne widerrechtlich das Moor zu betreten oder zu schädigen. Im Schwenninger Moos beginnt auch der Fernwanderweg Neckarweg, der dem Neckarlauf bis zur Mündung in Mannheim folgt.

Wegstrecke:
Schwenningen - Bahnhof - Pauluskirche - Panoramaweg - Frühlingshalde - Veesenwaldrundweg - Setzebrünnele - Türnlebergweg - Türnleberg - Steinriffele - Mühlhausen - Sankt Georg - Scheibenweg - NSG Mühlhauser Halde - Wegkreuz Fa. Mezler - Wegkreuz Wagner - Wittmannstalweg - Muselquelle - Sandspitz - Kügelbühl - Fesenwald - Schwenninger Moos - Moosbach - Bauchenbergweiher - Neckarquelle - Möglingsee - Neckar - Margarete-Hoffer-Weg - Bahnhof