Wandern in und rund um Stuttgart

StuttgartWappenStuttgarts Lage im Tal zwischen steil ansteigenden, bewaldeten Höhen und der Öffnung nach Osten zum Neckar hin ist einzigartig. Weinberge ziehen sich fast bis in die Innenstadt hinein, Parkanlagen und Waldstücke sind von jedem Ort der Stadt aus schnell zu erreichen. Vom Zentrum im Talkessel ausgehend zieht sich Stuttgart an den Hängen empor, während die Vorstädte auf der umgebenden Hochfläche und im Neckartal liegen.

Typisch für die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg sind die „Stäffele“, die im gesamten Stadtbereich zu finden sind. Sie galten als Direktverbindung zwischen Tal und Anhöhen und stammen fast alle aus der Zeit, als die Hänge noch Weinberge und Gärten waren.

Mit Realisierung der int. Gartenbau-Ausstellung im Jahre 1993 wurde der lang gehegte Plan umgesetzt, mitten in der Stadt eine durchgängige, hufeisenförmige Grünzone (Grünes U) umzusetzen. Durch die Kesselage bieten sich von den Höhen Stuttgarts wunderbare Ausblicke auf die Stadt (z.B. Eugensplatz, Karlshöhe, Uhlandshöhe und auch Grabkapelle auf dem Württemberg). Stuttgart liegt auf ca. 200-550 m Höhe (Neckarwehr in Hofen / Bernhartshöhe). Die Landeshauptstadt wird von dem heute zum größten Teil verdolten Nesenbach durchflossen.

Das öffentliche Nahverkehrsnetz ist zwar relativ teuer aber bestens geeignet zur Unterstützung von Wandertouren.

Hier eine kleine Auswahl von Wanderungen in und um Stuttgart:
Rössleweg: Höhenwanderweg, insges. 54 km, in drei Etappen

Schlössleweg: vom Neuen Schloss zum Bärenschlössle, 18 km

Blaustrümpflerweg: Stuttgart-Heslach, 9 km

Roter-Socken-Weg: Marienplatz, Weinsteige, 7 km

Monte Scherbelino: durch Wälder zum Birkenkopf, Stuttgart-West, 22 km

Toskanatour: Hauptbahnhof, Stuttgart-Ost, 9 km

Vom Max-Eyth-See zum Favoritepark: Raus ans Wasser, Buck, Tour 5 u. 6, 20 km

Botnanger Kuckucksweg, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 6, 11 km

Riedenberg und Heumaden, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 7, 13 km

Feuerbacher Talkrabbenweg, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 9, 21 km

Untertürkheimer Rundwanderweg, Stuttgarter Wanderbuch, Dieter Buck, Tour 12,  12 km (bei schönem / schlechtem Wetter)

Großer Möhringer Hexenweg , Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 15, 19 km

Brunnentour durch die Stuttgarter Innenstadt, 10 km

Kleiner Möhringer Hexenweg, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 13, 8 km

Von der Solitude zum Schattengrund, Raus ans Wasser, Buck, Tour 1, 9 km

Von Stgt.- Vaihingen nach Heslach, Raus ans Wasser, Buck, Tour 2, 6 km

Von Stgt.-Möhringen nach Hohenheim, Raus ans Wasser, Buck, Tour 3, 13 km

Vom Killesberg zum Schlossgarten, Raus ans Wasser, Buck, Tour 4, 8 km

Rund um Sillenbuch, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 8, 8 km

Zuffenhäuser Hirt Teil 1, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 10, 15 km

Zuffenhäuser Hirt Teil 2, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 11, 11 km

Um Weilimdorf, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 16, ca. 14 km

Durch das alte Cannstadt, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 17, ca. 5 km

Rund um den Max-Eyth-See, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 18, 10 km

Katzenbacher Hof, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 20, 10 km

Monte Scherbelino, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 21, 13 km

Körschtal u. Schlosspark, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 22, 12 km

Oberhalb von Wangen, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 23, 6 km

Burgholzturm und Max-Eyth-See, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 24, 7 km

Degerloch und Geroksruhe, Stuttgarter Wanderbuch, Buck, Tour 25, 11 km

Vom Bärensee zum Katzenbachsee, Rund um Stuttgart, Rother, Tour 1, 11 km
Weitere Wanderideen rund um Stuttgart:
von Vaihingen über Bärenschlössle und Solitude nach Leonberg, 24 km
durch den Glemswald nach Sindelfingen, 20 km
Rund um Frauenkopf, 10 km

Stuttgarter Knausbiraweg

 

KnausbirawegDer 11 km lange Rundwanderweg wurde anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Ortsgruppe Hedelfingen im Jahr 1990 eröffnet. Der Start des Rundwegs erfolgte am Hedelfinger Bezirksrathaus, an der eine „Knausbira“ von Thomas Bachmann über dem Tor des ehemaligen Feuerwehrmagazins hängt. „Knausbira“ – das ist nicht nur der Name einer heimischen Birnensorte, so werden auch die Einwohner Hedelfingens genannt.

Diesen sagenumwobenen Spitznamen verdanken sie einer Verwechslung. Auf einer Wanderung durch Obstgärten hatten sich zwei Cousinen unter einen Baum voller „Knausbira“ gesetzt und kosteten dort reichlich von dem Obst. Eine der beiden hatte ihre Brille vergessen und erwischte statt einer weiteren Birne eine Kröte. Seitdem werden die Hedelfinger im Volksmund „Knausbira“ genannt.

Nach dem ersten Anstieg hat man den Ortsrand erreicht. Von dort aus bietet sich eine schöne Aussicht auf Hedelfingen, die Neckarbrücken und Obertürkheim mit den gegenüberliegenden Ausläufern des Schurwaldes. Durch Kleingartenanlagen erreicht der Wanderer nach einem weiteren Anstieg das Schützenhäusle. Hier hat man die Betriebstemperatur erreicht und genießt die herrliche Aussicht mit Blick auf Hedelfingen, Mettingen und Esslingen sowie die Fildern. Weiter geht es durch Weinberge mit den historische Trockenmauern und Schrebergärten Richtung Rohracker mit Blick auf den Fernsehturm. Beeindruckend sind die in Fischgratmuster angelegten Weinbergterrassen. Nach dem Abstieg durchs Dürrbachtal wird der Ortsteil Rohracker erreicht. Nach Überquerung der viel befahrenen Filderauffahrt geht es ins Katzenbachtal. Unterwegs kommt man an einem Tierfriedhof und der Martinsquelle vorbei. Ein stetiger Anstieg führt durch den Katzenbachwald auf die Hochfläche.

Am Ende des Golfplatzes kommt der Wandersmann an einem „Knausbira“-Baum vorbei, den die Ortsgruppe Hedelfingen im Jahre 1992 gepflanzt hatte. Anhand einiger verbliebener Früchte kann man sich einen Eindruck von dieser alten Obstsorte verschaffen. Nun folgt noch der Golfplatz dann geht es von einer Kleingartenanlagen bergab zum Ausgangspunkt der Rundwanderung. Der Wanderweg verläuft ausschließlich auf befestigten Wegen.

Das Ortsbild von Hedelfingen wird von liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern geprägt, zum Beispiel der Fachwerk-Kelter der Weingärtnergenossenschaft und dem „Alten Haus“ aus dem 16. Jhd., das auch als Heimatmuseum genutzt wird.

  • Sehenswert ist die Alte Pfarrkirche Hedelfingen (Friedhofskirche) mit ihren Fresken aus dem 15. Jahrhundert.
  • Die fast 1.000 Meter langen Otto-Hirsch-Brücken überspannen den Hafen und den Neckar.
  • Vor der Friedhofmauer am Hedelfinger Platz erinnert ein Gedenkstein an Otto Hirsch, dem Stuttgarter Rechtsrat und späteren stellvertretenden Vorsteher der „Reichsvereinigung der deutschen Juden“ unter dem Präsidenten Leo Baeck in Berlin. Er hatte sich auf zahlreichen Reisen und internationalen Konferenzen für die Aufnahme emigrierter deutscher Juden in anderen Ländern – meist ohne Erfolg – eingesetzt. Trotz angebotener sicherer Posten im Ausland verblieb Hirsch bei den bedrängten Glaubensgenossen, wurde schikaniert, inhaftiert und in das KZ Mauthausen deportiert, wo er unter ungeklärten Umständen starb.
Wegstrecke:
Stuttgart Hedelfingen - Rathaus - Aloisenweg - Weinberge - Aussichtspunkt Hedelfingen - Schmiedberg - Knausbirnenweg - Weinberg Engenberg - Sportplätze - Parkplatz Bärlesklinge - Lederbergweg - Katzenbachtal  - Parkplatz Ruiter Straße - Aussichtspunkt Weiler Spitz - Hedelfinger Waldsportpfad - Aussichtspunkt Steinberg - Aussichtsturm - Ruiter Straße - Rathaus