Hohenlohe Teiltour 18: Himmlische Aussichten über Eschenau und Bretzfeld

 

Eine Wanderung rund um das Brettachtal. Start und Ende der 24 km langen Rundwanderung ist der Bahnhof in Eschenau. Die Highlights der Tour sind die „himmlischen“ Aussichten auf die hohenlohische Landschaft. Der Wanderweg verläuft auf befestigten und unbefestigten Wegen.

Die Großgemeinde Bretzfeld kann himmlische Aussichten und fast 200 km gut markierte Wanderwege vorweisen: einen Rundwanderweg Brettachtal sowie weitere Rundwanderwegein allen zwölf Ortsteilen, die jeweils an Parkplätzen starten. Aber auch Radwanderwege führen durch „Wein und Natur – pur“. So heißt die Rad- und Wanderkarte von Bretzfeld, dem „Tor zum Hohenloher Land“.

Eschenau war ein Lehen der Grafen von Löwenstein, als Lehensleute hatten die Herren von Eschenau hier eine Burg, die 1504 zerstört wurde. Ab dem späten 15. Jh. gehörte der Ort den Herren von Gemmingen, die hier 1573 ein Schloss errichteten. 1650 kam der Ort an die Herren von Moser, 1705 an die von Ziegesar und um 1740 an die von Killinger. 1805 wurde Eschenau mediatisiert und fiel an das Kurfürstentum Württemberg, welches 1806 zum Königreich erhoben wurde. Seit dem 18. März 1806 war Eschenau dem Oberamt Weinsberg zugeordnet. Am 4. August 1862 erhielt Eschenau mit der Eröffnung der Strecke von Heilbronn nach Hall Anschluss an das Schienennetz der Württembergischen Eisenbahn. Seit dem 1. April 1926 gehörte Eschenau zum Oberamt Heilbronn, welches am 1. Oktober 1938 zum gleichnamigen Landkreis kam.

Die Brettach ist ein über 40 km langer linker Nebenfluss des Kochers im nördlichen Baden-Württemberg im Landkreis Schwäbisch Hall, dem Hohenlohekreis und dem Landkreis Heilbronn. Nach dem Flüsschen wurde der mittelalterliche Brettachgau benannt.

Ab Geddelsbach fließt die Brettach in engen Flussmäandern in ihrer stetig breiter werdenden Aue. Den rechten, inzwischen etwa 150 m hohen Brettachhang bedecken zunächst großflächig Weingärten, nur an seiner oberen Kante und in den Mulden kleiner Hangbäche sieht man noch Wald. Der linke, bald schon deutlich niedrigere Hang dagegen ist zunächst noch ganz bewaldet. Um den Weiler Bretzfeld-Hälden rechts auf halber Höhe lösen dann mehr und mehr Obstgärten und Hangwiesen die flurbereinigte Reblandschaft ab. Etwas weiter talab bei Wiesental mündet von links der Bernbach, ihr mit über 8 km längster Nebenfluss überhaupt. Er läuft, ebenso wie der etwa 2,5 km weiter talab bei den in die Fläche gewachsenen Dörfern Bretzfeld und Adolzfurt ebenfalls aus Süden zufließende Gabelbach, aus vielen Klingen im großen Waldgebiet zwischen Eschenau im Westen und dem Steinknickle bei Neuhütten im Osten zusammen. Nun lässt die Brettach die Berge des Mainhardter Waldes ganz hinter sich und tritt in die Lösshügellandschaft in deren Vorfeld ein.

Die Zuflüsse der Brettach mit über 5 km Länge sind der Bernbach (links, bei Bretzfeld-Wiesental), der Gabelbach (links, bei Bretzfeld-Scheppach) und der Sulzbach (links, bei Neuenstadt am Kocher). Zwischen 3 und 5 km liegen noch der Benzenbach (rechts, bei Mainhardt), der Schwabbach (links, in Bretzfeld), der Lindelbach (rechts, in Bretzfeld), der Hapbach (rechts, bei Bretzfeld-Weißlensburg), der Tabach (links, bei Langenbrettach-Langenbeutingen), der Limbach (links, bei Neuenstadt am Kocher) und der Dahenbach (links, in Neuenstadt am Kocher).

Wegstrecke:
Eschenau - Bahnhof - Wieslensdorf - Brunnenwiesenhof - Schnellenhof - Brettachtal - Rote Steige - Stöckig - Lindelberg - Bretzfeld - Sankt Stephan - ev. Kirche - Brettach - Rappach - Edelmannshof - Dimbach - Am Waldeck - Lutz Gedenkstein - Eschenau - Bahnhof

Albtraufgänger Etappe 3: vom Wasserberg nach Gingen/Fils

 

AlbtraufgaengerWanderLogoDie dritte Etappe des Albtraufgänger führt vom Wasserberghaus zum Bahnhof nach Gingen/Fils. Vom Wasserberg aus geht es durch die idyllische Region des schwäbischen Albtraufs bis zum Grünenberg, einem Aussiedlerhof mit Gasthaus, weiter zum Wanderparkplatz Burren. Faszinierende Aussichten lassen sich auf dem Burren (im Volskmund „Nähkissen“ genannt) auskosten. Der Wanderer genießt von dort den wunderbaren Blick auf die drei Kaiserberge, den Wasserberg und das „Kalte Feld“. Vom Burren aus verläuft die Route des Albtraufgängers weiter ins Obere Filstal, vorbei am Tennenberg zum Naturschutzgebiet Kuchberg mit seiner Wacholderheide. Durch den Wald an der Ruine Spitzenberg vorbei, deren Mauerreste noch an die Zeit der Ritter und Burgen erinnern, führt der Weg nach Gingen an der Fils und endet am Etappenziel.

Die Highlights der Streckenwanderung sind die vielfältigen Ausblicke auf dem Albtrauf insbes. vom Burren auf die drei Kaiserberge. Der 14 km lange Wanderweg verläuft meist auf wunderschönen Waldpfaden an der Albtrauf-Kante.

Der Wasserberg ist ein 751 m hoher Berg und liegt im Landkreis Göppingen am Rande der Schwäbischen Alb. Der Gipfel liegt auf der Gemarkung der Gemeinde Schlat und ist bewaldet. Im Westen grenzt der Wasserberg über den Sattel des Passes Gairenbuckel an das Fuchseck, dessen Gipfel ebenfalls auf der Schlater Gemarkung liegt. Auf dem Berg steht das Wasserberghaus, eine bewirtschaftete Hütte des Schwäbischen Albvereins, die auch Übernachtungsmöglichkeiten bietet. Das Wasserberghaus ist eine Station des Schwäbische-Alb-Nordrand-Weges. 

Die Eyb ist der erste längere Zufluss der Fils von der rechten Seite, nachdem bisher die von links von der zertalten Innenseite des Albtraufs zulaufenden Bäche ihre am Rande der ebenen Albhochfläche entstehenden Gegenüber  regelmäßig übertroffen haben. Die Eyb nimmt vor der Mündung noch einen nordwestlich laufenden Nebenfluss von Amstetten her auf, weshalb Geislingen in einer weiten Talspinne liegt. Fortan verläuft auch die Fils in nordwestlicher Richtung durch ihre Austrittsbucht aus der Alb in das Schwäbische Keuper-Lias-Land, in der Kuchen und dann am Zufluss des Marrbachs Gingen liegen. Inzwischen vor der Alb mündet in Süßen die rechte Lauter, der größte Nebenfluss der Fils überhaupt, auf zuletzt westsüdwestlichem Lauf. Ab hier läuft die Fils ungefähr nach Westen in ständig etwas anwachsendem Abstand vom Stufenrand der Alb zu ihrer Linken, weshalb forthin die linken und rechten Zuflüsse einander nach Länge und Einzugsgebiet ähnlicher werden.

Wegstrecke:
Wasserberg - Wasserberghaus - Rote Steige - Grünenberg - Burren - Wanderparkplatz Kuchberg - Burrenweg - Tennenbergweg - Böhringer Weg - Spitzenberg - Wanderparkplatz Barbarabach - Gingen/Fils - Bahnhof