Hauptwanderweg 3 (HW3) Etappe 1: von Wertheim nach Gamburg

 

hw3Die erste Etappe des HW3 verläuft vom Bahnhof in Wertheim zur Tauberbrücke in Gamburg. Die Highlights der 13 km langen Streckenwanderung sind die Stadt Wertheim und das Kloster Bronnbach. Der Wanderweg verläuft meist auf befestigten Wegen.

Wertheim ist die nördlichste Stadt Baden-Württembergs, direkt an der Grenze zu Bayern, etwa 70 Kilometer südöstlich von Frankfurt am Main und 30 Kilometer westlich von Würzburg.

Das Archiv der Stadt Wertheim wurde als eines von drei Teilarchiven in den Archivverbund Main-Tauber eingebracht. Der Archivverbund wurde im Jahre 1988 im ehemaligen Spital des Klosters Bronnbach unter der Trägerschaft des bereits 1978 gegründeten Staatsarchivs Wertheim eingerichtet. Schon bald darauf kam das Stadtarchiv Wertheim als zweites Archiv hinzu, knapp zehn Jahre vor der Gründung des Archivverbunds.

Der Wertheimer Dialekt, der nur in einem sehr kleinen Gebiet gesprochen wird, gehört der taubergründischen Mundart an. Diese wird dem Ostfränkischen Sprachraum zugerechnet

Direkt an der Autobahn A3 befindet sich das Factory-Outlet-Center Wertheim Village. Es wurde 2003 eröffnet. In den folgenden Jahren wurde das Outlet-Center schrittweise erweitert. Jährlich besuchen etwa 2,5 Mio. Menschen das Wertheim Village. Mit über 110 Outlet-Boutiquen auf etwa 27.000 m² Verkaufsfläche macht es Wertheim zu einem der größten Outlet-Standorte Deutschlands.

Die Burg Wertheim, hoch über der Altstadt Tauber und Main beherrschend gelegen, ist das Wahrzeichen der Stadt. Hinter einem Halsgraben nach Osten von einer hohen Mantelmauer gesichert steht von der Oberburg noch der Bergfried. Vom Palas neben einem Treppenturm und dem alten Wohnbau ist nur noch eine dreiteilige Fenstergruppe aus der Stauferzeit erhalten. Darunter steht die Ruine der Vorburg, die zur Wohnburg ausgebaut wurde. Der Archivbau über dem Torhaus stammt noch aus der Barockzeit.

Das Kloster Bronnbach ist eine 1151 gegründete ehemalige Zisterzienser-Abtei. Der Gebäudekomplex – im unteren Taubertal gelegen – befindet sich heute auf dem Gebiet der Stadt Wertheim im Weiler Bronnbach auf der Gemarkung der Ortschaft Reicholzheim im Main-Tauber-Kreis. Das Kloster der Zisterzienser ging aus der nicht mehr lokalisierbaren Burg Bronnbach hervor. Seit 1986 ist das ehemalige Kloster Eigentum des Main-Tauber-Kreises. Heute sind verschiedene Institutionen in den Klostergebäuden untergebracht, seit 2000 auch eine Ordensniederlassung der Kongregation der Missionare von der Heiligen Familie.

Wegstrecke:
Wertheim - Tauberbrücke - Jakobuskirche - Burg Wertheim - Oberer Haag - Borkenrain - Reicholzheim - Edelberg - Bronnbacher Josefsberg - Kloster Bronnbach - Klosterkirche Maria Himmelfahrt - Wasserkraftwerk Bronnbach - Bauernwaldhütte - Neuberg - Hahnenbürglein - Vierzehn-Heiligen-Kapelle - Gamburg

Jakobsweg Etappe 9: von Bebenhausen (TÜ) nach Rottenburg

 

JakobswegWegzeichenDie Abschlussetappe 9 des Jakobsweges Rothenburg-Rottenburg führt vom Kloster in Bebenhausen (TÜ) zum Dom St. Martin in Rottenburg. Die Highlights der 18 km langen Streckenwanderung sind das Schloss Hohentübingen, die Wurmlinger Kapelle und der Dom St. Martin in Rottenburg. Der Wanderweg verläuft meist auf befestigten Wegen.

Das Schloss Hohentübingen liegt zentral in der Stadt Tübingen auf einem Bergsporn. Es wurde ab dem 11. Jhd. erbaut, im 16. Jhd. erweitert und stellt in seiner heutigen Form eine Mischung aus mittelalterlicher Burg, neuzeitlichem Schloss sowie Festung dar. Heute beherbergt das Schloss das 1994 eingerichtete und seit 1997 der Öffentlichkeit zugängliche Museum Alte Kulturen, inklusive dem Museum WeltKulturen. Beide sind Teil des Museums der Universität Tübingen MUT und zeigen einen Ausschnitt der universitären Lehrsammlungen der Älteren Urgeschichte, der Jüngeren Urgeschichte, der Ägyptologie, der Altorientalistik, der Klassischen Numismatik, der Ethnologie, der Klassischen Archäologie (Abguss-Sammlung und Originalsammlung). Für Gruppen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen werden Workshops wie eine Steinzeitwerkstatt, zu Hieroglyphen, antiker Kleidung oder Tattoos, um nur wenige zu nennen, in Kursen angeboten. Der Rittersaal mit der Abguss-Sammlung ist seiner ungewohnten, friedlich-leichten Atmosphäre wegen zu einer beliebten Stätte für Dichterlesungen, Musikmatinées und Empfänge geworden.

Die Sankt-Remigius-Kapelle, umgangssprachlich auch Wurmlinger Kapelle, auf dem Kapellenberg bei Wurmlingen ist ein beliebtes Ausflugs- und Wallfahrtsziel. Der romanische Vorgängerbau wurde 1050 in der Amtszeit von Papst Leo IX. als Grabkapelle des Stifters Graf Anselm von Calw dort errichtet. Die romanische Krypta stammt aus der Zeit um 1150. Der gotische Nachfolgebau brannte 1644 ab. Die bis heute erhalten gebliebene barocke Kapelle wurde 1685 geweiht. 1911 nahm der Kunst- und Kirchenmaler Carl Dehner eine Ausmalung der Kapelle vor. Von der am Fuße des Berges gelegenen Ortschaft Wurmlingen führt ein 1687 errichteter Kreuzweg zur etwa 130 m höher gelegenen Kapelle hinauf. Um die dem Heiligen Remigius geweihte Kapelle herum befindet sich der Friedhof von Wurmlingen.

Die Bergkapelle ist von Mai bis Oktober bei schönem Wetter in der Regel sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Sage nach soll Graf Anselm von Calw angeordnet haben, dass er nach seinem Tod auf einen Wagen gelegt werden solle, der von zwei Ochsen gezogen werden solle. Dort, wo sie anhielten, solle seine Grabkapelle erbaut werden. Es gibt ähnliche Sagen zu Kirchen- und Klostergründungen an anderen Orten, diese sollen die besondere Heiligkeit des Orts darstellen, dienten aber eher zur Christianisierung zuvor heidnischer Kultorte.

Der Dom St. Martin in Rottenburg ist die Kathedralkirche des Bistums Rottenburg-Stuttgart und dem Heiligen Martin von Tours geweiht. Konkathedrale ist die Domkirche St. Eberhard in Stuttgart. Um der ursprünglichen Stadtpfarrkirche den angemessenen Rahmen einer Domkirche zu geben, wurde sie in den vergangenen zwei Jahrhunderten mehrfach renoviert und dem jeweiligen Zeitgeschmack angepasst: Neugotik (1867/68 und 1897), Neubarock (1927/28), Purismus (1955/56), Neubarock/Eklektizismus (1977/78). Die letzte Renovierung erfolgte von 2001 bis 2003 nach einem Gutachterverfahren durch ein Architekturbüro. Durch den Einzug einer Zwischendecke, ein modernes Beleuchtungs-konzept, neue Bestuhlung und das Entfernen spätgotischer Altäre soll der Eindruck eines historischen Raumes mit gotisch-barockem Stilgemisch vergessen gemacht werden. Die barocken Apostelfiguren eines Rottenburger Meisters aus dem 17. Jhd. blieben als Säulenschmuck aber erhalten.

Wegstrecke:
Bebenhausen - Kloster Bebenhausen - Maronenweg - Ursrainer Weg - Elysium - Ammer - Jakobuskirche - Ammerkanal - Schloss Hohentübingen - Ludwig-Uhland-Institut - Schlossberstraße - Lichtenberger Weg - Bismarkturm Tübingen - Sommerweg - Winterweg - Spitzberg - Kapellenberg - Wurmlinger Kapelle - Kapellenweg - Wurmlingen - Rottenburg - Marktplatz - Dom St. Martin