17 Jul 15: Mittlere Schwäbische Alb: Gustav-Ströhmfeld-Weg

GustavStroemferdWegDer Gustav-Ströhmfeld-Weg verläuft von Metzingen nach Neuffen und ist 22 km lang. Der Weg ist abwechslungsreich und sollte bei schönem Wetter gelaufen werden. Vom Bahnhof in Neuffen fährt stündlich (an Werktagen) in 20 Min. die Buslinie 199 wieder zum Ausgangsort Bahnhof Metzingen zurück.

Gustav-Ströhmfeld (1862 – 1938) war der Schöpfer der Albvereins-Wanderwege. Der nach ihm benannte Weg wurde im Mai 1940 eröffnet, 1971/72 als geologischer Lehrpfad ausgestattet und 2012/13 komplett erneuert. Geboren wurde Gustav-Ströhmfeld 1862 in einem Pfarrhaus nahe Göppingen. Von Beruf war er Oberrechnungsrat der württemberg. Landesversicherungsanstalt. 1888 trat er in den gerade gegründeten Albverein ein und übernahm das Amt des Rechners. Nach seinen Ideen wurde das weit verzweigte Wanderwegenetz des Vereins angelegt und bezeichnet. Es umfasst heute zw. Taubertal und Bodensee ca. 24.000 km. Der gebildete, rede- und schreibgewandte Mann fiel auch wegen seiner hohen Schaffenskraft auf. Der nach ihm benannte Weg von Metzingen nach Neuffen war einer seiner Lieblingswege. Der Gustav-Ströhmfeld-Weg gilt wegen seiner zahlreichen wunderschönen Aussichtspunkte zu Recht als einer der schönsten Wanderwege der Schwäbischen Alb.

Wegstrecke:

Bahnhof Metzingen – Naturfreundehaus Falkenberg – Florian (522 m) – Sportplatz Kappishäusern – Grafenberg – Kohlberg – Jusi – Hörnle (707 m) – Schillingskreuz – Karlslinde – Seizenfels – HW1 – Heidengraben – Hohen Neuffen (743 m) – Schlosssteige – Neuffen – Bahnhof Neuffen

03. Apr 15: Mittlere Schwäbische Alb: Kaiserberge Tour 1

 

MittlereSchwaebischeAlbDie Kaiserberge Tour 1 führt von Göppingen über die Drei Kaiserberge nach Schwäbisch Gmünd. Die Wandertour ist 32 km lang. Die Highlights der Tour sind die wunderschönen Ausblicke von den drei Oberjura-Zeugenbergen der Schwäbischen Alb. Die Wandertour beinhaltet einige Auf- und Abstiege, deren Begehbarkeit von der Wetterlage abhängig ist; anstrengend sind meist nur die letzten 500 m auf einen der Kaiserberge.

Hohenstaufen:

Der Hohenstaufen (684 m) ist ein vorgelagerter Zeugenberg. Sein Kegel erhebt sich weithin sichtbar und ist ein markantes Element der Landschaftssilhouette um Göppingen. Neben dem Stuifen und dem Rechberg ist der Hohenstaufen der westlichste der nahe beieinander stehenden Drei Kaiserberge zwischen dem Remstal im Norden und dem Lauter- und dem Filstal im Süden. Der Namensbestandteil staufen entspricht der alten Bezeichnung Stauf für einen spitzen, kegelförmigen Berg (abgeleitet von dem westgermanischen Adjektiv *staupa- mit der Bedeutung „steil“). Auf dem Berg liegt die Ruine der Stammburg des Adelsgeschlechts der Staufer, die ehemalige Burg Hohenstaufen. Eine Tafel auf dem Gipfel erläutert das Panorama. Seit dem 1. Juni 2002 steht auf dem Berg zur Erinnerung an die Stauferzeit eine Stauferstele.

Rechberg:

Der Rechberg (708 m) ist ein Zeugenberg am Nordrand der Schwäbischen Alb. Seit 1979 ist der Rechberg staatlich anerkanntes Erholungsgebiet. Von Straßdorf im Norden kommen ersteigt die L 1159 in einer großen Serpentine den unteren Nordhang des Bergs und läuft dann auf seinem mittleren Osthang nach dem größeren Siedlungsteil von Rechberg am Südostfuß. Von dort her erschließt eine Straße auf dem Südhang den kleineren Ortsteil im Westen und steigt dann hinab ins Tal der Krumm. Bereits seit dem 15. Jahrhundert war der Rechberg Ziel von Wallfahrten. Heute steht inmitten des offenen Gipfelplateaus die 1686/88 von Graf Bernhard Bero von Rechberg erbaute barocke Wallfahrtskirche St. Maria. Auf dem Westsporn des Berges ragt die Ruine Hohenrechberg über dem kleineren Ortsteil Rechbergs auf. Diese zur Zeit der Staufer erbaute, erstmals 1179 erwähnte Stammburg der späteren Grafen von Rechberg war das Zentrum ihres Herrschaftsgebietes.

Stuifen:

Der Stuifen (757 m) ist auch ein Zeugenberg und der höchste der Drei Kaiserberge. Im Gegensatz zu den beiden anderen Kaiserbergen ist der Stuifen nicht bebaut, sondern fast vollständig bewaldet. Der Gipfel ist nur auf einem Fußweg erreichbar. Der beste Ausgangspunkt ist ein Wanderparkplatz bei Wißgoldingen. Seit einigen Jahren ist am Kreuz ein Aussichtspunkt in Richtung Süden und Westen entstanden. Dort befinden sich auch eine Schutzhütte und ein Grillplatz. Bis zum Jahr 1850 war der Stuifen noch von Wacholderheide bedeckt. Die Aufforstung wurde aus Gründen des Hochwasserschutzes vorgenommen und war 1918 abgeschlossen. Im September 2011 wurde auf einer Freifläche an der Westseite des Stuifen ein zwölf Meter hohes Holzkreuz in 718 m Höhe errichtet. Es ist den beiden anderen Kaiserbergen zugewendet.

Wegstrecke:

Bahnhof Göppingen – Innenstadt – Mörikeanlage – Wanderparkplatz – Wanderweg parallel zur Hohenstaufenstraße L1075 – Hörnle – Ort Hohenstaufen –  Burgruine Hohenstaufen (684 m)  – Wanderweg parallel zur L1075 (Aasrücken) – Ort Rechberg – Burgruine Hohenrechberg – Kreuzweg – Haus am Rechberg (708 m)- barocke Wallfahrts- und Pfarrkirche St. Maria – Ort Rechberg – Stuifen (757 m) – Ledersberg – Waldstetten – Schlatthof – Schlangeleshalden – Schwäbisch Gmünd – Stadtpark – Fünfknopfturm – Bahnhof Schwäbisch Gmünd