Stadtwanderung Mannheim

 

Mannheim WappenMannheim ist mit knapp 310.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Die 20 km lange Rundwanderung startet und endet am Hauptbahnhof in Mannheim. Die Highlights in Mannheim sind das Barockschloss und der Wasserturm – das Wahrzeichen von Mannheim. Der Wanderweg verläuft ausschließlich auf befestigten Wegen.

Die ehemalige Residenzstadt der Kurpfalz mit ihrem stadtprägenden Barockschloss, einer der größten Schlossanlagen der Welt, bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Metropolregion Rhein-Neckar mit 2,35 Millionen Einwohnern. Mannheim liegt unmittelbar im Dreiländereck mit Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen. Von seiner rheinland-pfälzischen Schwesterstadt Ludwigshafen am Rhein, mit der es ein zusammenhängendes Stadtgebiet bildet, ist Mannheim durch den Rhein getrennt.

Mit dem als Schillerbühne bekannten Nationaltheater Mannheim, der Kunsthalle Mannheim, den Reiss-Engelhorn-Museen und dem Technoseum ist Mannheim ein überregional bedeutender Theater- und Museumsstandort. Die Popakademie Baden-Württemberg und eine lebendige Musikszene machen Mannheim auch zu einem wichtigen Zentrum der deutschen Popmusik, seit 2014 ist Mannheim UNESCO City of Music.

Bekannt ist Mannheim auch für seine Universität, welche zu einer der besten Wirtschaftsuniversitäten Deutschlands zählt und insbesondere im Fach Betriebswirtschaftslehre immer wieder Bestnoten erhält. Des Weiteren sind in Mannheim auch noch eine Hochschule, eine Musikhochschule, eine Duale Hochschule, eine Hochschule der Bundesagentur für Arbeit und eine Medizinfakultät der Universität Heidelberg angesiedelt. Mannheim liegt an der Burgenstraße, ist Start- und Zielort der Bertha Benz Memorial Route und Teil der Straße der Demokratie.

Die hufeisenförmige Innenstadt Mannheims zwischen Rhein und Neckar ist als Gitter angelegt, die „Mannheimer Quadrate“. Die Bismarckstraße verläuft vor der Front des Schlosses und verbindet die Enden der Ringstraßenabschnitte miteinander. Dazwischen liegen rechtwinklig angelegte Straßenzüge. Die Planung dieses Netzes geht auf Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz um 1600 zurück, sie ist bis heute erhalten geblieben.

Der Friedrichsplatz liegt im Osten der Innenstadt. In seinem Zentrum steht das Wahrzeichen Mannheims, der 60 Meter hohe Wasserturm. Er wurde 1889 im Neubarock-Stil erbaut und wird gekrönt von einer 3,50 Meter großen Statue der Amphitrite. Der Platz um ihn herum wurde bis 1903 von Bruno Schmitz mit Brunnen, Wasserspielen, Laubgängen und Grünanlagen im Jugendstil gestaltet. Die Wasserspiele werden im Sommer nach Einbruch der Dunkelheit eine Stunde lang illuminiert. Das östliche Halbrund des Friedrichsplatzes begrenzen Arkadenhäuser mit roten Sandsteinfassaden. In der Nord-Süd-Achse des Wasserturms wurden Kunst- und Festhalle errichtet. Die Kunsthalle – 1907 von Hermann Billing erbaut und 1983 mit einem Erweiterungsbau versehen – korrespondiert mit ihrem roten Sandstein mit der bereits vorhandenen Bebauung am Friedrichsplatz. Der Rosengarten – dessen Name sich von einem alten Gewannnamen ableitet – wurde 1903 als Festhalle eröffnet und beherbergte damals mit dem Nibelungensaal den größten Saal Deutschlands. Neben dem Wasserturm am Friedrichsplatz gibt es in Mannheim knapp 20 weitere historische Wassertürme.

Wegstrecke:
Mannheim - Bahnhof - Lindenhof - Lindenhofplatz - Lanz Park - Pfalzplatz - Parkau - Strandbadweg - Rheinufer - Stephanienufer - Großherzogin Stephanie - Rheinpromenade - Schlosspark - Schloss Mannheim - Schlosskirche - Friedrichspark - Rathaus - REM - Reiss-Engelhorn-Museum - Filsbach - Luisenring - Liebfrauen-Kirche - Neckarstrand - Josef-Braun-Ufer - Luisenpark - Unterer Luisenpark - Christuskirche - Augustaanlage - Friedrichsplatz - Wasserturm - Tritonenbrunnen - Kunsthalle - Kaiserring - Bahnhof

Odenwald: Eberbach, Wolfsschlucht und Katzenbuckel

 

Eine sehr abwechslungsreiche Powerwanderung in südlichen Odenwald verläuft rund um Eberbach am Neckar. Die 30 km lange Rundwanderung führt den Wanderer zunächst auf einem Waldweg oberhalb des Neckartals zum Aussichtspunkt Teufelskanzel. Danach erfolgt ein Abstieg durch ein wildes Waldtal nach Zwingenberg zur Burg Zwingenberg. Daran angrenzend befindet sich die Wolfsschlucht – ein tief eingeschnittenes Bachtal an dessen Schluchtrand über gesicherte Wege die Hochfläche erreicht wird. Der folgende Katzenbuckel bietet mehrere Attraktionen: den Katzenbuckelsee, der Pfad der Kristalle, eine Skisprungschanze und einen Aussichtsturm mit tollen Ausblicken in alle Himmelsrichtungen. Zum Schluss führt der Weg über die Ruine Eberbach nach Eberbach. Der Wanderweg verläuft meist auf befestigten Wegen.

Die Stadt Eberbach liegt im Norden Baden-Württembergs, rund 32 km östlich von Heidelberg, im Rhein-Neckar-Kreis. Eberbach liegt in einer Aufweitung des Neckartals am Fuße des Katzenbuckels, der mit 626 m höchsten Erhebung des Odenwalds. Es liegt im Naturpark Neckartal-Odenwald und an der Burgenstraße. Im Norden grenzt Eberbach an Hessen. Die direkte Verbindung nach Brombach (Eberbach) führt durch Hessen. Der nördlichste Punkt Eberbachs, der Stadtteil Badisch-Schöllenbach, ist nur 2 km von Bayern entfernt. Aufgrund des einst mäandernden Neckars ist die Gemarkung von Eberbach besonders reich an Umlaufbergen. Allein im unmittelbaren Stadtbereich liegen mit dem Ohrsberg und dem Hungerbuckel zwei solche Erhebungen; auf der Gesamtgemarkung befinden sich insgesamt fünf Umlaufberge.

Die Wolfsschlucht ist der steile Einschnitt des kurzen und gefällereichen Schlossbächleins im Odenwald, das bei Zwingenberg im Neckar-Odenwald-Kreis von rechts in den Neckar mündet. Die Wolfsschlucht ist ein etwa einen Kilometer langes Kerbtal, welches das Schlossbächlein durch Erosion im Buntsandstein an seinem Unterlauf geschaffen hat. Durch die Wolfschlucht ziehen einige Wanderwege, die im romantischsten Abschnitt zwischen der Burg Zwingenberg und dem erwähnten Bachzusammenfluss gebündelt sind. Dieser teilweise Stahlseile als Halthilfe bietende Pfad führt an großen Felsbrocken, abgestürzten Baumstämmen und mehrere Meter tief über Buntsandsteinbänke fallendem Wasser vorbei, einmal durchs Bett und einmal über eine Steinbrücke über den Bachlauf, verläuft zu einem großen Teil aber auch merklich über dem Talgrund auf dem linken Hang. Am Bachzusammenlauf kehrt sich eine Fortsetzung oberhalb der rechten Schluchtkante wieder hinunter in Richtung Mündung und folgt dann im Wesentlichen dem rechten Neckarhang bis nach Eberbach. Eine weitere Fortsetzung führt längs des stückweise verborgenen Quellbachs in Richtung Waldbrunn-Oberdielbach. Eine dritte folgt in einiger Entfernung dem Engelsbach talauf und erreicht dann Eberbach-Unterdielbach.

Der Katzenbuckel ist ein erloschener Vulkan und mit 626 m der höchste Berg des Odenwaldes. Auf dem Berg steht der Aussichtsturm Katzenbuckel. Er ist Ort des Katzenbuckelsees (Ex-Steinbruch) und vom Weg der Kristalle (Lehrpfad). Der Katzenbuckel erhebt sich im Naturpark Neckartal-Odenwald in der Gemarkung der Gemeinde Waldbrunn. Sein Gipfel liegt 3 km westlich von deren Kernort und 4 km ostnordöstlich des Kernorts von Eberbach am Neckar. Am südöstlichen Hangfuß liegt Waldkatzenbach. Zur Herkunft des Wortes „Katzenbuckel“ gibt es verschiedene, ungesicherte Erklärungen. Nach einer soll die Gestalt des Bergs die Umwohner an den gekrümmten Rücken einer Katze erinnert haben. Andere leiten den Bergnamen vom Stammesnamen der Chatten ab, die einst ihr Hauptsiedlungsgebiet in Nord- und Mittelhessen hatten; er lebt auch im Namen des nur drei Kilometer entfernten Bundeslandes Hessen fort. 

Wegstrecke:
Eberbach - Bahnhof - Innenstadt - Von-Göler-Weg - Heiner-Knaup-Weg - Wanderparkplatz Breitenstein - Aussichtspunkt Teufelskanzel - Zwingenberg - Wolfsschlucht - Burg Zwingenberg - Zwerchweg - Oberdielbach - Sportplatz - Waldbrunn - Eichwaldweg - Waldkatzenbach - Katzenbuckelsee - Weg der Kristalle - Skisprungschanze - Katzenbuckel - Meisenbrunnen - Freya-Hütte - Burgruine Eberburg - Eberbach - Bahnhof