Schwarzwald Nord: von Nagold nach Altensteig über den Egenhäuser Kapf

 

Schwarzwald_Mitte_NordVon der Nagolder Fachwerkaltstadt führt diese schöne Aussichtswanderung zur Burgruine Hohennagold und zum Naturparadies Egenhäuser Kapf. In Wanderführer „Schwarzwald Mitte/Nord“ aus dem Bruckmann Verlag ist mit Tour 12 eine Teilstrecke dieser Rundwanderung beschrieben. Die Highlights der 28 km langen Tour sind das Naturschutzgebiet Egenhäuser Kapf, die Stadtsilhouette von Altensteig und die Burgruine Hohennagold. Der Wanderweg verläuft auf befestigten und unbefestigten Wegen.

Nagold liegt am Rande des Schwarzwaldes zum Heckengäu in einer Talweitung beim Einfluss der Waldach in die Nagold. Die Altstadt liegt am rechten Flussufer. Am Ufer gegenüber liegt der Schlossberg mit der Ruine Hohennagold auf einer Höhe von 530 m ü. NHN. Im Nagoldtal ist der für den Schwarzwald charakteristische Buntsandstein angeschnitten, die Höhen bestehen überwiegend aus Muschelkalk und gehören zum Heckengäu.

Die reich gegliederte Landschaft ist abwechslungsreich, die steilen Talhänge zu Nagold, Waldach und Steinach sind überwiegend bewaldet. In Nagold gibt es insgesamt fünf Naturschutzgebiete: das Mindersbacher Tal im Norden, den Schlossberg, des Teufels Hirnschale auf dem Lemberg, den Ziegelberg und das Waldach- und Haiterbachtal, das zum Teil im Stadtgebiet liegt. Steinachtal, Waldachtal, Rötenbach und Nagoldtal sind ausgewiesene Landschaftsschutzgebiete.

Im nördlichen Schwarzwald, etwa auf halbem Wege zwischen Freudenstadt und Calw, thront der Egenhäuser Kapf mit 630 m ü. NHN als höchste Erhebung am Bömbachtal. Er beherbergt zu weiten Teilen das Natur- und Landschaftsschutzgebiet Egenhäuser Kapf mit Bömbachtal. Auf dem Egenhäuser Kapf ist das Evangelische Sport- und Freizeitheim Kapf angesiedelt. Es gehört zum Evangelischen Jugendwerk in Württemberg

Am Westhang in Buntsandstein übergehend, besteht der Kapf ansonsten weitestgehend aus graublauen bis grünbraunen Muschelkalkböden, die die Grundlage für Wacholderheiden, Magerwiesen, Steinriegel und kleine Steinbrüche bilden. Noch 1860 weideten Rauhbastard-Schafe auf den Enzian-Halbtrockenrasen der Markung Egenhausen.

Die Burg Hohennagold ist die Ruine einer Höhenburg. Die Ruine steht auf dem 530 m ü. NHN hohen Nagolder Schlossberg, einem Südsporn im Knie des hier eine etwa 135°-Kurve nach Norden schlagenden Flusses Nagold, der wenige Kilometer zuvor aus dem nordöstlichen Schwarzwald heraustritt in die weite Kulturlandschaft des Gäus nordwestlich des oberen Neckars. Gegenüber dem Porphyrfelsen Schlossberg mündet über 130 Meter tiefer dessen längster und rechter Oberlaufzufluss Waldach. In der Ruine sind noch heute die Grundmauern diverser Bauten des Burgkerns enthalten. Außerdem findet man noch weite Teile der Vorburg mit den Ruinen von Wehrtürmen und dem Zwinger der Vorburg. Der Bergfried und der 25 Meter hohe Wehrturm, der bestiegen werden kann, sind erhalten. Die Burg ist jederzeit frei zur Besichtigung zugänglich.

Wegstrecke:
Nagold - Berufsschulzentrum - Killberg - Oberschwandorf - Reutäcker - Kapf - Egenhäuser Kapf - Baumbach - Waldfriedhof Altensteig - Schloss Altensteig - ev. Stadtkirche - Denkmal Altensteigerle - Nagold - Bömbach - Kienersteig - Monhardt - Monhardter Weg - Ebhausen - Zum Hau - Winterhalde - Unterer Nagoldweg - Mindersbacher Tal - Rohrdorf - Hinter der Burg - Burghof - Ruine Hohennagold - Stadtpark - Krautbühl - Uferstraße - Berufsschulzentrum

Schwarzwald Mitte/Nord: Paradiestour Glatt-Tal

 

SchwarzwaldAlbLogoDie 13 km lange Paradiestour Glatt-Tal bietet viele Ausblicken auf das Glatt-Tal, den mittleren Schwarzwald und auch die Schwäbische Alb. Passagen durch Wald mit anspruchsvollen An- und Abstiegen werden ergänzt mit Taldurchgängen und dem Besuch der Orte Hopfau und Glatt. Besonders sehens- und erlebenswert ist das Wasserschloss Glatt, welches heute ein Kultur- und Museumszentrum beherbergt. Die Highlights der Streckenwanderung sind das Wasserschloss Glatt (Start- und Endpunkt der Wanderung) und das idyllisch gelegene Dorf Hopfau. Der Wanderweg verläuft meist auf (Wald-)Pfaden.

Das Wasserschloss Glatt liegt im Dorf Glatt, einem Stadtteil von Sulz am Neckar im Tal der Glatt (Landkreis Rottweil). Das Wasserschloss Glatt ist eines der wenigen erhaltenen Wasserschlösser des Landes, wobei der Zustand als Wasserschloss wiederhergestellt wurde. Es ist eines der ältesten Renaissance-Schlösser Süddeutschlands.

Im November 2001 wurde im Wasserschloss Glatt das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt eröffnet. Es beherbergt im Hauptgebäude und in der ehemaligen Zehntscheuer vier museale Einrichtungen:

  • Das bereits 1996 in der Zehntscheuer eröffnete Bauernmuseum präsentiert bäuerliches und dorfhandwerkliches Kulturgut aus den Landkreisen Rottweil und Freudenstadt.
  • Im Schlossmuseum wird die Geschichte des Dorfes und der Herrschaft Glatt veranschaulicht.
  • Das Adelsmuseum dokumentiert die Geschichte des Adels am oberen Neckar und präsentiert die Rüstkammer mit einer umfangreichen Waffensammlung.
  • Die Galerie Schloss Glatt zeigt Sammlungsbestände zur sogenannten Bernsteinschule und zur Karlsruher Neuen Figuration.

Darüber hinaus bietet das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt ein Kulturprogramm an. Die Schlosskapelle mit Stuckornamenten kann ebenfalls besichtigt werden.

Die Glatt ist ein linker Nebenfluss des Neckars am Ostrand des Schwarzwalds. Der Gewässername leitet sich vom Althochdeutschen „glat“ bzw. „glad“ ab und bedeutet u. a. „klar, glänzend, rein“. Die Glatt entsteht im Namenslauf im Dorf Aach, einem Stadtteil von Dornstetten. Hier fließen der linke und nördliche Oberlauf Kübelbach mit dem aus dem Nordwesten kommenden rechten Stockerbach neben der Grüntaler Straße zur Glatt zusammen.

Am Hang über dem Glatttal kann das Atelierhaus und der Garten des Malers und Grafikers Paul Kälberer (1896-1974) besucht werden, der zu den herausragenden Künstlern Südwestdeutschlands der Kunstrichtung der „Neuen Sachlichkeit“ zählt (www.paul-kaelberer.de).

Der Ortsteil Hopfau ist vor allem durch die Fernsehköche (Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer) des Apfelguts bekannt. In diesem Apfelgut werden Äpfel und andere Obstsorten erzeugt und zu Säften, Gelees, Likören oder Bränden verarbeitet (www.apfelgut.de). Das Gut ist in Privatbesitz und kann nur im Rahmen von angemeldeten Führungen besichtigt werden.

Wegstrecke:
Glatt (bei Sulz am Neckar) - Wasserschloss - Im Täle - Fischteiche - Blick auf Schillerhöhe - Marienhof - Ramshalde - Wasserhochbehälter - Hopfauer Steige - Hopfau - Katharinenkirche - Sommerberg - Sommerhalde - Winterhalde - Himmelberg - Glatt - Schlossplatz - Wasserschloss