Schwarzwald Mitte/Nord: Paradiestour Glatt-Tal

 

SchwarzwaldAlbLogoDie 13 km lange Paradiestour Glatt-Tal bietet viele Ausblicken auf das Glatt-Tal, den mittleren Schwarzwald und auch die Schwäbische Alb. Passagen durch Wald mit anspruchsvollen An- und Abstiegen werden ergänzt mit Taldurchgängen und dem Besuch der Orte Hopfau und Glatt. Besonders sehens- und erlebenswert ist das Wasserschloss Glatt, welches heute ein Kultur- und Museumszentrum beherbergt. Die Highlights der Streckenwanderung sind das Wasserschloss Glatt (Start- und Endpunkt der Wanderung) und das idyllisch gelegene Dorf Hopfau. Der Wanderweg verläuft meist auf (Wald-)Pfaden.

Das Wasserschloss Glatt liegt im Dorf Glatt, einem Stadtteil von Sulz am Neckar im Tal der Glatt (Landkreis Rottweil). Das Wasserschloss Glatt ist eines der wenigen erhaltenen Wasserschlösser des Landes, wobei der Zustand als Wasserschloss wiederhergestellt wurde. Es ist eines der ältesten Renaissance-Schlösser Süddeutschlands.

Im November 2001 wurde im Wasserschloss Glatt das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt eröffnet. Es beherbergt im Hauptgebäude und in der ehemaligen Zehntscheuer vier museale Einrichtungen:

  • Das bereits 1996 in der Zehntscheuer eröffnete Bauernmuseum präsentiert bäuerliches und dorfhandwerkliches Kulturgut aus den Landkreisen Rottweil und Freudenstadt.
  • Im Schlossmuseum wird die Geschichte des Dorfes und der Herrschaft Glatt veranschaulicht.
  • Das Adelsmuseum dokumentiert die Geschichte des Adels am oberen Neckar und präsentiert die Rüstkammer mit einer umfangreichen Waffensammlung.
  • Die Galerie Schloss Glatt zeigt Sammlungsbestände zur sogenannten Bernsteinschule und zur Karlsruher Neuen Figuration.

Darüber hinaus bietet das Kultur- und Museumszentrum Schloss Glatt ein Kulturprogramm an. Die Schlosskapelle mit Stuckornamenten kann ebenfalls besichtigt werden.

Die Glatt ist ein linker Nebenfluss des Neckars am Ostrand des Schwarzwalds. Der Gewässername leitet sich vom Althochdeutschen „glat“ bzw. „glad“ ab und bedeutet u. a. „klar, glänzend, rein“. Die Glatt entsteht im Namenslauf im Dorf Aach, einem Stadtteil von Dornstetten. Hier fließen der linke und nördliche Oberlauf Kübelbach mit dem aus dem Nordwesten kommenden rechten Stockerbach neben der Grüntaler Straße zur Glatt zusammen.

Am Hang über dem Glatttal kann das Atelierhaus und der Garten des Malers und Grafikers Paul Kälberer (1896-1974) besucht werden, der zu den herausragenden Künstlern Südwestdeutschlands der Kunstrichtung der „Neuen Sachlichkeit“ zählt (www.paul-kaelberer.de).

Der Ortsteil Hopfau ist vor allem durch die Fernsehköche (Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer) des Apfelguts bekannt. In diesem Apfelgut werden Äpfel und andere Obstsorten erzeugt und zu Säften, Gelees, Likören oder Bränden verarbeitet (www.apfelgut.de). Das Gut ist in Privatbesitz und kann nur im Rahmen von angemeldeten Führungen besichtigt werden.

Wegstrecke:
Glatt (bei Sulz am Neckar) - Wasserschloss - Im Täle - Fischteiche - Blick auf Schillerhöhe - Marienhof - Ramshalde - Wasserhochbehälter - Hopfauer Steige - Hopfau - Katharinenkirche - Sommerberg - Sommerhalde - Winterhalde - Himmelberg - Glatt - Schlossplatz - Wasserschloss

Baiersbronner Seensteig Etappe 4

 

Seensteig LogoDie Baiersbronner Seensteig Etappe 4 verläuft vom Mummelsee zur Tourist-Info in Schönmünzach und ist 21 km lang. Die Highlights der Streckenwanderung sind der Mummelsee, die Hornisgrinde und der Schurmsee. Der Wanderweg verläuft meist auf Waldpfaden, die bei gutem Wetter gelaufen werden sollten.

Die Hornisgrinde ist mit 1163 Höhenmeter der höchste Berg des Nordschwarzwaldes. Sie ist ein langgestreckter Bergrücken mit einer Länge von rund 2 km und liegt in Nord-Süd-Ausrichtung. Die Herkunft des seit 1605 nachweisbaren Namens ist unsicher. Eine Deutung leitet ihn aus Horn, mis und grinte ab, was so viel bedeutet wie Bergrücken, der auf seiner Höhe ein Moor trägt.

Am südöstlichen Rand des Hochplateaus der Hornisgrinde befindet sich der Dreifürstenstein. Dieser Felsen aus Buntsandstein ist nicht so sehr wegen seiner natürlichen Erscheinung bekannt. Vielmehr grenzten auf dem Dreifürstenstein einst drei Herrschaftsterritorien aneinander. Die Spuren davon sind heute noch sichtbar.

Eine neugestaltete Informationstafel neben dem Dreifürstenstein macht es einfach, die noch deutlich vorhandenen Spuren auf dem Felsen zu deuten. Auf dem Dreifürstenstein grenzten das Herzogtum Württemberg, die Markgrafschaft Baden und das Fürstbistum Straßburg aneinander. Dies war gleichzeitig der höchste Punkt Württembergs. Neben den Grenzen der drei Territorien befinden sich ein Nordpfeil, die Wappen der drei Territorien sowie eine Inschrift der Universität Hohenheim auf dem Felsen.

Der Schurmsee ist ein zur Gemeinde Forbach im Nordschwarzwald gehörender Karsee zwischen Hundsbach und Schönmünzach. Der auf einer Höhe von 794 m ü. NHN liegende See ist bis zu 13 m tief. Von der 960 m hoch gelegenen Schurmseehöhe hat man einen guten Blick über den ganzen See, der auf einem Wanderweg umrundet werden kann. Der Normalweg zum Schurmsee verläuft auf einem breiten Forstweg von Schönmünzach aus, die Entfernung beträgt etwa 4 km bei einem Höhenunterschied von rund 300 Meter.

Wegstrecke:
Mummelsee - Katzenkopf - Hornisgrinde - Hornisgrindeturm - Bismarkturm - Dreifürstenstein - Kieneck - Untergrinden - Hinter Langenbach - Blindensee - Schurmseehöhe - Schurmsee - Sommerberg - Schönmünzach - Tourist-Info Schönmünzach