Schwarzwald Mitte: Paradiestour Katzenpfad nahe Schramberg

 

SchwarzwaldAlbLogoAuf der 12 km langen Rundtour „Katzenpfad“ bieten sich immer wieder fantastische Panoramablicke, die man sich durch rund 600 Höhenmeter erarbeitet. Malerische Bauernhöfe und mehrere Burgruinen ergänzen das Landschaftsbild und machen die anspruchsvolle Tour zum Erlebnis. Start- und Zielpunkt der Rundwanderung ist der Parkplatz beim Gasthaus „Grüner Baum“ in Hardt (nahe Schramberg). Von den Burgruinen Ramstein und Berneck ist kaum mehr etwas zu sehen. Der Katzenpfad verläuft meist auf Wald- und Wiesenpfaden und seltener auf befestigten Wegen.

Berneck ist die geographische historische Bezeichnung für den oberen Flusslauf der Schiltach von Tennenbronn bis zur Einmündung des Lauterbachs in Schramberg. Als eigentliches Bernecktal wird die schluchtartige Verengung des Bernecktales zwischen den Burgruinen Berneck und Falkenstein bezeichnet. Das Bernecktal ist ein Landschaftsschutzgebiet.

Die Burg Ramstein ist die Ruine einer Höhenburg auf einem bewaldeten Kamm rund 688 m hoch im Tal der oberen Schiltach zwischen Schramberg und Tennenbronn im Landkreis Rottweil. Die Burg war das namengebende politische Zentrum der Herren von Ramstein, die aus den Herren von Obereschach hervorgingen. Diese Linie starb um 1280 aus, worauf ihre Herrschaft an die Herren von Falkenstein-Ramstein überging. 1411 wurde die Burg durch Truppen Konrads von Fürstenberg (1408–1418/19) und der Stadt Straßburg belagert, erobert und zerstört und 1428 wiederhergestellt. 1449 war der Ramstein schließlich im Pfandbesitz der Elisabeth von Rechberg, Ehefrau des Hans von Rechberg. Die Burg selbst wird erst zu Beginn des 15. Jhds in den schriftlichen Geschichtsquellen genannt, während erhaltene Sandsteinbuckelquader der Burgmauer auf die Zeit um 1250, Reste der bergseitigen Mauer mit ihren Natursteinen auf eine noch frühere Zeitstellung hinweisen. Die St. Georgener Landtafel von 1606 und die Fundamente lassen jedenfalls eine kleine, nur 400 Quadratmeter umfassende Anlage mit Graben, Mauer, Tor, Torturm, Innenhof und Palas erkennen.

Die Ruine Berneck ist die Ruine einer Spornburg auf 620 m im Bernecktal nordöstlich von Tennenbronn im Landkreis Rottweil. Sie steht auf einem bewaldeten Felsen gegenüber der sogenannten „Teufelsküche“. Über die Geschichte der Burg ist wenig bekannt. Man weiß nur, dass sie im Besitz der Herren von Falkenstein und Ramstein war. Die Burg ist von einem bis zu drei Meter tiefen Graben umgeben. Es sind Reste des ehemaligen Wohnturms und einige Mauerstücke von unklarer Bedeutung erhalten. An einem der Quader befindet sich ein Steinmetzzeichen, das auch auf der Ruine Ramstein zu finden ist. Es handelte sich möglicherweise um denselben Steinmetzen und eine Bauzeit im selben Zeitraum. Da Buckelquader ohne Zangenlöcher verbaut wurden, vermutet man eine Entstehungszeit vor dem Jahr 1230. Zwischen 1960 und 1963 wurden auf der Ruine Grabungen durchgeführt, wobei unter anderem Becherkacheln gefunden wurden, die in die Zeit zwischen 1250 und 1275 gehören. Da die gesamte Fundschicht von einer Ascheschicht bedeckt war, ist von einer Zerstörung der Anlage durch Brand auszugehen.

Wegstrecke:
Hardt - Parkplatz beim Gasthaus „Grüner Baum“ - Mittlerbauernhof - Obertischneckweg - Kalkmühle - Schleifenloch - Bernecktal - Burgruine Ramstein - Käppelehof - Bühl - Ramsteiner Höhe - Harzerhof - Bernecktal - ehem. Burg Berneck - Tischneck - Benediktenhöhe - Mittlerbauernhof - Parkplatz

Naturpark-AugenBlick-Runde Zettelberg in Bad Teinach-Zavelstein

 

Diese beeindruckende und aussichtsreiche Rundwanderung wurde im Frühjahr zum Zeitpunkt der Krokusblüte durchgeführt. Wundervolle Aussichten und die Krokusblüte werden bei jedem Wanderer bleibende Eindrücke hinterlassen. Die 16 km lange Rundwanderung startet und endet am Parkplatz Zettelberg zwischen Oberreichenbach und Rötelbach. Die Highlights der Tour sind die Wolfsschlucht, die Burgruine Zavelstein und die Krokusblüte. Der Wanderweg verläuft auf Wald- und befestigten Wegen.

Ein ganz typisches Schwarzwaldtal ist das Teinachtal. Mit seinen bewaldeten Berghängen und engem Talgrund erkennt der Besucher es als typischen Bestandteil der malerischen Schwarzwaldlandschaft, wie sie auf der ganzen Welt bekannt ist. Andererseits ist das Teinachtal durch die reichen Vorkommen von Mineral- und Thermalwasser auch ein ganz besonderes, einzigartiges Tal. Schon die Herzöge von Württemberg besuchten die reichen Wasserquellen.

Weit bekannt ist Zavelstein durch seine Krokusblüte. Der wilde Krokus „Crocus neglectus“ ist eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet und findet sich nördlich der Alpen nur an wenigen Standorten. Etwa ab Anfang März lockt die warme Frühlingssonne unzählige Blüten in allen Schattierungen zwischen Blauviolett und Weiß aus dem Boden hervor. Die mächtige orangefarbene Narbe ragt deutlich über die Staubgefäße hinaus. Die Spitzen der violetten Blütenblätter sind fast durchweg tief dunkelviolett gezeichnet, weiße oder hellviolette Blüten kommen eher selten vor. Um die Herkunft des wilden Krokus ranken sich zahlreiche Geschichten und Legenden, die Sie bei einer Wanderung oder Führung erfahren können. Ein Spaziergang durch das einzigartige Naturschutzgebiet „Zavelsteiner Krokuswiesen“ vermittelt die Geschichte des Zavelsteiner Krokusses.

Kreuzfahrer sollen den Krokus aus dem Orient mitgebracht haben. Andere meinen, dass Hirsauer Mönche einen planvollen Anbau zur Gewinnung von Safran versuchten, wozu der Crocus neglectus jedoch nicht geeignet ist. Etwas wahrscheinlicher erscheint die Erklärung, dass der Diplomat und Burgherr Benjamin Buwinghausen von Wallmerode den Krokus zur Zierde für die Burggärten 1620 von einer Auslandsreise mitbrachte und die Pflanze von hier auswilderte.

Sicher ist, dass die Ausbreitung der Krokus-Pflanze für die landwirtschaftliche Nutzung der Wiesen von entscheidender Bedeutung ist. Die Samenstände gelangen in das Viehfutter, werden unverdaut wieder ausgeschieden und mit dem Dung weiterverbreitet. Da der Dung überwiegend auf der eigenen Scholle landete, blieb der Krokus lange Zeit auf die Zavelsteiner Markung begrenzt. Erst nachdem Zavelsteiner Wiesen auch von Landwirten aus den umgebenden Dörfern genutzt wurden, hat sich der Krokus auch in den Gemarkungen Sommenhardt, Lützenhardt, Rötenbach, Weltenschwann und Speßhardt angesiedelt.

Ein beeindruckendes Erlebnis kann ein Abendspaziergang im Frühling werden. In der Ferne zeichnet sich die Silhouette der Schwäbischen Alb ab, vor einem liegt das Zavelsteiner Städtchen und auf den sanft geneigten Wiesen leuchten Hunderte Krokusblüten im Licht der untergehenden Sonne.

Wegstrecke:
Parkplatz Zettelberg - Schützenhaus - Rötelbach - Jahrhundertlinde - Kleine Misse - Emberger Grillstelle - Aussichtspunkt - ehem. Rodungsinsel Schmieh - Emberg - Berghütte - Wolfsschlucht - Rötenbach - Bad Teinach - Schloßberghütte - Burgruine Zavelstein - Naturschauspiel Zavelsteiner Krokuswiesen - Spinnerin-Kreuz - Schnappenrad - Wanderheim Zavelstein - Zettelberg