Kraichgau: OD1 Amthof bei Oberderdingen

 

NaturparkLogoDiese Wandertour im Kraichgau beschreibt eine erlebnisreiche Rundtour an den Ausläufern des Strombergs. Die 16 km lange Rundwanderung verläuft über Wiesen, Wälder und Weinberge. Mehrere Aussichtspunkte wie Kraichsee und Bernhardsweihersee liegen auf der Strecke. Ebenso der historische Amthof (besterhaltene klösterlicher Wirtschaftshof in Süddeutschland). Der Wanderweg verläuft meist auf befestigten Wegen.

Oberderdingen (bis 1964 und heute noch umgangssprachlich meist nur Derdingen genannt) ist eine Gemeinde im Kraichgau, im Nordosten des Landkreises Karlsruhe. Oberderdingen liegt an der Grenze zwischen Stromberg und Kraichgau, wobei ein wesentlicher Teil der Gemarkung zum Naturpark Stromberg-Heuchelberg gehört. Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen 154 und 337 Meter Seehöhe. Bretten, Knittlingen und Eppingen sind die nächstgelegenen Städte. 

Der Amthof in Oberderdingen wurde im frühen 14. Jhd. als befestigter Pfleghof des Klosters Herrenalb errichtet. Die Anlage umfasst neben dem eigentlichen Verwaltungsgebäude auch die Laurentiuskirche und große Wirtschaftsgebäude wie die Große Kelter. Von den ursprünglich vier Türmen des Amthofs in Oberderdingen ist der Hexenturm erhalten.

Die Laurentiuskirche wurde unter Herzog Ludwig von Württemberg von 1571 bis 1574 errichtet und war in Württemberg nach der Schlosskirche im Stuttgarter Alten Schloss die erste schlichte Predigtkirche in der Bauform der Querkirche ohne Chorraum und mit Emporen- und Gestühl-Ausrichtung auf die Kanzel an einer Längswand. Der freistehende Glockenturm geht auf den 1306/07 errichteten Kornkasten des Pfleghofs zurück und erhielt nach dem Bau der Kirche eine Turmhaube, die 1717 in heutiger Form erneuert wurde.
Das Amtsgebäude geht im Kern auf das Jahr 1391 zurück. Es war nach der Aufhebung des Klosters 1534 Sitz eines Amtmanns und ist seit 1808 evangelisches Pfarrhaus.
Die Große Kelter ist nachgewiesen seit 1500 und wurde nach Brand 1693 in ihrer heutigen Gestalt errichtet. Die Zehntscheune stammt von 1592 und wurde 1985 zum Rathaus umgebaut.
Der Hexenturm ist einer der ursprünglich vier Befestigungstürme des Pfleghofs. Zeitweilig befand sich der Ortsarrest in dem Turm, heute wird darin eine Ausstellung zur Geschichte des Amthofs gezeigt.
Zu den weiteren Baulichkeiten im Amthof zählen die Abtskapelle, das Bandhaus, das Torwächterhaus sowie eine Feuerwehrremise aus dem 18. Jhd. und die historische Ummauerung.

Tipp: Im Rosengarten, direkt neben dem Amthof gelegen, kan man um die 800 Rosen und über 60 verschiedene Sorten bestaunen und sich auch gleich über die Pflege und Zucht dieser anmutigen Pflanzen informieren.

Der Kraichsee ist ein See in der Nähe von Sternenfels und Oberderdingen, östlich von Bretten im Kraichgau. Der See liegt am Kraichbach, wenige hundert Meter nach dem Trinkwaldsee und der Quelle und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Der komplett von Wald umgebene See wurde im 14./15. Jhd. angelegt und diente den Mönchen aus Maulbronn und Herrenalb zur Fischzucht.

Wegstrecke:
Wanderparkplatz Horn - Oberderdingen - Amthof - Kraichbach - Ölmühle - Grillhütte "Hagenrain" - Wander-Parkplatz Kraichsee - Kraichsee - Rotenbergweg - Teufelsklinge - Campingplatz Freudenstein - Panoramaweg - Berhardsweihersee - Aussichtspunkt Bergwald - Wengertschützenhäusle - Aussichtspunkt von "Eugen Gültlinger" - Grillhütte Horn - Derdinger Horn - Geologisches Fenster - Wanderparkplatz Horn

Schwäbisch-Fränkischer Wald: Aspacher Panoramaweg

 

LogoDer Aspacher Panoramaweg zeigt die unterschiedlichen Landschaftsformen und alles was Aspach ausmacht. Der 26 km lange Wanderweg startet und endet an der Nicolauskirche in Kleinaspach. Die Highlights dieser Tour sind die grandiosen Ausblicke vom Alten Berg (Naturkino), vom Güldenkern und vom Föhrenberg. Der Wanderweg verläuft fast immer auf befestigten Wegen.

Der ursprünglichen Arbeitstitel des Aspacher Panoramaweges hieß „Höhen-Wasser-Weg“. Von mehreren Wanderparkplätzen, Parkplätzen und von den Bushaltestellen der Linie 367 aus kann in den Weg „eingestiegen“ werden. Aufgeteilt ist der Wanderweg in einen „Westweg“ und einen „Ostweg“, so dass Teilstrecken und Abkürzungen ermöglicht werden, die ebenfalls ab den Ausgangspunkten ausgeschildert sind. Westweg und Ostweg haben jeweils eine Länge von 12,5 km. An vielen Stellen findet man kurze Erläuterungen zum Beispiel zu Namen von Bächen, Biotopen und Naturdenkmalen. Da der Weg auch den Keuperlehrpfad, den Geschichts-, Umwelt- und Kulturlehrpfad (GUcK) und den WeinWanderWeg berührt, erhält der Wanderer automatisch viele weitere Informationen entlang der Strecke.

Aspach hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Neckarbecken. Aspach liegt am Fuße des Schwäbischen Waldes und am Südrand der Löwensteiner Berge in 254 bis 516 Meter Höhe. Westlich des Ortsteils Kleinaspach liegt der Hardtwald. Erst 1357 wurde Kleinaspach erstmals urkundlich erwähnt. Damals verkauften die Herren von Lichtenberg den Ort an die Württemberger. Dort gehörte er lange Zeit zum Oberamt Bottwar, mit dem er 1810 zum Oberamt Marbach kam. Als dieses 1938 aufgelöst wurde, fiel Kleinaspach an den Landkreis Backnang und gehört seit 1973 nunmehr – wie die gesamte Gemeinde – zum Rems-Murr-Kreis. Besonders bemerkenswert ist in Kleinaspach die historische Kelter aus dem späten 18. Jahrhundert.

Rietenau besitzt im verwinkelten Ortskern mehrere prächtige Fachwerkhäuser. Neben den Mineralquellen, die die Geschichte des Orts über Jahrhunderte weg geprägt haben, sind vor allem noch die Grabmale der Familie Minner aus dem späten 16. Jhd. erwähnenswert, die man in der Kirche St. Ulrich besichtigen kann. Der Aspacher Panoramaweg streift Rietenau nur am Parkplatz Heiligental.

Die Mechatronik Arena ist ein Fußballstadion im Ortsteil Großaspach der Gemeinde Aspach. Das 10.001 Zuschauer fassende Stadion ist Heimstätte des Fußballvereins SG Sonnenhof Großaspach. Die Mechatronik Arena ist Teil des Sportparks Fautenhau. Der untere Platz war ehemals das Hauptspielfeld im Fautenhau, das im Zuge der Umbaumaßnahmen ab 2009 um 1,50 Meter tiefer gelegt wurde. Außerdem sind das Vereinsheim der SG Sonnenhof und ein in eine der Tribünen integriertes Blockhaus im kanadischen Stil Teil der Arena.

Der Wanderweg führt auch am Hotel Sonnenhof in Kleinaspach vorbei. Andrea Berg ist im Sonnenhof in Aspach zuhause. Dort lebt sie mit ihrem Mann Uli Ferber, den sie 2007 heiratete. Das Erlebnishotel Sonnenhof zieht jedes Jahr eine große Besucherzahl an. Vanessa Mai wurde 1992 in Kleinaspach geboren (bürgerlicher Name: Vanessa Marija Else Ferber).

Wegstrecke:
Kleinaspach - Nicolauskirche - Holzwarth - Rohrbach - Röhrach - Grasmultenbach - Fautenhau - mechatronik Arena - Allmersbach - Nonnenäcker - Hohrot - Stegmühle - Mühlkanal Stegmühle - Mühlhau - Erlenhau - Schneckenberg - Biotop - Größeweg - Strümpfelbacher Str. - Vorderer Berg - Schönenbühl - Fritz Abele See - Kohlklinkensträßchen - Güldenkern - Rietenau - Parkplatz Heiligental - Klöpferbach - Wengertschützenhäusle - Alter Berg - Mystische AugenBlicke (Naturkino) - Föhrenberg - Hintervöhrenberg - Vordervöhrenberg - Steinhausen - Eisberg - Rohrbach - Einöd - Obere Mühle - Sonnenhof - Kapelle St. Urban - Hornungshof - Krummenbach - Kleinaspach