Neckarweg Etappe 9: von Pliezhausen nach Neckartailfingen

 

NeckarwegDie neunte Etappe des Neckarweges verläuft vom Spitalhof in Pliezhausen bis zur Reutlinger Str. in Neckartailfingen. Die Highlights der 10 km langen Streckenwanderung sind die Klostermühle in Reutlingen-Mittelstadt und das Naturschutzgebiet Schönrain. Der Wanderweg verläuft meist auf unbefestigten Wegen.

Mittelstadt ist seit 1975 ein Stadtteil von Reutlingen. Der rund 3400 Einwohner zählende Ort liegt am Neckar und grenzt an den Landkreis Esslingen. Mittelstadt liegt etwa 8 km nördlich der Reutlinger Innenstadt am rechten Ufer des Neckars. Angrenzende Orte sind Neckartenzlingen im Norden und Bempflingen im Nordosten (beide Landkreis Esslingen), Riederich im Osten, Metzingen im Südosten, die Reutlinger Stadtteile Reicheneck und Oferdingen im Süden bzw. Südwesten sowie Pliezhausen im Westen. Ausgrabungen von Werksteinen deuten auf eine römische Siedlung hin, die auf dem Gebiet des heutigen Mittelstadt lag. Als die Alemannen einfielen und die Römer verdrängten, siedelten sie überwiegend dort, wo der Boden schon bestellt worden war. Man geht davon aus, dass sich hier ein Alemanne namens Muthilo niederließ, der der Siedlung seinen Namen gab. „Gänsfüß“ war der Ortsneckname für die Mittelstädter. Diese Bezeichnung spiegelt auch das Wappenbild wider, das einen roten Gänsefuß auf weißem Grund zeigt. Es soll Anfang des 20. Jhs von einem ortsansässigen Malermeister entworfen worden sein und wurde mindestens von 1930 an von der Gemeinde verwendet.

Der Schönrain ist ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet im Gebiet der Gemeinde Neckartenzlingen. Das ca. 7 ha große Naturschutzgebiet gehört zum Naturraum Mittleres Albvorland und liegt an einem rechtsseitigen Steilhang des Neckars südlich der Gemeinde Neckartenzlingen. Große Teile des Hangs werden seit Jahrhunderten beweidet, auch heute trägt der Hang eine teilweise von Gebüsch und Wacholder durchsetzte Schafweide, die überwiegend aus dem Silberdistel-Weiderasen besteht. Eine floristische Besonderheit des Schönrain ist das bedeutendste Vorkommen in Baden-Württemberg der vom Aussterben bedrohten Herbst-Schraubenstendel oder Herbst-Drehwurz. Erhalten und gefördert werden soll außerdem der Bestand an gehölzfreien Magerrasen mit einer großen, natürlich vorhandenen Standortvielfalt. Der Hang wird inzwischen wieder intensiv mit Ziegen und Schafen beweidet und darüber hinaus vom Schwäbischen Albverein jährlich gepflegt und betreut.

Neckartailfingen liegt am Neckar, etwa 25 km südlich von Stuttgart. Der alte Ortskern befindet sich links des Neckars. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde überwiegend rechts des Neckars gebaut, es entstand die sogenannte „Vorstadt“. Neun Naturdenkmale bereichern den Ort. Darunter die 1883 gepflanzte Lutherlinde, der Nordteil des Aileswasensees, der Neckaraltarm mit Auenwald westlich der Brücke der B 312 und verschiedene Feldhecken, Feuchtwiesen und Feldgehölze. Der Aileswasensee entstand durch ein Kieswerk, heute ist der See mit einer Gaststätte und mehreren „Stränden“ ein beliebtes überregionales Ausflugsziel. Ein FKK Strand ist vorhanden.

Wegstrecke:
Pliezhausen - Spitalhof - Wittumhalde - Mittelstadt - Klostermühle - Brunnen - Naturschutzgebiet Schönrain - Neckartenzlingen - Neckarbrücke - Hochwasserschutzdamm - Flößerfigur - Erms - Sportanlagen - Gotthilf-Bauer-Brünnele - Freizeitanlage Aileswasen - Badesee - Seehaus - Neckartailfingen

14 Dez 13: Hauptwanderweg 10 (HW10) Etappe 1

 

HW10SymbolDer Stromberg-Schwäbischer-Wald-Weg (HW10) verläuft von Pforzheim nach Lorch und ist ca. 170 km lang. Wichtige Städte auf dem Weg sind Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Freiberg am Neckar, Marbach und Backnang. Der HW10 beginnt zusammen mit dem Schwarzwald Westweg des Schwarzwaldvereins an der Bushaltestelle Kupferhammer in Pforzheim bei der Goldenen Pforte.

Landschaftlich verläuft die Tour über die Höhen des Naturparkes Stromberg-Heuchelberg, des Murrhardter und Welzheimer Waldes, den südlichen Schwäbisch-Fränkischen Wald und rund um den mittleren Neckar. Die Weg-Markierung ist ein Roter Strich mit Beschriftung HW10.

Die erste Etappe des Hauptwanderweg 10 (HW10) verläuft von Pforzheim nach Illingen und ist ca. 35 km lang. Zu den Highlights der Tour gehören das Seehaus und das Schützenhaus in Pforzheim, der Aussichtsturm Chartaque und der Weg durch die Roßwager Weinberge.

Los geht es an der Bushaltestelle Kupferhammer in Pforzheim. Der schöne Waldweg führt leicht bergauf auf der westlichen Talseite der Würm in Richtung Seehaus. Kurz nach dem Seehaus erreicht der Wanderer das Schützenhaus (am Eingang ist eine kleinen Gedenkstätte). Der weitere Weg führt aus dem Wald heraus in das Industriegebiet Hagenschieß, wo viele DHL-Transportfahrzeuge zu sehen sind. Entlang der Eppinger Linie am Waldrand führt der weitere Streckenverlauf in Richtung A8. Die Eppinger Linien waren eine befestigte Verteidigungslinie, die von Weißenstein bei Pforzheim über Mühlacker, Sternenfels, Eppingen bis nach Neckargemünd reichte. Sie hatte eine Gesamtlänge von 86 km.

Kurz nach der Überquerung der A8 lohnt sich ein Blick vom Aussichtsturm Chartaque, der zu früheren Zeiten als Wachturm gedient hat. Das nächste Ziel ist die Enzkreis-Gemeinde Niefern-Öschelbronn. Das Gemeindezentrum wird am Rathaus durchquert und der Waldweg verläuft leicht bergauf und gerade zur Eppinger Linie, dann bergab zur Enzschleife nach Mühlhausen und über die Enz nach Roßwag. Nun beginnt der schönste Abschnitt der Etappe durch die Roßwager Weinberge. Der Terrassenweinbau begründete schon im vorigen Jahrhundert den Ruf der Roßwager Weine. Das Enztal zwischen Mühlacker und Vaihingen ist eines der wenigen Weinbaugebiete Württembergs mit reinen, mineralstoffreichen Muschelkalkböden. Oben am Kamm des Weinbergs angekommen, blickt der Wanderer auf die anderen Talseite direkt auf Illingen. Am Bahnhof Illingen ist das Etappenziel erreicht.

Wegstrecke:

Pforzheim – Pforzheim Kupferhammer – Seehauspfad – Seehaus – Schützenhaus Pforzheim – Plattenbruchweg – Niefern – Fürstkopfsträßle – Überquerung A8 – Chartaque – Eppinger Linie – Kimmattenrain – Öschelbronn – Großglattbach – Mühlhausen an der Enz – Roßwag – Tier Gnadenhof Illingen – Überquerung B10 – Illingen Bahnhof