Mittlere Schwäbische Alb: Westerheim W1, W2 und W3

 

MittlereSchwAlbAuf der Homepage der Gemeinde Westerheim sind einige Wanderungen rund um Westerheim beschrieben. Ich habe versucht die Wanderungen W1, W2 und W3 in einer Tour zu verbinden. Die 25 km lange Rundwanderung startet und endet am Kirchenplatz in Westerheim. Die Highlights der Tour sind der Blick auf Donnstetten, die Schertelshöhle, das Steinerne Haus, der Filsursprung und der Lämmerbuckel. Der Wanderweg verläuft auf befestigten und unbefestigten Wegen.

Westerheim ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis. Westerheim ist mit seiner gesamten Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Der Luftkurort Westerheim liegt auf der Schwäbischen Alb rund 30 km nordwestlich von Ulm. Westerheim liegt im nordwestlichen Zipfel des Alb-Donau-Kreises und ist die höchstgelegene Gemeinde des Landkreises. Die St.-Stephanus-Kirche wurde 1787/88 anstelle einer Vorgängerkirche von Anfang des 14. Jhs erbaut. Sie verfügt über einen Hochaltar im Barockstil. Sie wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum „Denkmal des Monats Januar 2011“ ernannt.

Die Schertelshöhle ist eine 212 m lange Tropfsteinhöhle. Sie ist eine der schönsten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb, beleuchtet und kann von Mai bis Oktober täglich besichtigt werden.

Das Steinerne Haus ist eine 55 m lange Höhle mit einer 8 m hohen Halle im Eingangsbereich, in dem sich im Winter hunderte große Eiszapfen bilden, die oft erst im Frühjahr schmelzen. Das Steinerne Haus liegt nur wenige hundert Meter von der Schertelshöhle entfernt am gegenüberliegenden Talhang und bequem über einen Wanderweg oder – schneller – über zahlreiche Stufen den Hang hinunter und auf der anderen Seite des Tals wieder ein kurzes Stück nach oben erreichbar. Der Höhleneingang des unbeleuchteten Steinernen Hauses ist durch die eingestürzte Decke und frei zugänglich. Von der Halle aus geht es rechts zu einem Wurmfortsatz, der im Winter zum Schutz überwinternder Tiere geschlossen ist.

Der Filsursprung ist eine Karstquelle bei Wiesensteig, auf der Mittleren Schwäbischen Alb. Sie bildet den Ursprung der Fils, die in einem Trockental, dem Hasental, auf 625 m ü. NN entspringt. Das von der Straße Schopfloch–Wiesensteig abzweigende verkehrsfreie Hasental ist eine beliebte Wanderstrecke. Nach Durchwanderung des 4 km langen, abwärtsführenden Trockentals, einem Tal ohne jedes Rinnsal oder andere oberflächige Entwässerung, immer durch Felder und Wiesen, von Mischwald beidseitig gesäumt, erreicht man die aus mehreren Schotterflächen des Talgrundes entspringende Fils. Diese tritt aus einer sogenannten Schichtquelle zutage.

Der Lämmerbuckeltunnel an der Nordwestflanke der Schwäbischen Alb ist ein 625 m langer und 7,5 m breiter Tunnel am Albaufstieg der Bundesautobahn 8 bei Wiesensteig im Landkreis Göppingen. Er ist nach dem Nasenfelstunnel der zweitälteste Autobahntunnel Deutschlands, der noch in Betrieb ist.

Wegstrecke:
Westerheim - Kirchenplatz - Christkönigskirche - Lourdesgrotte - Sellenbergkapelle - Am Weißdorn - Sportplatz - Campingplatz - Katzental - Donnstetten - Steinernes Haus - Burkhardtshöhle - Schertelshöhle - Kleiner Filsursprung - Zieleiche - Lämmmerbuckel - A8 - Europäische Wasserscheide - Stöcke - Riet - Westerheim

Heckengäu: Hohscheid-Rundweg bei Enzweihingen

 

Wappen EnzweihingenStart und Ziel der 13 km langen Rundwanderung ist die Enzbrücke an der B10 im Vaihinger Stadtteil Enzweihingen. Zunächst führt der Wanderweg auf den Kinzinger Berghof. Anschließend geht es über die Felder nach Riet, dann über den Hohscheid und schließlich nach Hochdorf. Die Highlights der Tour sind das Schloss Riet und das Keltenmuseum in Hochdorf. Der Wanderweg verläuft ausschließlich auf befestigten Wegen. Trotz heftiger Stürme über die Hochebene zwischen Riet und Hochdorf war die Wandertour gut zu laufen und das Wetterbild spannend.

Enzweihingen, im Mittelalter Wihingen genannt, ist seit 1971 ein Teilort der Großen Kreisstadt Vaihingen an der Enz im baden-württembergischen Landkreis Ludwigsburg. Enzweihingen liegt rund drei Kilometer östlich der Kernstadt von Vaihingen zwischen Strohgäu und Heckengäu, am Zusammenfluss von Kreuzbach, Strudelbach und Enz auf 200 bis 300 m Höhe. Zum Dorf gehören die Weiler Leinfelder Hof und Pulverdingen. Die benachbarten Siedlungen sind (von Nordosten im Uhrzeigersinn) Leinfelder Hof, Oberriexingen, Unterriexingen, Pulverdingen, Schönbühlhof (Markgröningen), Hochdorf, Riet, Aurich und Vaihingen an der Enz. 

Schloss Riet ist ein Schloss im Stadtteil Riet der Stadt Vaihingen/Enz. Schon im 12. Jhd. ist in Riet eine Wasserburg der Staufer überliefert. Im 15.Jhd entstanden wahrscheinlich auf Resten dieser Burg die massiven Untergeschosse, welche im 16. Jhd. durch vier Ecktürme und zwei Fachwerkgeschosse ergänzt wurden. In dieser Zeit kamen auch die Herren von Reischach-Riet durch Hans von Reischach erstmals in Besitz des Schlosses. Nach der Lehensauflösung 1835 blieb das Schloss in Besitz der Reischachs, in deren Besitz es sich heute immer noch befindet.

Das Keltenmuseum Hochdorf befindet sich im Eberdinger Ortsteil Hochdorf, rund 18 km westlich von Ludwigsburg. Es zeigt vor allem Repliken der Funde aus dem 1978 ausgegrabenen keltischen Hügelgrab am Rande des Orts und gibt einen Überblick über die Lebensweise der Kelten im Allgemeinen.

Zur Gestaltung des Museumsgebäudes wurden Elemente des Grabhügels aufgegriffen. Der Metallbogen an der Front des Gebäudes stellt den Grabhügel dar, die nachgebaute und mit Repliken ausgestattete Grabkammer befindet sich unter diesem Bogen an der gleichen Stelle wie einst im richtigen Grab. Die Repliken wurden mit eisenzeitlicher Technik hergestellt, die originalen Funde befinden sich im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart. Zur Dauerausstellung gehört außerdem das originale Skelett des Fürsten sowie Dokumentationsfilme über den Fund und die Ausgrabung.

Neben dem Museumsgebäude befindet sich ein kleines Freilichtmuseum mit Rekonstruktionen verschiedener keltischer Gebäude, deren Überreste an ebendieser Stelle gefunden worden waren. Hier werden hallstattzeitliche Handwerkstechniken wie z. B. die Eisengewinnung mit einem Rennofen dargestellt und ein umfassender Überblick über die intensive eisenzeitliche Besiedlung der Region Ludwigsburg vermittelt, in der über 150 Fundstellen aus dieser Zeit entdeckt wurden.

Wegstrecke:
Enzweihingen - Enzbrücke - Kreuzbach - Lerchenhof - Riet - Schloss - Strudelbach - Hohscheid - Hochdorf - Keltenmuseum - Pfaffenwäldle - Enzweihingen - Enzbrücke