Stromberg: zwischen Maulbronn und Sauberg (W3K Tour 17)

 

NaturparkLogoDiese Wanderung führt von der bekannten Klosterstadt Maulbronn durch den Wald nach Ötisheim. Der Wanderer erlebt auf dem Sauberg (von der Chartaque) einen atemberaubenden Fernblick bis zum Schwarzwald. Der Rückweg nach Maulbronn steht voll und ganz im Zeichen der Eppinger Linien. Start und Ziel der 18 km langen Rundwanderung ist das Kloster im Maulbronn. Der Wanderweg verläuft auf befestigten Wegen.

Das Kloster Maulbronn ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Ortsmitte von Maulbronn. Kleinstadt und Kloster liegen am Südwestrand des Strombergs, der sich im südlich des Odenwalds und nördlich des Schwarzwalds gelegenen Kraichgau erhebt. Maulbronn gilt als die am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen. Hier sind alle Stilrichtungen und Entwicklungsstufen von der Romanik bis zur Spätgotik vertreten. Die Anlage, die von einer Mauer umschlossen ist, beherbergt heute unter anderem mehrere Restaurants, die Polizei, das Rathaus von Maulbronn und andere Verwaltungsämter. In den Klostergebäuden befindet sich auch ein evangelisches Gymnasium mit Internat (Evangelische Seminare Maulbronn und Blaubeuren). Das Kloster Maulbronn ist seit Dezember 1993 UNESCO-Welterbe.

Ötisheim ist eine Gemeinde im Enzkreis mit über 4700 Einwohnern und wurde zum ersten Mal 783 erwähnt. Mit seinen Kulturdenkmale im Ortskern, zählt Ötisheim zu den wertvollsten historischen Ortskerne, der insgesamt 89 ausgewählten Dörfern in Baden-Württemberg, die eine besonders historische Qualität aufweisen können. Der Ort stand bis zur Reformation unter dem Einfluss des Klosters Maulbronn. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg bezog Friedrich Karl von Württemberg ein Standquartier um französische Truppen abzuwehren, bekannt auch als die Schlacht bei Ötisheim. Um 1700 kam Henri Arnaud in die Gegend und gründete die Siedlung Schönenberg, welche später ein Teilort von Ötisheim wurde. Nachdem die Gemeinde ihre Unabhängigkeit bei der Kreisreform 1973 bewahrte, ist sie mit der Stadt Mühlacker eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft eingegangen. Ötisheim zählt zu den wenigen Orten in Baden-Württemberg, welche ohne Schulden sind.

Der Hohenackersee wurde zur Wasserversorgung des Klosters Maulbronn angelegt. Der Teich liegt südöstlich der Stadt Maulbronn. Der Hohenackersee ist einer von über 20 Seen, die die Mönche des Maulbronner Klosters anlegten, um die Wasserversorgung des Klosters sicherzustellen und um Fischzucht zu betreiben. Zudem wurden zahlreiche Wassergräben gebaut. Innerhalb dieses Systems gehört der Hohenackersee zu den Speicherseen, die oberhalb des Klosters liegen. Die meisten Seen sind heute trockengelegt oder verlandet; neben dem Hohenackersee sind noch der Tiefe See, der Aalkistensee und der Roßweiher erhalten.

Das Naturschutzgebiet (NSG) Roßweiher liegt östlich von Maulbronn. Es umfasst den gut vier Hektar großen Roßweiher, einen der Weiher des Klosters Maulbronn, sowie angrenzende Flächen. Mönche des 1147 gegründeten Klosters Maulbronn bezogen den Roßweiher in ein System aus Seen, Weihern und Gräben ein, das der Fischzucht und der Wasserversorgung des Klosters diente.

Wegstrecke:
Maulbronn - Kloster - Feuerwache Maulbronn - Bahnweg - Sickinger Rainweg - Seerichtstatt - Eckhausee - Grillhütte Eckhausee - Ötisheim - Bahnhofstraße - Neuapostolische Kirche - Kath. Kirche - Schönenberg - Sauberg - Ötisheimer Straße - Eppinger Linie - Chartaque - Schanzenweg - Hohenackersee - Roßweiher - Kloster Maulbronn

Kraichgau Tour 17: Knittlingen – Maulbronn

 

Kraichgau LogoIm Rother Wanderführer ist mit Tour 17 eine Rundwanderung um Knittlingen und Maulbronn beschrieben. Die Tour durch den Schillingswald, das Salzachtal und den Buchwald ist 15 km lang. Die Highlights dieser Wanderung sind der Aalkistensee und die Ausblicke vom Elfinger Berg. Der Wanderweg verläuft auf befestigten und unbefestigten Wegen.

Knittlingen liegt am Übergang des Kraichgaus in den Stromberg. In Knittlingen befinden sich heute ein umfangreiches Faust-Archiv und ein Faust-Museum. Das Faust-Museum in Knittlingen im Enzkreis ist im Alten Rathaus, einem Fachwerkhaus aus dem 18. Jh., untergebracht. Die Dauerausstellung wurde 2002 neu konzipiert. Sie zeigt Exponate zum historischen Johann Georg Faust, der vermutlich um 1480 in Knittlingen geboren sein soll, sowie zu den zahlreichen Bearbeitungen des Fauststoffs.

In Knittlingen wurde die erfolgreiche Schlagerband Die Flippers gegründet. Knittlingen ist Wohnsitz von Bernd Hengst, ehemals Sänger und Bassist der Band.

Der Aalkistensee (älterer Name Aalküstensee) ist ein See im Enzkreis in der Nähe von Maulbronn. Nach Untersuchungen von Seesedimenten entstand der See vermutlich durch einen Erdfall, der durch Auslaugungsprozesse im Gipskeuper verursacht wurde. Die Sedimentation setzte gegen Ende des dritten Jahrtausends v. Chr. während des Übergangs von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit ein.

Die Fischzucht im Aalkistensee wurde 1967 aufgegeben, da das Wasser zu stark verschmutzt war. Das Abwasser Maulbronns wurde bis 1953 ungeklärt, bis 1978 nur mechanisch gereinigt in die Salzach eingeleitet. Mittlerweile überdeckte Sedimente im See enthalten giftige Schwermetalle, die dem Abwasser der Galvanik-Industrie in Maulbronn entstammten. Um 1997 wurde der Damm des Sees saniert, da er als zu niedrig und zu steil eingestuft wurde. Bei der Sanierung wurden alte Bäume und kulturhistorisch wertvolle Bauwerke entfernt.

Das Naturschutzgebiet Weissacher Tal liegt auf dem Gebiet der Stadt Knittlingen. Das Naturschutzgebiet liegt östlich von Knittlingen und erstreckt sich im Tal der Weißach vom Hochwasserrückhaltebecken Weissacher Tal bis an den Ortsrand von Freudenstein-Hohenklingen.

Wegstrecke:
Knittlingen - Freudensteiner Str. - Freibad Knittlingen - St. Leonhard - Halde - Schillingswald - Lerchenfeld - Aalkistensee - Vogtsbiegel - Elfinger Hof - Maulbronn - Elfinger Berg - Reichshaldener Köpfle - Berghausstraße - Kalkofenstraße - Aussiedlerhof Silber - Weissacher Tal - Knittlingen - Freibad