Liebliches Taubertal Tour 12: Bildstöcke und Wegkreuze bei Gerchsheim

 

TaubertalLogoZwischen Gerchsheim und Schönfeld (nahe Tauberbischofsheim) kann ein ebener Rundwanderweg mit schönen Fernsichten gelaufen werden. Start- und Endpunkt der 13 km langen Wandertour ist die Ortsmitte von Gerchsheim. Von der Ortsmitte in Gerchsheim führt der Wanderweg in östliche Richtung zur Unterführung der A81. Von hier aus geht es gemütlich dem Grünbach folgend nach Schönfeld. In Schönfeld führt der Weg in Richtung Irtenberger Wald. Eine Besonderheit dieser Wandertour sind die beiden Hoheitssäulen im Irtenberger Wald aus dem Jahr 1584. Aus dem Wald heraus kommend geht es dann über den See am Wolfsgraben wieder zurück nach Gerchsheim.

Gerchsheim liegt etwa sechs Kilometer nordwestlich von Großrinderfeld. Etwa vier Kilometer südwestlich liegt der Großrinderfelder Ortsteil Schönfeld. Die Germarkungsgrenze Gerchsheims endet an der Landesgrenze von Baden-Württemberg und Bayern, die den Ort halbkreisförmig (von Südwesten bis Südosten) umgibt. In der Ortsmitte von Gerchsheim steht die römisch-katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer.

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Gerchsheim, einem Ortsteil von Großrinderfeld im Main-Tauber-Kreis, wurde im späten 14. Jhd. erstmals errichtet. Die Kirche gehört heute zur Seelsorgeeinheit Großrinderfeld-Werbach, die dem Dekanat Tauberbischofsheim des Erzbistums Freiburg zugeordnet ist.

Im Irtenberger Wald befinden sich zwei Hoheitssäulen aus dem Jahr 1584. Nach endlosen Grenzstreitigkeiten mit den kurmainzischen Nachbarn wurden unter Fürstbischof Julius Echter (1573-1617) etwa 150 m südlich der urspünglichen „Geleitstraße“ (heute St 578/Romantische Straße) an der einstigen „Weinstraße“ (historischer Handelsweg vom badischen Taubertal in den Ochsenfurter Gau) die beiden Geleitsäulen oder Zollstöcke mit Inschriften und Wappen der damaligen Machtinhaber errichtet. Die beiden über vier Meter hohen Hoheitssäulen, die auch „Geleitsäulen” oder „Zollstöcke” genannt werden, sind aus rotem Sandstein gefertigt und zeigen das jeweilige Wappen des Hochstift Würzburg und des kurfürstlichen Erzstifts Mainz sowie darüber jeweils eine Inschrift. In den 1930er Jahren wurden die Säulen zu ihrem eigenen Schutz im Rahmen des Ausbaus der heutigen Staatsstraße 578 etwa 150 m in südlicher Richtung entlang der heutigen Landesgrenze versetzt. 2006 erfolgte eine umfassende Sanierung durch den Freistaat Bayern.

Wegstrecke:
Gerchsheim - Ortsmitte - Pfarrkirche St. Johannes der Täufer - Unterführung A81 - am Grünbach entlang - Schönfeld - Schönfelder Straße - Gemeindewald - Irtenberger Wald - Unterführung A81 - Hoheitssäulen - See am Wolfsgraben - Gerchsheim

Liebliches Taubertal: Tauberschwarzweg bei Lauda-Königshofen

 

TaubertalLogoDie Rundwanderung Tauberschwarzweg im Lieblichen Taubertal verläuft nahe Lauda-Königshofen. Die 16 km lange Rundwanderung kann am Bahnhof in Lauda-Königshofen oder am Oberen Tor in Lauda gestartet werden. Mitten in Weinbergen liegt besonders schön das Weindorf Beckstein. Der Wanderweg verläuft meist auf befestigten Wegen und kann auch bei schlechtem Wetter gut gelaufen werden.

Die Weinstadt Lauda-Königshofen liegt im Main-Tauber-Kreis in der heute als Tauberfranken bekannten Region. Die Gemeinde liegt an der Romantischen Straße im Herzen des „Lieblichen Taubertales“ in 189 bis 320 Meter Höhe und zählt zur Region Franken. Besondere Bauwerke in Lauda sind die Katholische Stadtkirche St. Jakobus aus dem 14. Jhd. mit reicher Barockausstattung und die Kapelle zum heiligen Grab (auch Blutskapelle genannt) aus dem 13. Jhd. 

Gerlachsheim, Lauda und Königshofen liegen am Taubertalradweg, einem Radwanderweg in Tauberfranken. Der etwa 180 km lange Jakobsweg Main-Taubertal führt durch Gerlachsheim, Lauda, Beckstein, Königshofen und Sachsenflur. Auch der etwa 130 km lange Panoramaweg Taubertal verläuft durch das Stadtgebiet. Der Main-Tauber-Fränkische Rad-Achter beginnt und endet in Lauda-Königshofen.

Beckstein gehörte zum Amt Lauda. Dieses hatte bis 1506 eine Reihe wechselnder Landesherrschaften und war dann Teil des Bistums Würzburg bis zu dessen Säkularisation 1803. Es kam zunächst an das Fürstentum Leiningen. Nach Auflösung des Fürstentums 1806 durch die Rheinbundakte wurde es dann dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Dort wurde ein Bezirksamt Lauda eingerichtet, aber schon 1813 wieder aufgelöst. Im Zuge der Gebietsreform in Baden-Württemberg wurde Beckstein letztendlich der Stadt Lauda-Königshofen zugeschlagen. Größter Arbeitgeber in der Gemeinde ist die 1894 gegründete Genossenschaft der Becksteiner Winzer. Am 1. Januar 1974 wurde Beckstein in die Stadt Lauda eingegliedert und kam mit dieser am 1. Januar 1975 zu Lauda-Königshofen.

Wegstrecke:
Lauda-Königshofen - Bahnhof - Oberes Tor - Weinbergsweg - Altenbergstraße - Höhenweg - Weinlage Altenberg - Main-Donau-Wanderweg - Oberlauda - Oberlaudaer Bach - Bildstock - Naturdenkmal Schwarzkiefer - Waldparkplatz -  Wasservorratsbecken - Beckstein - Rebanlagen - Becksteiner Tannen - Main-Donau-Wanderweg - Lauda - Eichwaldstraße - Bahnhof